Ich frage heute auch mal eher allgemein in die Runde.
Es gibt da ein Selbstbauprojekt und ich liebäugle mit einem ETS Antrieb, den ich mir auf Spur 1 umbauen möchte. Das Projekt hat Drehgestelle und kleine 22 mm Räder bei 50 mm Achsstand, so dass ich mit einem fertigen Antriebsblock 247 von ETS technisch gut klarkommen könnte. Bevor ich falsch kaufe suche in weitere Hinweise.
Mir geht es um Erfahrungen mit der Zugkraft, der Belastbarkeit und den tellerförmigen Schleifern im Gebrauch auf alten Tinplategleisen. Gefragt sind kleine Antriebe mit dem modernen Konzept (Freilauf) und Einachsantrieb ohne Kuppelstangen. Ich werde Wagenräder von Zanka verwenden, die haben 3 mm Spurkranzhöhe.
Konkrete Frage: Hat hier jemand ein Fahrzeug von ETS mit so einem kleinen Einachsantrieb (standardmäßig 20 mm Räder)? Die sind in Straßenbahnen und Kleinstloks verbaut.
Könnte man sich zum Thema Zugkraft mal direkt austauschen? Konkret denke ich an einen Versuch, bei dem die Lok mit xy Gramm Gesamtgewicht belastet wird um dann drei angehängte zweiachsige Wagen mit je yz Gramm Gewicht zu befördern. Die Wagen sollen drei weitere nicht angetriebene Drehgestelle in Trieb- und Beiwagen simulieren.
Wie laufen die Fahrzeuge mit einem Tellerschleifer bezüglich Stromaufnahme über altes Gleis, also Märklin Weißblech mit Weichen?
Klären möchte ich vorab wie viele Triebwerke ich kaufen muss. Außerdem haben wir ein vielleicht spannendes Thema fürs Forum.
zur Zugkraft kann ich leider nichts sagen. Aber zum Fahrverhallten auf Märklin Weichen. Einmal habe ich in meiner Bulli-Draisine ein ETS Fahrwerk mit tellerförmigen Schleifern verbaut. Das läuft ohne Probleme. Für einen Zugversuch fehlt da aber Gewicht. Auch hatte ich mal 2 Fahrwerke mit 50 mm Abstand, die ich mal für ein Bastelprojekt mir günstig gebraucht gekauft hatte. Auch diese liefen ohne Probleme. Leider habe ich das Projekt aufgegeben und die beiden Laufwerke schon vor einiger Zeit verkauft.
die meisten ETS-Antriebe haben leider nur sehr wenig "Bodenfreiheit". Ich kenne nur ältere ETS-Antriebe mit Doppelzungenschleifern, welche wegen der geringen Bodenfreiheit sehr wenig einfedern können.
Da bei den alten Gleissystemen (z.B. Märklin) der Mittelleiter deutlich höher steht als die beiden Außenleiter, kann es zumindest in der älteren Variante mit Doppelzungenschleifer dazu kommen, dass der Antrieb aus dem Gleis gehoben wird. Das läuft dann sehr schlecht. Hier musste ich schon umbauen auf Schleiferlöffel, die ich vor und hinter dem Antrieb montiert hatte, um stärkeres Einfedern zu ermöglichen. Das war von ETS nicht gut durchdacht. Ich nehme an, dass sich dieses Problem mit den Tellerschleifern auch nicht verbessert hat.
Ich besitze eine Lok mit Tellerschleifern, wo jedoch weder die Tellerschleifer noch der Antrieb von ETS stammen. Ich kann mit dieser Erfahrung nur sagen, dass Tellerschleifer ganz grundsätzlich genauso gut brauchbar sind wie Mittelschleifer in Löffelform, wenn die Bodenfreiheit vorhanden ist, die auch die normalen Löffelschleifer benötigen.
Das Fahrwerk hat Tellerschleifer wie ich schon schrieb. Kann mal am Wochenende einen Test mit Zusatzgewicht probieren.
Die Tellerschleifer haben leider nur wenig Spiel, so dass sie mein Draisinenbulli z.B. auf Merkur-Neubauschienen fährt, da das Gewicht zu gering ist und die Mittelleiterschiene höher.
Zuzana von ETS schrieb mir heute, dass bei den aktuellen kleinen Triebwerken doch beide Achsen angetrieben sind. Durch innen liegenden Riemen.
Stephan, kannst bitte das Zugkraftexperiment mit deinem Bulli und drei Wagen machen? Die Gewichte gebe ich noch durch. Das wäre wunderbar.
Das Platzproblem mit Tellerschleifern und unseren alten Gleisen sehe ich auch. Aber ich gewinne sogar einen mm durch größere Räder. Wahrscheinlich verlege ich die Schleifer doch ins nicht angetriebene Drehgestell. Das ist sicherer. Nun wo ich weiß, dass doch beide Achsen angetrieben sind, bin ich etwas ruhiger.
Ich habe bei ETS mal ein angetriebenes Drehgestell für eine B-gekuppelte englische Diesellok gekauft. Den innen liegenden Zahnriemen, der beide Achsen antreibt, kann ich bestätigen.
Insgesamt habe vier Loks mit ETS-Antrieben. In einer kleinen Dampflok und einer kleinen Rangierlok sind B-gekuppelte Antriebe verbaut. Dei Loks sind leicht, vier bis fünf zweiachsige Wagen, dann ist Ende. Hängt jedoch auch sehr vonm Gleis ab. Auf dem Hornby Solid Steel Track äuft alles viel besser als auf Hornby Tinplate.
Man sollte jedoch beachten, dass meiner Meinung nach bei ETS die Schleifer relativ tief liegen. Bei kleinern Raddurchmessern kann es bei erhöhten Mittelleiter, besonders an den Weichen, zu Problemen kommen. Eine allgemeine Aussage, wann es zu eng wird, kann man nicht treffen. Muss man von Fall zu Fall sehen.
Wenn nötig, bei ETS anfragen. Technische Fragen über Abmessungen usw. werden schnell und gründlich beantwortet.
Zur allgemeinen Zugkraft, ausser dem oben gesagten, kann ich keine Aussage treffen. Meine Brighton Atlantic von ETS/WJ Vintage, also eine 2-B-1 Schnellzugloklok, ist richtig schwer, und hat wahrscheinlich nicht ohne Grund zwei Motore.
Ja genau. Bernd Thul hat ja nun diese kleinen E-Loks auch in Spur 0 aufgelegt und sie mit ETS-Antrieben ausgerüstet. In Scheyern fuhren sie auf der Hochbahn und hatten nicht viel zu ziehen.
4 x Vierachser, das sind 16 Achsen, das genügt mir aus Aussage. Dann weiß ich jetzt was ich bestellen werde.