Kohle für den Tender wurde von oben befüllt, das wurde auch schon geschrieben, hier sind zwei grosse quadratische Öffnungen zu sehen, vielleicht auch verschliessbar mit Schiebedachteilen...?
Oben auf dem Dach ist ein seltsamer Aufbau im vorderen Bereich, siehe rote Pfeile...
Das habe ich mal schnell skizziert und anhand des Westmodells erkenne ich nun im hinteren Bereich je Seite drei Klappen, die vermutlich zur Belüftung des Führerstandes sind, und im hinteren Führerstand ist der gleiche Aufbau, wenn auch etwas abgeändert, aber vom Schema das selbe Prinzip, Belüftung...
Es müssen zwei schrägliegenden Streben sein, oben mit einem Blech abgedeckt und nach vorne irgendwie abgerundet, um die Windströme gering zu halten....?
Warum zwei schräge Streben... ein Foto von Ypsilon zeigt die besagte Dachpartie, hier aber fehlt die Abdeckung sowie die umlaufende "Wulst", wieso fehlt da die Hälfte...?
Zitat von geopiri im Beitrag #250Dann habe ich eine Frage der Wasserbefüllung...
Hier wird geschrieben dass die Befüllung seitlich durch eine Klappe mit drei Scharnieren geschehen soll...
Sicher...? Die Oberfläche des Gehäuses sieht zu eben aus als dass sich dort eine Klappe mit drei Scharnieren befindet, man müsste die funktionierende Klappe mit Schatten sehen, in einigen Bilder von Ypsilon sehe ich aber auch, dass dort früher eine Türe eingebaut war, diese ist aber geschlossen worden, vernietet und zur Aussteifung auch quer vernietet, auch mit den drei Blechen macht es einen Sinn...?
Und weil wir gerade an dem Hauptdach ankommen und ich weiter behaupte, dass das Dach irgendwie oben bei den Aufbauten offen war, sehe ich fast in allen Fotos ein winziges Randprofil jeweils vor den Aufbauten wie Dome, das müsste doch bedeuten, dass dahinter kein Dach mehr weiter verläuft, oder...?
Mir geht es darum, dass ich die 561 gerne weiterbauen möchte, ich halte mich nicht an der 561 von Westmodell, sondern an den Fotos von Ypsilon und Hans, die studiere ich jeden Tag aufs Neue...
Es folgen weitere Beobachtungen...
mit GRüssen Georg
Georg, das Aufnahmedatum dieses Bildes aus dem BW ist unbekannt. Daher kann man schlecht sagen, ob vor oder nach St. Louis. Das Bild stammt aus einer Zeitschrift. Man muss davon ausgeghen, dass es zur Optimierung für den Druck retuschiert worden ist. Daher würde ich auf Linien an der Kontur nicht viel geben. Diese Linien wurden gern nachgezeichnet.
In der Tat sieht es so aus, als ob am Tender hinten eine Tür wäre, oder zumindest eine Klappe oben. Tür halte ich für nicht notwendig, weil der Tender hinen eine Tür hatte. Tür allein nützt nichts, man braucht Treppen und Handläufe. Ich gehe davon aus, dass es eine Täuschung ist aus Schatten und Nietreihen.
Die Wasserklappe ist definiert worden allein aus der Überlegung, dass die Lok ja Wasser braucht. Klappe nach innen oder außen, ich weiß es nicht. Ich vermute nach innen. Das Bild ist die einzige und beste Quelle bisher. Fakt ist, die Klappe wird von innen bedient und der Wasserkran muss da irgendwie angesetzt werden können. Zudem war da der Gang, also kann auch nicht viel weiteres Blech innen vorhanden gewesen sein. Für die Darstellung im Modell ist das aber ein unbedeutendes Detail.
Dach oben offen, dazu habe ich alles meinerseits gesagt. Ich verstehe nicht, warum Lüfter am Lokgehäuse installiert werden, wenn das Dach ohnehin oben offen wäre. Beides widerspricht sich.
Kohlen befüllen. Die zwei offenen Luken sind durch die Bilder aus St. Louis definiert. Sonst gibt es keine Quelle. Wenn sie abgedeckbar gewesen wären, hätte man das in St. Louis gemacht.
Zitat von ypsilon im Beitrag #253Ich verstehe nicht, warum Lüfter am Lokgehäuse installiert werden, wenn das Dach ohnehin oben offen wäre.
Die Lüfterklappen sind über den Führerhäuser, dazwischen ist der Kesselteil, und zwischen den Führerhäuser sind Türen, damit ist der Kesselteil geschlossen, auch wenn der oben offen wäre...
