Gunter hat Recht. Die Weichen und Gleise auf der Bogenkreuzungsweiche sind 12-er Gleise.
Du schreibst: "Dafür müsste ich vier Weichen opfern, denn sie müssen gekürzt werden" und "Die Weichen werden gekürzt, das hat Udo auch gemacht". Nein, die Länge der Weichen sind wie im Ursprung. Was du in Erinnerung hast, ist die Dreifachkreuzungsweiche, die ich dir einmal vorgeführt hatte. Dort sind die Weichen gekürzt worden. Somit werden die 12-er Weichen nicht "geopfert". Andererseits kann nicht von "Opfer" gesprochen werden, denn wenn so eine Bogenkreuzungsweiche erst einmal hergestellt worden ist, kann man froh sein, sie zu haben, denn sie eignet sich ideal für den Einbau in den Kurvenbereich von Spur-0-Anlagen, in denen ansonsten nichts eingebaut werden kann.
Die Schwierigkeit an der Bogenkreuzungsweiche ist die Kreuzung selber, vor allem, weil die mit isoliertem Mittelleiter ausgeführt werden muss. Passend zu den verwendeten Weichen habe ich mittig eine zeitgleich gebaute Kreuzung verwendet mit dem jetzigen Unterschied, dass die Kreuzung stark verkürzt wurde und sie innen Hochhebebleche zum teilweisen Hochheben der Räder hat. Die Räder laufen dann im kritischen Kreuzungs-Bereich nicht auf den Schienen, sondern mit dem Spurkranz auf den Hochhebeblechen.
So lange die Hochhebebleche gerade laufen, ist das ein kleineres Problem. Schwierig wird es, wenn sie wie die jetzt gebogenen Kreuzungsschienen innen an den Schienen vorbeilaufen. Diese Hochhebebleche, die du ja hochpräzise selber herstellen musst, haben zuerst einen nach unten gebogenen Anfang, um 90° abgewinkelt ein Stützblech mit Blechnasen, die genau passend in die Schlitzlöcher des Untergestells eingebaut werden müssen. Alles in gebogen. Dazu kommt die Enge wegen der gebogenen Mittelleiter-Stromschiene. Alles sehr knapp. Man könnte natürlich hingehen, und eine Kreuzung mit Stromschiene verwenden, die Märklin in den 20-er Jahren angeboten hat. Dann entfallen Hochhebebleche und das Untergestell. Aber Märklin hat diese Elemente eingebaut, damit der Zugverkehr sicherer wird.
Diese gebogenen Kreuzungsschienen und Hochhebebleche sind sehr anspruchsvoll zu bauen und nehmen viel Zeit weg. Eine Möglichkeit für den Einbau der Hochhebebleche wäre, diese einzukleben anstatt zu verlaschen.
die Weichen werden gekürzt.... damit meinte ich den gerade verlaufenden Schienenstrang der Abzweigung. Den hast du gleich abgebogen, um das gebogene Gleis zwischen den beiden Weichen einsetzen zu können, eine normale Weiche passt jetzt in deine Kreuzung nicht mehr hinein...
Natürlich weiss ich des Hebebleches bescheid, das hattest du mir oft erzählt. Wenn ich die Möglichkeit sähe, lasse ich das Blech lasern, ansonsten, wenn die Zeit übrig bleibt, lege ich direkt los und wäre nicht um Ratschläge deinerseits schweigsam...
natürlich ist Lasern eine gute Alternative zum Selberausschneiden. Das dürfte auch besser passen. Auf jeden Fall ist es insgesamt eine Fummelei, bis man alles richtig positioniert hat.
Die Endhaltestelle der Linien 2 und 3, ausnahmsweise mal in s/w, um zu sehen wie das gesamte Ensemble zusammen passt. Die zwei Treppen habe ich geschenkt bekommen, sie wurden verlängert und neu lackiert, die Prellböcke sind noch ausbaufähig und dann fehlen immer noch Lampen und Figuren, Signale, das aber wird in Berlin anwesend sein...
in dem Gemeinschaftsprojekt geht es langsam voran und das ist gut so. Bis Oktober ist ja nicht viel zu tun.
So haben Georg, Uwe und ich uns nun an der Nordsee getroffen, um die elektrische Steuerung der Hochbahn sozusagen auf Teststrecke zu prüfen. Hier sind mal 3 Fotos vom Probeaufbau..
Nachdem ursprünglich Relaissteuerung angedacht und bereits umgesetzt war wird die Hochbahn-Anlage nun doch konventionell gesteuert, da es Probleme mit den Kondensatoren gab.. So wurden die Märklin HO Tageslichtsignale 7044 durch Märklin Spur 0 Signale ersetzt.
Im oberen Bereich der Hochbahn werden Märklin Signale 13962 die Steuerung übernehmen und im unteren Bereich der Hochbahnstrecke die Flügelsignale 13956. Insgesamt werden 11 Signale und 5 Weichen über den Schaltkasten mittels Taster angesteuert.
Das Stellwerk...
Die roten, blauen und weißen Taster steuern die entsprechenden Hochbahnzüge dieser Farben. Die Signale C 1.2, D 1.2 sowie E 1.2 sind nun weggefallen.
Die Planungen und der Testaufbau der zweiten unteren Anlagen ebenfalls mit diversen Flügelsignalen 13956 und Weichen werden von Rene' nach und nach umgesetzt. Auch dafür sind noch weitere Vorbereitungen erforderlich. Beide Anlagenteilen werden dann erstmals in Berlin zusammengesetzt und wir hoffen natürlich, daß alles nahtlos zusammenpasst.
Euch eine guten Wochenstart und Gruß von der Küste.. Michael