Hallo zusammen, vor einiger Zeit bekam ich eine RS 700 von Anfang 1936 mit hohem Dach und ohne beidseitige Fensterstege aus einem Nachlass. Sie lief nicht und der Fahrwerkrahmen war schon über viele Jahre in mehrere Teile zerbrochen. Ich baute die zerbrochenen Teile aus und war doch etwas erstaunt, dass hier ein Gehäuse aus Messingblech zum Vorschein kam. Eine zweite RS 700 von 1937 mit niedrigem Dach und mit Fensterstegen hat ein Weißblechgehäuse. Auch der zerbrochene Fahrgestellrahmen hat an den filigranen zerbrochenen Seitenteilen erkennbare Messingteile. Ich bekam aus dem Modellbahn Freundeskreis eine funktionierende Wicklung und einen Anker, ein neuer Fahrgestellrahmen wurde auch gefunden. So konnte ich das doch schon sehr alte 00 – Modell wieder reaktivieren, es läuft gut.
Hier einige Bilder: Die Ausgangslage, man erkennt ziemlich viel Bruch am Fahrgestellrahmen
Die filigrane Bruchstelle der Lötung am Anker.
Ich habe keine Lötung an dieser Stelle vorgenommen, sondern habe die Stelle mit einer Klebepaste mit Silberanteil geklebt, der Anker ist wieder voll funktionsfähig.
Alter zerbrochener Rahmen mit Messinganteilen und der neue erworbene Rahmen.
Die beiden Gehäuseseiten mit Dach ...
An den hochstehenden Laschen erkennt man das Messinggehäuse. Bis wann Messinggehäuse bei der RS 700 zum Einsatz kamen, kann ich nicht sagen. Vielleicht kann jemand etwas mehr zu diesen Messinggehäusen sagen?
Das Messinggehäuse zur Passprobe ...
... auf dem neuen Fahrgestellrahmen.
Auch die beiden Vorbauten aus Guss waren noch in Ordnung.
Die fertige, wieder einsatzbare Maschine: Mit Handschalterstellung auf der Rückseite in der Mitte für Stehen mit Licht.
Man erkennt deutlich an den nicht exakt gemalten goldfarbenen Fensterrahmen die Handarbeit an der Maschine.
Hallo Bodo, bei Betrachtung unter meiner langwelligen UV-Lampe und beim Betrachten der Makro Fotos der Seitenteile in großer Foto Auflösung des Lokaufbaus hast Du vollkommen Recht. Es sind unter UV-Licht großflächige Übermalungen zu sehen, auf den Makro Aufnahmen erkennt man, dass eine sehr dünne hellgrüne Farbe auch auf den lithografierten Gefachen am unteren Ende des Gehäuses teilweise erkennbar sind. Die messingfarbenen Laschen erscheinen unter normaler Betrachtung sehr real, aber in der starken Vergrößerung der Makro Aufnahmen entpuppen sie sich als übermalte Goldfarbe, die durch das Abblättern der Goldfarbe in Verbindung mit der grünen Farbe der Laschen unter normaler Sicht völlig real als Messing erscheinen. Erst nach Betrachtung der Makroaufnahmen erscheinen sie als Übermalungen.
Hier einige der UV-Bilder unter langwelligem Licht und Makroaufnahmen der Seitenteile der RS 700:
Ja, habe nach Hans-Gerds erstem Beitrag meine RS 700 aus der ersten Bauserie mit separaten Treppen und genietetem Handschalter unter die Lupe genommen: eindeutig Weißblech. Auch bei meinen späteren Modellen sind die Gehäuse durchweg aus Weißblech. Grüße von elaphos