Hallo zusammen, vor ca. 40 Jahren tauchten bei den Tauschbörsen im Gürzenich Köln die ersten aus 3 Modellen der Märklin 3030 gebauten dreiteiligen Maschinen der DM3 der SJ auf. Für unsere damaligen Begriffe waren es riesige Güterzug Maschinen, sie zogen im Großbetrieb die langen Eisenerz Züge von Kiruna im Norden Schwedens zum ganzjährig eisfreien norwegischen Hafen Narvik. Ein solcher aufwendiger Umbau war auch nicht ganz billig, sie kosteten damals schon 800 - 900 DM. Für mich war das vor über 40 Jahren eine nicht realisierbare Größe. Es hat sich aber gegenüber dem Preisgefüge der 1980er Jahre zu heute nicht viel verändert, vor kurzer Zeit wurde noch eine dieser großen Maschinen für 354 Euro in der Bucht verkauft. Vor langer Zeit hatte ich zum günstigen Preis eine begonnene, aber technisch miserabel erhaltene DM 2 aus zwei Märklin 3030 bekommen, die ich technisch und optisch überarbeitet habe und die dann bei mir zum Einsatz kam. Eine weitere außen guterhaltene, aber innen getriebemäßig nicht gut erhaltene 3030 folgte vor einiger Zeit. Aus diesen Maschinen baute ich mir jetzt eine DM3, was mir sehr viel Spaß gemacht hat.
Hier einige Bilder vom Bau dieser dreiteiligen Maschine:
Hier die Ausgangsposition, die auseinander gebaute DM 2 mit Resten der alten Verkabelung. Ich hatte bei der Überarbeitung der DM 2 die Beleuchtung durch Einzelbirnchen realisiert. Dafür hatte ich damals am Guss Fahrgestell die Beleuchtungseinrichtung vollständig entfernt, die Lampenöffnungen am Gehäuse vorsichtig erweitert, ...
... die Birnchen innen mit dünnen Metallstabresten von Dioden verbunden und dort die Beleuchtungskabel angelötet. Heute benutze ich immer noch diese Möglichkeit, aber mit einer besseren Verlötung. Beim rechten FG ist das zweite Relais bereits ausgebaut.
Ich hatte einen Antriebstest gemacht und den zweiten Motor in gleicher Laufrichtung ins Mittelteil eingebaut. Der Motor im Mittelteil schiebt aber bei etwas schnellerem Lauf das Vorderteil und es kann zu Entgleisungen kommen. Beim Motoreinbau in die beiden äußeren Teile läuft der vordere Motor immer etwas schneller, der hintere rückwärtslaufende Motor immer etwas langsamer, windungsbedingt durch die Feldspule und es kommt nicht mehr zu Entgleisungen. Daher bin wieder zum Antrieb in die beiden äußeren FG-Teile zurückgekehrt.
Analog der Birnchen Beleuchtung habe ich die erhabenen Linien unter den Fenstern silbern angelegt, auf den Dächern gibt es auch die Pantos der 1950er Jahre mit den braunen Isolatoren Platten.
Auf den Rückseiten befinden sich als Gehäuse Abschluss Messingplatten, hier schon vor brüniert und die dunklen Zylinder auf dem Dach.
Das an beiden Seiten gekürzte Mittelteil von Aufbau und FG, ausgeräumt bis auf die Antriebsachsen/Stangen mit der Kabeldurchführung für die Feldwicklung und Stromversorgung des hinteren Motors und die richtungsabhängige Wechsellicht Beleuchtung hinten.
Hier die fertige Maschine:
Die DM3 Maschine beeindruckt durch ihre Laufruhe und Zugkraft, sie bringt 1200 g auf die Waage und liegt daher sehr satt auf der Schiene.
Schönes Modell geworden. Und für mich sehr interessant, deine Erfahrungen mit den Motoren. Bei uns auf der Lehranlage war es bei Mehrfachtraktion gerade umgekehrt. Wenn die vordere Lok schneller lief als die hintere, dann riß es manchmal sogar die Kupplungen heraus. Daraus abgeleitet, fahren bei uns die hinteren Loks immer eine Fahrstufe höher als die vorderen. Und seitdem gibt es keine Probleme mehr. Das gilt bei uns auch für Mehrfachtraktion von Triebwagen/-zügen wie Hamster, ICE, ...