in dem gekauften Konvolut waren diese 2 Kontaktschienen dabei. Alles in recht gutem Zustand. Wofür wurden diese eingesetzt. Elektrische Schranken, Signale?
Für Magnetartikel, irgendwas was auslöst. Mit einfachem Magnet oder auch mit Wippe. Für den Pfeifwagen gab es andere Garnituren. Die Dinger sind sperrig, ich bin damit nicht klar gekommen. Außerdem hat man an der Lok immer diesen Haken, der räumt gern mal was ab, mit Vorliebe schlampig verlegte Kabel. Zu der Schiene gibt es ein rosa Anleitungsblatt von Märklin.
Nein, die Schaltschiene für Pfeifwagen sieht anders aus, da der Schalter im Wagen ist. Mit der hier gezeigten Schaltschiene lassen sich die Pfeifwagen nicht schalten. Diese Schiene, im Katalog als Kontaktschiene bezeichnet, hatte die Bestellnummer 13718. Sie war laut Katalog "zur Betätigung von Signalen, Richtungsanzeiger und dergleichen" gedacht. Zur Betätigung gab es an den Loks einen am Fahrgestell befestigten Stift, der wohl zumindest bei größeren Loks schon ab Werk montiert war. Später (um 1935) wurde sie abgelöst durch "Schiene mit äußerem Kantaktstrang", Bestellnummer 13627, da war einfach ein äußerer Schienenstrang isoliert und der Kontakt wurde durch die Räder von Lok und Wagen ausgelöst. Man sieht, dass beide etwas unterschiedlich fuktionieren, da bei der einen nur der Stift ab einer (wahlweise) bestimmten Lok den Kontakt auslöst, bei der anderen aber alle Räder eines Zuges. Zur einfachen Umschaltung eines Signals oder einer Weich war wohl die Stiftlösung mit der separaten Schiene die bessere. Die Pfeifwagen benötigten 2 Schienen (zum Ein- und Ausschalten der Pfeife) mit der Nummer 13620P für normale Schienen bzw. 13630P für Modellschienen, dazu den Schalter ("Kontaktplatte") 13720P. Gab es auch als komplette Garnitur Nr. 13620GP bzw. 13630GP. Grüße von elaphos