ich bin neu hier, verfolge aber intensiv viele Beiträge zum Thema Zubehör. Nun hätte ich eine Frage. Woher stammen diese Häuser und aus welcher Zeit? Höhe zwischen 4 cm Giebelhöhe Häuser und 6 und 10cm Burg und Kirche. Innen hohl, gegossen aus Masse Gipsgemisch, fast keramisch, klingen hell wenn man dranschlägt. Lichtdurchlässig Klassische Fachwerkhäuser sehr individuell gestaltet und bemalt. Ich lese aus der Vielgestaltigkeit eine hohe Kunstfertigkeit. Architektur erinnert an erzgebirgisches Dorf Miniaturen in Holz. Flohmarktfund
Kelvin
hat folgende Bilder an diesen Beitrag angehängt
Die Häuser wurden tatsächlich von einem Verkaufsork bewacht. Aber nach harten Verhandlungen hat er seine Quelle preisgegeben, ein Zinnfigurensammler Nachlass aus Süddeutschland. Ich habe diese Häuser im gleichen Karton wie zwei Zeumerhauser, Zeumerkapelle und Zeumer 1cm Figuren und dem Wimor Gustav Adolf Trauerzug mitgenommen. Ich gehe davon aus, dass der Verstorbene nichts Neues besaß im Sinne modern inszenierter Fantasyhäuser. Denn die anderen Objekte passten alle in eine vor 1980 Sammlung und durch die vielen Zeumerobjekte historisch über Jahrzehnte gewachsen. Abgesehen davon gibt's keine modernen vergleichbaren Häuser. Es macht mich wuschig. Gruß zurück an den großen Ypsilon.
Könnte es sein, dass diese Häuser nicht für die Modellbahn gedacht waren, sondern für ein anderes Hobby? Kriegsspiel/Tabletop//War Game hat ja auch schon eine längere Geschichte und durchaus manchmal inszenierte Landschaften. Oder vielleicht als Staffage für Zinnsoldaten?
Die Gebäude sehen ja, wie ihr auch schon angemerkt habt, nicht unbedingt so aus, als würde bald ein Zug daran vorbei fahren
Grüsse
Ursin
****** alle meine Bilder und Texte verfügbar nach cc-by-nc-sa
Hallo und danke für die Rückmeldungen. (leider sind meine letzten beiden Einträge verschwunden, ich schaff das, hier Versuch Nummer 3)
Die Größe der Häuser ist ein Problem. Viel zu klein gebaut für die tabletop/pen&paper Szene und durch den erwähnten Fundhorizont weit vor der kommerziellen Erfindung der Fantasy zwischen 1930 und 1960 datiert ist der Bereich auszuschließen. Auch das Material ist mir in dem Bastlerbereich der tabletops noch nicht untergekommen. Aber Style passt perfekt. Ich habe zwei zumindest mir plausible Ideen. Im Zusammenhang mit Keratin und vielen neuen Guß- und Massewerkstoffen in den 1930er Jahren hat hier eine kleine Produktion eines unbekannten Herstellers stattgefunden und für den Lichterhäuser, Krippen- und Weihnachtsbergmarkt Miniaturen gegossen und bemalt? Hier könnte die Foren-Intelligenz Ideen dazu haben. Ist das überhaupt vorstellbar, die leicht versponnenen romantisierten Gebäude entsprechen vielleicht nicht (mehr) dem damaligen Zeitgeist?
Oder es hat sich in den 50er 60er Jahren ein sehr talentierter und in mittelalterliche Häuschen verliebter Kunsthandwerker oder Keramiker in dieser kleinen aber beeindruckenden Arbeit versucht und wartet auf die Wiederentdeckung? Ein One-Hit-Wonder sozusagen? Die aktuell am Markt auffallenden Lichthäuser-Keramiken von Leyk, Gessner, Lumodomo ua sind alle wesentlich größer und leuchten nicht durch das Material, nur durch die Öffnungen. Aber Licht an die kleinen Häuser hier gehalten lassen es in bunten Farben je nach Bemalung durch das Material scheinen. Keramik mit hohem Harzanteil stell ich mir vor, hab aber keine Ahnung, war bei Werkstoffkunde immer Kreide holen.
Oder eine der vielen kleinen Keramikmanufakturen im Inselreich ist dafür verantwortlich und der Vorbesitzer hat sie aus dem Urlaub mitgenommen. Das hätte ich auch gemacht, wenn ich sowas in einer Vitrine sehe. Aber dann bleibt nur viel Schönheit und wenig Provenienz. Einen schönen Abend euch.
Moin. Ich würde mal in Richtung erzgebirgischer Weihnachtsberge denken. Gab es vlt auch noch in südlicheren Regionen, ich kenne sie halt aus dem Erzgebirge. Vlt hilft diese Richtung weiter? Mehr kenne ich mich leider mit Immobilien nicht aus - die sind für mich "nur" Deko für die Bahn.