Hi Leute, die Planung geht weiter und das Wissen dazu muss angepasst werden... Da ich eig. DC-Bahner bin, hab ich diese Probleme nicht, sondern andere...
Der angetriebene Fuhrpark wurde erweitert. Statt einer Lok gibts jetzt drei, und deshalb soll ne Anlage mit mehreren elektrisch getrennten Kreisen aufgebaut werden. So weit so gut...
1: Wie gestaltet ihr die Trennstellen zwischen den Kreisen? Nur den Mittelstift am Gleis ziehen oder Unterbrechergleis (Einpolige Trennung) oder Trenngleis (Allpolige Trennung) verbauen?
2: Wie reagieren die 66er Schaltungen beim überfahren der einpoligen Trennstelle von einen in den anderen Kreis? Bocksprünge? Fahrtrichtungswechsel? Abrauchen wegen Überspannung? Sollte man auf Phasengleichheit der Trafos achten? Sind verschiedene Trafos (50VA / 25VA) problematisch?
Die Umrüstung auf DC wäre eine Option, will ich aber erstmal ausschließen. Ich will möglichst mit dem historischen Material arbeiten.
1.: Ich "ziehe" Stifte nicht, besonders nicht welche aus Märklingleisen. Sie lassen sich rausdrehen. Also von manchen Leuten. Ansonsten reicht es, sie neben den Mittelleiter des anderen Gleises zu legen und dazwischen mit Papier, Isolierband o.ä. zu isolieren. Profis machen das mit Z-Stücken, gugstDu alten Märklin-Katalog.
für Betriebsbahner ist es sicher sinnvoll, die Fahrzeuge mit Gleichstrom zu betreiben. Das läßt sich meistens auch einfach bewerkstelligen ohne die Originalität zu verändern. Betriesbahner nehmen immer die Metallstifte heraus und ersetzen diese durch Kunststoffstifte(Abstandskreuze für Kachelfugen).
Zitat von Gotthard W. im Beitrag #2gugstDu alten Märklin-Katalog.
Hallo,
die Z - Stücke werden heute von Praktikern für verschiedene Aufgaben verwendet. Vorgesehen waren sie laut Katalog ausdrücklich für den Bau von Gegenkurven:
Der Katalog sah für Unterbrechungen des Mittelleiters Unterbrecherstücke vor. Hier ist die Mittelschiene etwas kürzer, was einen versehentlichen Kontakt mit der angrenzenden Mittelschiene des folgenden Gleisabschnittes vermeiden soll.
Bei Gleichstrombetrieb mit dem Richtungswechsel über die Polwendung (70er- Schaltung) empfahl Märklin zwischen den Stromkreisen die allpoligen Trennschienen 3620 T.
Hallo Ihr, ich fahre AC. Abschaltbare Gleise sind durch gezogenen Mittelstift getrennt. Stromkreiswechsel zwischen Innen- und Außenkreis (verschiedene Fahrgeräte) nehmen einem die 65er und 66er Loks nicht übel. Sie fahren einfach drüber. Wichtig ist, alle paar Gleislängen einzuspeisen. Das gilt auch für die Masse. Dann färt sich auch 65 und 66er Schaltung ganz entspannt und die Loks schalten auch zuverlässig um, wenn sie sollen.
Aaaaaaahhhh, jetzt klickts langsam. Dafür sind die Z-Stücke... Hab hier nen ganzen Sack rumliegen, und wusste nie, wozu die gut sind. Und JETZT seh ich auch den Unterschied zwischen Z2 und Z4...
ZitatTipp: Strom ist gefährlich, Finger weg!
Hab schon sooo oft am Blitz gelegt, darauf kommts nu auch nicht mehr an. Ne Spaß.... klar, man sollte informiert sein. Das Problem der Rückspannung bei AC ist durchaus bekannt und wird auch beachtet!
Zitat von Eugen & Karl im Beitrag #4allpoligen Trennschienen 3620 T.
Hallo,
damals wurde mit dem Gleismaterial im Spiel pragmatisch umgegangen. Papas Säge und Zange waren griffbereiter als die (teuren) Spezialgleisstücke (Ein ganzes langes gerades Gleis war preisgünstiger als ein kurzes Trenngleis).
Die erwähnten allpoligen Trenngleise 3620 T (bzw. 3630 T bei Modellgleisen) gehören erst zu den Neuheiten des Jahres 1938.
Zuvor wurde auch ganz offiziell gebastelt:
(Märklin Nr. 2753, Die elektrische Spiel-Eisenbahn ihre Arbeitsweise und Bedienung und einiges von ihren Vorbildern, Ausgabe 1937, S. 48)