Das wunderschöne Teil entdeckte ich bei Lankes und nahm mir vor es zu ersteigern, 80,00 Euro, so dachte ich, wären dicke ausreichend...
Leider fiel der Zuschlag bei 330,00 Euro und ich konnte es nicht glauben, wollte es aber unbedingt haben und habe abends in der Werkstatt den Anfang gemacht...
Beim Vermessen der Kohlen habe ich eine Kohle zu wenig aufgelegt, so dass der Kohlekasten etwas zu tief ist, gut, macht nichts, ich erfreue mich trotzdem daran. Wenn die Lackierung abgeschlossen ist, dann umso mehr...
Dass die Kohlen beim Kauf teuer sind, hat schon einmal vor vielen Jahren Botho Wagner in einem Beitrag mitgeteilt. Damals habe ich mir vorstellen können, dass man solche Stücke auch schön nachmachen kann einschließlich der beiden Kohlezeichen.
Verrätst Du uns bitte die Maße der Kiste? Wollte ich auch nachbauen, aber an einen so schön geprägten Kistenrand hatte ich nicht gedacht. Wieder ein kleines Meisterwerk von Dir. Bin gespannt auf die Lackierung (mit Angabe der Kohlenhandlung?)
Die erste Lackierung hat nicht gefallen, also wieder abgelaugt, gleichzeitig neue Griffe angelötet, die obere Kante ist gefalzt und die untere ist mit Lot aufgefüllt...
Gemessen sind 42x32x22, aber ich habe vergessen, eine Lage Kohle aufzusetzen, dann müsste die Höhe 28 sein...
Die neuen Griffe sind vorgebogen aus Messingdraht und anschliessend gehämmert, scheint leichte Arbeit, ist es aber nicht...
Langsam entwickelt sich der Kasten als richtige Doktorarbeit, schon wieder ein neuer Griff, der jetzt etwas besser aussieht. Aus dickem Eisendraht, damit der Griff etwas fülliger wird. Alleine der eine Griff benötigte zwei Stunden bei mir, und langsam überlege ich, ob auch der Kasten neu gemacht werden soll, denn er ist um eine Kohle zu flach. Vorerst lasse ich es so, dann ist es eben eine Sonderanfertigung...
Mit der Lackierung wird es wahrscheinlich so sein, dass ich zum ersten Mal mit Spiritusnebel arbeiten muss, das muss ich noch herausfinden...
Man verschätzt sich schnell, wenn es um solche kleine Dinge geht, zuerst der Preis, dann das Nachbauen, alles sollte minimaler ausfallen, ist es aber nicht...
den Kohlekasten habe ich noch nie gesehen, aber er gefiel mir auf Anhieb, obwohl auch ich nicht genau weiss, wo er platziert werden muss, vielleicht vor einem Haus mit Schornstein oben...?
Auf alle Fälle eine göttliche Beilage für die Anlage, unscheinbar und nur für denjenigen bestimmt, der gute Augen hat, weil der Kasten so klein ist. Leider habe ich mich verschätzt im Gebot, und vielleicht hätte ich zocken müssen, aber so ist es auch gut, eine Variante wird auf meiner Anlage stehen...
Soweit bin ich fertig, reines Nitrocellulose kommt in einer Woche drauf, Klarlack, und dann, nach weiteren sieben Tagen, kann ich die Kohlen darin stapeln. Hat mal wieder Spass gemacht, auch wenn es nicht gerade in meinem Zeitplan passte, aber es musste einfach sein...
Ich vermute eine Verwendung zusammen mit Puppenherden. Wenn es denn eine Kohlenbox war. Denn die aus Pappe gepressten Brikett sind frei kaufbares Zubehör gewesen. Es kann sich also ursprünglich auch um eine Obst- oder Flaschenkiste usw. gehandelt haben.
Ich denke auch, daß es sich hier NICHT um Zubehör für die Spielzeugeisenbahn handelt, sondern eher um Zubehör für einen Puppenherd oder eine Puppenstube.
Märklin hat ja auch sehr schöne Puppenherde gebaut. Und Briketts wurden nie in Dampfloks verfeuert! Sie wurden zum Heizen in Wohnhäusern verwendet.
Interessant, dass immer wieder die Anwendung „Kohlekasten“ ins Spiel kommt. Das Original ist innen schneeweiß. Spricht eigentlich für viele Anwendungen außer Kohle… Carsten
genau das ist der Grund warum der neue "Kohlekasten" oder jetzt "Kohlebütt" dunkelgrau gepinselt wurde, mir gefällt der kleine Kasten sehr, so sehr, dass dieser einen Nachbau verdiente um auf der Anlage in einer kleinen Ecke einfach da zu sein...
Es ist Spielzeug, und ich erfreue mich sowieso über die tollen Kleinigkeiten die überall herumstehen, Märklin war schon nicht schlecht mit seinen Ideen und Kibri war einzigartig...