Katalog-Nr. 5775 LT • wie 5777, (1933 – ) jedoch mit stärkerem Motor. Farbe: marron, 6-achsig (3 Achsen, davon 2 Achsen angetrieben, mittlere Achse läuft nur über Kuppelstangenschraube mit), daher 8er Kreis fahrbar. Antriebszahnräder kleiner als Spurkranz, daher Weichen problemlos überfahrbar. 2 Vorlauf- bzw. 1 Nachlauf-Achse, Heusinger-Steuerung, Kuppelstange, Blechgehäuse mit Windleitblechen, Stehkessel mit glatter Decke, Kessel mit Gussaufbauten: Schornstein, 2 Vorwärmtrommel, Dampfdome. Schablonierte Zierlinien und Beschriftung „NORD" „JEP" in gelb, Griffstangen aus verchromtem Metalldraht, 3 Messingbänder, verchromtes Metallschild „BASS-VOLT Moteur S.59" auf der Frontseite, 1 Spitzenlicht 20 V, E 10, vorne ein-/ausschaltbar über Hebel, verchromte Puffer, mittels eines Blechstreifens gefedert, 3-Leiter, DC, Gleichstrom, 2 Tellerschleifer, LüP. 47 cm. Im Bodenblech des Fahrerhauses geprägt: „BREVETE ...." (patentiert) Tender: 2 Drehgestelle, (4-achsig) Blech geprägt, Werkzeugkasten mit beweglichem Deckel, der Kohleneinsatz stellt auch Briketts dar, eckige Bleipuffer. Bauzeit: 1948 bis 1952 (nach Clive Lamming)
Gestern kam sie, die Super-Pacific, wunderschön im Lack erhalten, – fährt prima, auch Schleichfahrt, – nimmt auch 8er Kurven, was ich zuerst nicht glauben wollte.
Dann brachte die nähere Betrachtung etw. Ernüchterung, denn es hätte zu dem Preis auch eine Märklin Dampflok werden können.....
Die Birne liegt zu weit im Gehäuse, vielleicht schafft eine längliche Birnenform hier Abhilfe. Die Zuschaltung des Spitzenlichtes über den außenliegenden Schalter (vorn am Kessel) funktioniert nicht. Zur Zeit besteht Dauerlicht.
P. Carlson (Spielzeug und Modellbahn, S. 137, Abb. S.127) schreibt von sauberer Verarbeitung, ja, aber:
Bei der Probefahrt fielen die schlackernden Räder der Vor- u. Nachläufer auf.
Nachläufer mit Nagelachse, hier die abgequetschte „Spitze"
Vorgelege mit Nagelachse, hier der Nagelkopf.
Klar, denn die Achsen sind lediglich Nägel! Nicht die Achsen drehen sich, sondern die Guss-Räder drehen sich um die Achse und sind im Laufe der Zeit leicht ausgeschlagen. Diese Befestigung ist Original und weist auf die Zeit des Materialmangels. Diese 5777 LT (mit Tender) mit dem stärkeren Motor 59 wurde nach Clive Lamming von 1948 – 1952 gebaut.
Das Gewicht ist beachtlich, – die Kesselaufbauten sind aus Guss und zeigen eine unschöne Mittelnaht.
Tender: Der Werkzeugkasten hat einen Deckel, der sich leider nur zur Hälfte öffnen lässt – nichts für Kinderhände und zum Spielen...?
Windleitblech-Lackierung.
Die Betrachtung der auffälligen Zierlinien wirft Fragen auf, denn zuerst vermutete ich Abziehbilder, wegen der ständigen Unterbrechungen der Linie. Vermutlich wurden sie mit einer Schablone aufgespritzt.
Und jetzt erkenne ich am Führerhaus-Foto, dass ein bereits montiertes Blech offenbar nachträglich eine Zierlinie bekommen hat. Wurde hier ausgebessert? Wurden die Zierlinien bei diesem Modell immer gespritzt oder per Pinsel aufgetragen? Ist die gesamte Lackierung später und nicht ab Werk?
Wer auch immer hier Hand anlegte, es steckt eine Menge Arbeit drin und es scheint mir bis auf diese kleine Stelle sauber gemacht. Oder müssen die gelben Linien und die Schrift schärfer stehen?
