auf dem heutigen Trödelmarkt habe ich mal wieder eine Schrottimmobilie in Form eines Bahnhofs 860 von Bub mitgenommen.
Zuerst einmal die Bilder und dann die Abweichungen bzw. Gemeinsamkeiten.
Mein Bahnhof ist auf dem ersten Blick einer aus der 860-er Serie, welcher teilweise (Turmdach/Vordach/Sockel/) unschön übermalt wurde und zusätzlich ein Rauchabzug montiert wurde. Ich möchte mich auch nicht festlegen, ob das Walmdach noch die Originalfarbe hat.
Mir geht es aber hauptsächlich um die Lithographie an den Wänden, die am 860-er so nicht, dafür aber am 862-er bzw. 865-er vorhanden ist. Die Wand-Grundfarbe (Beige?/Ocker?/Gelb?) habe ich überhaupt nicht gefunden.
In einer Nacht-und Nebelaktion wurde der Uhrenturm und der unsäglich hässliche Rauchabzug demontiert. Zum Vorschein kam, wie ich schon vermutet hatte, die ursprüngliche Lackierung des Daches in der Farbe "basalt-bzw. schiefergrau"
.
Somit kann ich mich bei der Neulackierung an der Variante von Michael
Ein genaues Jahr kann ich leider nicht sagen, nur dass der Bahnhof wie gesagt normalerweise eine KBN und keine KB Marke hat. Das fällt jedenfalls neben der ungewöhnlichen Litho auf.
PS: Die Stanzung für die Beleuchtung gibt es erst ab 1935. Der Bahnhof könnte daher eine späte Variante gegen Ende der Bauzeit von 1925-1939 sein.
PPS: Eine ähnliche Litho gibt es bei der verwandten Nr. 862 ebenfalls mit Vermutung Ende 30er hier:
Moin. Der Schlitz für den völlig unpassenden Kamin sieht iwi nach Schraubendreher+Küchentisch aus, als wollte jemand die Lampenöffnung verdecken. Ne professionelle Stanzung wäre anders ausgeführt. Axel, kannst Du das mal von innen knipsen, wie die Kanten da aussehen?
In der Zwischenzeit wird ein Teil der Hauswände gerichtet. Das Vordach wurde demontiert und an der Kante ist der originale Farbton zu erkennen. Es ist ein etwas helleres Grau als das große Dach und ohne dunkle Streifen.
Nachdem die beim Entlacken entdeckten Originalfarbtöne mit "modernen" Farben wieder aufgebracht waren, wurden die Hauswände incl. Turm noch einer sanften Reinigung unterzogen.
Somit bin ich dem Original hoffentlich sehr nahe gekommen. Vielleicht taucht ja irgendwann noch ein gleich lithographiertes Modell auf, um es dann gegenüber zu stellen.
Zum Schluss ist noch zu erwähnen, das die Front mit dem Vordach dem Licht in den letzten Jahren/Jahrzehnten intensiver ausgesetzt waren als die anderen Wände .