ich möchte euch nach dem Hersteller dieser Figurenpackung fragen. Ich habe diesen ramponierten Kartondeckel aufgrund des noch schönen Deckelbildes vor etwa 15 Jahren bei einer Hausforschungsarbeit auf dem Dachboden gefunden.
Aufgrund meiner andersartigen Arbeit war es mir leider nicht möglich, den "alten" Müll! zu durchsuchen. Nach meiner Arbeit wurde das Haus abgerissen. Schade um das Haus und den Müll!
Ein Logo kann ich auf dem Deckelbild nicht finden.
Zitat von mitropa im Beitrag #1Ein Logo kann ich auf dem Deckelbild nicht finden.
Hallo Axel, mit dem neutralen Deckelbild alleine werden wir hier nicht zu einem Hersteller finden. Die Händler der Zinnfigurenhersteller waren zumeist auf Neutralität bedacht. Nur bei einigen Akteuren sind Kürzel sichtbar. In diesem Fall allerdings nicht. Die Herstellungszeit dürfte Anfang der 20-iger Jahre sein. Zeppelin, Schiffe, Kanone. Hatten wir hier nicht vor einiger Zeit einen ähnlichen Fall mit neutralem Deckelbild? Auch ein versierter Figuren-Sammler wie Markus kann dieses Bild nicht zuordnen. Viele Grüße Wolfgang
Der Zeppelin ist ein Modell, das es vor/im 1. Weltkrig in Frankreich gab, es wurde offensichtlich am Bug von einer deutschen Kanone getroffen. Nach dem ersten Weltkrirg gab es in der Regel die Luftschiffe in dieser Form nicht mehr, es war offensichtlich ein französisches. Es handelt sich anscheinend um eine Szene um 1914-1917. Wer hat in dieser Zeit, als die Produktion bereits zumindes anfing, auf Kriegsproduktion umzustellen, solch Zinnfiguren hergestellt? Sets mit Themen "moderner Krieg" gab es von Ernst Heinrichsen in Nürnberg. Weitere Kandidaten , die im Krieg derartige Szenen herstellten, waren Heyde (Nürnberg) und Spenkuch (Dresden). Am wahrscheinlichsten scheint mir Heinrichsen wegen seiner häufigen Themen "moderner Krieg". Über Heyde weiß übrigens unser Mitglied Stellwerk recht gut Bescheid. Grüße von elaphos
was ich jetzt herausbekommen habe, ist, dass es sich um ein sehr seltenes Zinnfigurenspiel handelte. Davon muss es mehrere Versionen gegeben haben. Hersteller kann ich aber nicht sagen.
Vielleicht findest Du noch etwas in der Richtung heraus.
#6 Axels Karton ist eindeutig deutsch, nicht französisch. Bei meiner Ansicht von #4, dass es sich am wahrscheinlichsten um Heinrichsen handelt, alternetiv vielleicht Heyde oder Spenkuch, bleibe ich. Darauf wurde bisher nicht eingegangen, obwohl möglicherweise der eine oder andere hier von den genannten Firmen Vergleichssets besitzt..
Es war in der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg (ca. 1900–1910) typisch für Spenkuch, solche dramatischen und technologisch visionären Motive ohne direkten Firmennamen auf der Vorderseite zu verkaufen.
Warum es Spenkuch ist: Fehlendes Logo: Spenkuch-Packungen (oft als „Nürnberger Tand“ bezeichnet) hatten häufig nur die prachtvolle Lithografie auf dem Deckel, während der Herstellername nur auf Preislisten oder der Unterseite vermerkt war. Das Motiv: Die Kombination aus Pickelhauben (Preußische Armee) und Luftschiff-Abwehr war ein Markenzeichen von Spenkuchs „Zeitgeist-Serien“. Er spezialisierte sich darauf, technische Neuerungen der Ära (wie Zeppeline und modernste Artillerie) spielerisch als „Zukunft“ zu vermarkten. Stil: Die farbigen Lithografien auf den Spenkuch-Kartons galten als die künstlerisch hochwertigsten der Branche. Sie sollten Kinder dazu animieren, die „Kriege von morgen" im Kinderzimmer nachzustellen.
Also Spenkuch! Und vor dem ersten Weltkrieg.
Die anderen von mir genannten Firmen hatten auch ihre Firmennamen in der Regel auf den Packungen genannt.
Die KI sagt auch, dass solche Packungsbilder bei Sammlern einen gewissen Wert, allerdings wohl nicht über 80 Euro, darstellen. Sie meint, dass man bei Vermarktung die Begriffe "Georg Spenkuch, Nürnberg" und "lithographierter Kartondeckel um 1910" angeben soll. Sie hat den Zeitraum auf 1908 bis 1912 wegen Farbgebung und Art des Zeppekins eingegrenzt.
mal unabhängig von den konkreten Firmen, der Sachlage und den Aussagen:
Wir hatten hier bereits intensiv über die Frage gesprochen, wie verlässlich KI-Ergebnisse sind und kamen zum Resumé, dass KI-Ergebnisse mit größter Vorsicht zu verwenden sind.
KI-Ergebnisse können einen Hinweis geben, in welcher Richtung man weiter forschen und nach reputablen Quellen suchen muss. Die Google-KI gibt unter dem Ergebnis oft an, auf welchen Grundlagen Aussagen erstellt wurden. Zum Teil werden aber sogar bewusst falsche Ergebnisse, Bilder oder Videos mit Hilfe von KI erzeugt.
Man sollte also niemals sagen: "Die KI hat geschrieben" und dies für die endgültige Wahrheit annehmen.
Die KIs können nur Zusammenhänge herstellen, welche Informationen im Internet verfügbar sind. Die KIs können aber nicht auf Informationen zurückgreifen, die bislang nur in gedruckter Form im Bücherregal stehen. Der Cieslik z.B. oder andere Schriften zu Zinnfiguren sind zu großen Teilen noch nicht digitalisiert.
Zitat von elaphos im Beitrag #10Schien mir aber mit den Begründungen
Lieber Gert, ich widerspreche Dir nur ungern, aber hier muss ich es tun! Der Schein trügt! Das was Dir die KI geliefert hat ist größtenteils falsch. Spenkuch hat generell seine Initialien auf dem Deckelbild verewigt. Ich habe jede Menge Beweise, nachfolgend ein Beispiel einer Packung mit Eisenbahnfiguren.
Es ist nur bedingt zutreffend, dass Spenkuch farbig bedruckte Deckelbilder verwendet hatte. Dies betrifft nur die sehr frühen Kartonagen, bekannt ist mir ein sehr schönes Bild von ca. 1880. Auch die Firma Georg Heyde, Dresden hat ähnliche Deckelbilder mit den Heyde Initialien verwendet. nachfolgend ein Bild von 2 Packungen mit Sitzfiguren, ein Deckel mit, der andere ohne Etikett.
Was die Firma Heinrichsen anbelangt: die haben ihre Figuren in Spanschachteln verpackt, wie übrigens viele andere Zinnfigurenhersteller aus dem Nürnberg/Fürther Raum. Viele Grüße Wolfgang
Diese Packungen sind alle ganz fürchterlich und völlig gefälscht, so dass du diese umgehend entsorgen solltest, bevor du nicht weiter Schaden daran nimmst. Als Fachkraft für Zinnfigurenfälschungen bin ich zertifiziert und kann jederzeit gegen ein geringes Handgeld aktiv werden!