Was aber oben auf dem Dach wie quergelegte Rohrstücke aussieht, dürfte nichts mit Lüftung zu tun haben, die müssen irgendwie Messfunktionen haben, gleich das erste davon wird mit einem Kabel nach unten zum Führerhaus verbunden, vielleicht ist ein Minipropeller drin oder etwas anderes oder...?
Bei den Engländern war es üblich, dass am Wasserkran ein großvolumiger Schlauch hing. Das habe ich bei preußischen Bahnen noch nicht gesehen, aber vielleicht wollte man das bei dieser Lok ausprobieren. Das könnte zu den Klappen am Tender passen, die offenbar nach innen öffneten.
du musst bei mir Geduld haben, bis ich überzeugt bin, dauert etwas, euer Fachwissen habe ich nicht...
Ein paar Beiträge vorher haben wir abgestimmt, dass um das Kohlebecken rundum ein Gang sein muss, denn der Tender hat seitlich auch Fenster die zu öffen waren...
Aber egal, es spielt hier in dem Fall keine Rolle, wie die Wasserbefüllung stattfindet, bei dem Modell deute ich die Wasserklappe nicht an, aber irgendwie wirst du mit deiner Skizze richtig liegen...
Zitat von ypsilon im Beitrag #255Das Dach hat Haken zum Abnehmen. Das macht nur Sinn, wenn es komplette Segmente sind über die ganze Breite, also links und rechts gleiche Haken sind.
Mit anderen Worten kann es nicht sein, dass das Dach oben offen ist? Denn beide Dachsegmente müssen zusammenhängend sein, das sehe ich jetzt ein...
Es wurden zwei Maschinen gebaut, die 561 und die 562, allem Anschein nach sind beide Maschinen nicht identisch gebaut, die 562 hatte also keine mittlere Verkleidung im Kesselbereich, dafür kann man das Geländer gut erkennen sowie die Türen bei den Häusern...
Angenommen die 562 wäre identisch mit der 561, nur ohne Verkleidung mittig, dann hier eine verrückte Skizze...
Gegengewichte in den Treibrädern sind auch mit Blitzkurbel erforderlich. Lage und Größe der Gegengewichte verändern sich aber. Das wird man durch „Zusatzgewichte“ umgesetzt haben.
Die Lage der Gegengewichte in den Rädern ist an den beiden Treibachsen jedoch versetzt. Die vordere Treibachse wird ja durch den innen liegenden Zylinder angetrieben.
Das hoch stehende Gebilde auf dem Dach an der Lokomotiv Front ist ein Träger, der an der Fahrzeugspitze einen festen oberen Punkt für die dem Winddruck ausgesetzte Front bildet. Eine schräge Verstrebung ist hier aufgrund der Türausschnitte nicht möglich. Die von dir angesprochen „Klappen“ kann ich nicht deuten, die Lüftung erfolgt, wie schon erwähnt durch die großen Venturi Lüfter.
Georg, die 562 ist die in der Mitte unverkleidet gebliebene Schwesterlok der 561. Daher kann man aus den bekannten Zeichnungen dieser Lok auch Dinge zur 561 ableiten. Z. B. dass es Türen zwischen Führerstand und Heizerstand zum Langkessel gegeben haben könnte.
Das Bild im Bahnhof Hannover (wenn ich mich recht erinnere) zeigt die Lok im Betriebsdienst, also irgendwann zwischen 1905 und 1912. Sie hat hinten ein Führerhaus wie die vollverkleidete 561, aber eben nur mit üblichem Zugang über den Tender.
Carsten... die Blitzkurbel habe ich bemerkt, natürlich, mir geht es darum, weil ich diese Kurbel nicht bauen kann, dass ich auf die Blitzkurbel verzichten muss, dann eben eine ganz normale Kurbel. Danke für deinen Hinweis...
Ypsilon... Ja, das ist mir alles bewusst, die Skizze war auch nur eine mögliche Darstellung, was denn zeichnerisch machbar ist...
Im Prinzip bin ich mit euren Infos zufrieden, damit möchte ich nach Berlin wieder weiterarbeiten. Daneben wollte ich die Märklin Villen basteln...
Nein, das ist die dritte Versuchslok von Henschel, eine Vierzylinderverbund-Tenderlok. Sie war für die Beförderung von Schnellzügen auf steileren Strecken in Thüringen gedacht, war allerdings zu schwer geraten und kam nicht zum Einsatz.
Der letzte Akt war das Zuschneiden dre Kurbelwangen. Ich musste erst meine Fräse überreden, eine neue Phase unserer Zusammenarbeit zu starten. (Für die Experten unter den Blechbeareitern: Ja, ich sehe es jetzt auch, die Drehrichtung der Säge hätte anders herum sein sollen, gegen den Schraubstock. Es ging aber auch so...)