Am Samstag habe ich auf dem Tauschmarkt in Houten, Niederlande, dieses Märklin-Bahnwärterhaus gefunden.
Im Internet habe ich ein ähnliches mit der Katalognummer 2038 gesehen, daher gehe ich davon aus, dass dies die richtige Nummer ist. Der Signalarm hing herunter, daher habe ich ein Stück Metalldraht angebracht, um ihn in Position zu bringen. Im Internet wurde erwähnt, dass der Signalarm mit einer Kette und nicht mit Metalldraht gehalten wurde. War das bei Märklin tatsächlich ursprünglich so?
Ist das Wärterhaus Nr. 02153 im Katalog L9 von 1909, wobei im Katalog die Zäune etwas anders gestaltet sind. Aber diese sind im Laufe der Bauzeiten mitunter geändert worden. Zwischen die weißen Pfosten gehört kein Zaun, sondern eine Schranke. Der Signalflügel hängt tatsächlich nach der Katalogabbildung an einer Kette. Grüße von elaphos
das Wärterhäuschen 2038 gehört zu den ältesten Zubehören. Die Nummer wird intern 1896 handschriftlich in die Nachtrags- Preisliste von 1895 zwischen die schon vergebenen Nummern 2037 und 2039 eingefügt. Das Katalogklischee erschien bereits 1897 in der Katalog- Sammelmappe "F" auf der Tafel 16. 1909 bekam das Haus die neue Nummer 02153. 1923 wird es durch die neue Ausführung 2153 N abgelöst.
Die späte Ausführung hat (wie hier) tatsächlich auch den späten Zaun und ein Tor statt einer Schranke (vergl. die aktuelle Lankes Auktion, Pos. 1143).
Wesentlich häufiger ist die klassische Ausführung mit der einfachen (Draht-) Schranke. Weil das Häuschen Bestandteil vieler Zusammenstellungen war, erklärt sich die immer noch große Verbreitung dieses Artikels.
Märklin hat Druckklischees lange unverändert benutzt. Es entstand wohl 1896/97, wurde aber auch noch 1920 im neuen Hauptkatalog O 19 verwendet. In den Gesamt- Preislisten von 1922 ist als Katalogreferenz der O 19 genannt.
Im Katalog O 19 sind die alten Bahnhofsgebäude 2010 und 2012 der Bauart 1902 mit neuen Zäunen abgebildet. Diese Modernisierung begann schon im Jahre 1914. Für das kleine Wärterhaus ist dagegen kein neues Klischee mehr angefertigt worden.
Das Schiebebild für das untere Fenster mit den weißen Fenstersprossen ist sehr früh. Die Sprossen wurden bald rot (= eine Farbe weniger bei der Herstellung des Schiebebildes).