Danke Domenik, sehr schöne Internet-Seite. Als Renault-Fahrer (Dauphine, R 16, R 4 usw.) weiß ich auch das franz. Lebensgefühl zu schätzen. Die Fleche ist schon ein Träumchen. Ob die blauen Märklin-Wagen dazu passen?
#8 Wie meinst Du das? Meinst Du den JEP-Firmen-Schriftzug?
Ja, JEP-Firmen-Schriftzug!
#9 Vorgelege, siehe linkes Rad.
Dto. meine Lok auch
Die Lok trägt die interne Bezeichnung 5975LT (1947-1951), S59 Motor. Fernumschalter in der Lok, nicht im Tender (bis dahin üblich) Schaltbar über Impuls mit JeP Trafo 5954/5956
Meine Lok habe ich nicht demontiert (Fernschalter vorhanden?), sie besitzt auch nur einen Schleifer + manuellem Richtungs-Umkehrschalter im Führerhaus. Ob dieser original verbaut wurde, ist mir nicht bekannt. Muss noch entsprechend ertüchtigt werden, nur im Probebetrieb.
Eine interne Fahrwerk- oder Gehäusebezeichnung kann ich bei meiner Lok leider nicht finden.
In der Literatur u. im Internet finden sich zahlreiche falsche Angaben zu dieser 2C1, u. a., dass die Lok 3 angetriebene Räder habe. Das sie 8er Kreise fährt, findet man so gut wie gar nicht in den Beschreibungen. Der Grund mag darin liegen, dass einer vom anderen abschreibt, ohne die Lok jemals in den Händen gehabt bzw. im Fahrbetrieb beobachtet zu haben. So gestaltete sich der Umbau mit Gleichrichter etw. abenteuerlich: Bis auf die Kuppelstange (Verbindung von Vorder- u. Hinterrad) waren die Schubstangen entfernt, die dazugehörigen Schrauben separat abgelegt. Die Versuchsfahrten mit dem neuen Gleichrichter-Anschluss verliefen stockend, knurrend, maximal 15 cm weit. Wenn die Lok knurrt, ist sie böse. Wo lag der Fehler? Von den Zahnrädern, die alle 3 Speichenräder verbinden, hatte ich mich blenden lassen und bin von 3 angetriebenen Achsen ausgegangen. Die mittlere Achse wird jedoch nicht angetrieben, sondern durch die Kuppelstange mittels einer Schraube mitbewegt. Da diese mittige Kuppelstangen-Schraube entfernt wurde, blockierten die mittleren Räder nach kurzem Fahrversuch im 12er Kreis.
Das ist ein mechanisches Problem. Worin besteht das elektrische?
Bei dieser Lok ist der Umbau auf Gleichrichter mega einfach. Beide Drähte, die original zu Kohle und Bürste gehen, kommen an die zwei Beine der Wechselspannungsseite von der Graetz-Brücke. Die zwei anderen Beine der Gleichspannung kommen an Kohle und Bürste. 5 min Zeitbedarf inkl. Anheizen des Lötkolbens.
Das ist ein mechanisches Problem richtig, es tauchte aber erst nach dem Einbau des Gleichrichters auf, weil nur das Fahrwerk laufen sollte. Das mittlere Rad hat so viel Spiel, dass ein 8er Kreis durchfahren werden kann. Fehlt jedoch die Verbindungsschraube zur Kuppelstange, wie im vorliegenden Fall, dann verschiebt es sich derart, dass es die Kuppelstange blockiert, und die Lok nach ca. 15 cm zum Stehen kommt bzw. nur noch knurrt. Das war mir nicht aufgefallen, sodass ich von einem Fehler beim Verkabeln des Gleichrichters ausging.
Danke Ypsilon, Anschluss des Gleichrichters habe ich so gelöst > siehe # 13 Abb unten • fährt • oder was spricht dagegen?
Birnenhalterung nach innen, (hinter das Blech statt davor) verbaut, sodass eine normale Birne viel zu weit innen liegt..... Eine längliche Birne schafft Abhilfe. Man sieht vorne im Kessel die Laschen zur Schornsteinbefestigung.
Verschiedene Befestigungen der Kesselaufbauten.
Ansicht von unten: Befestigung der Steuerung u.a. mittels einer Kerbe. Rechts im Bild die geschraubte Führungshülse.