Hallo, ich habe ein Gehäuse für eine kleine Bing Schnellbahnlok bekommen. Der Vorbesitzer hat es leider ziemlich versaut, es ist in Gartenzaungrün überlackiert worden. Um die Lok wieder neu aufzubauen suche ich ein paar Fotos von der orginalen Farbgebung und der benötigten Technik. Im Internet finde ich nur Bilder von der späteren Version mit dem großen seitlichen Ausschnitt ohne Fenster.
Hallo Ypsilon, laut Schiffmann sind die Modelle mit den 3 Seitenfenstern alle handlackiert. ein Bild kenne ich, aber das ist leider sehr klein, mehr Details wären besser. Aber zur Not geht das, etwas kann ich mich auch an den lithographierten Nachfolgemodellen orientieren. Hier ein Bild von einer Selzer Auktion.
Die hässliche grüne Farbe wollte ich mir nicht länger ansehen, deswegen war das Gehäuse heute eine Stunde in der Natronlauge.
Vorher:
Nachher:
Jetzt lassen sich die Fehler auch besser erkennen. Die orginalen Befestigungslöcher sind zugelötet und es sind unschöne neue Löcher darunter gemacht worden, allerdings wohl nicht gebohrt, sondern reingeschlagen. Die Türen lassen sich nicht öffnen, trotzden waren da mal Türgriffe dran, diese Löcher sind auch zugelötet worden. Das Dach war selbstgebastelt und auch angelötet. Aber insgesamt halten sich die Schäden in Grenzen, dürfte nicht schwierig werden. Nur vor der Lackierung graut es mir.
Da ein Puffer fehlte und zwei weitere beschädigt waren bekommt sie jetzt neue. Zum bauen einer Gussform wurden erstmal ein paar Lego Teile missbraucht.
Die Form ist jetzt für zwei Sorten der Bing Puffer. Es wird eine zweiteilige Form.
Hallo Claudia, die von Dir gezeigte Lok ist eine extrem seltene. Wenn ich das Gleis richtig deute auf der sie steht, ist das vermutlich eine 26 mm-Lok von Bing, also frühe Tischbahn um 1912. Diese Ellok suche ich schon lange, habe bislang "nur" die Dampfloks und eine Handvoll Gleise bekommen.
Heute wollte ich die Puffer gießen und an die Lok montieren. Dabei gab es aber erstmal unerwartete Schwierigkeiten. Mein Talkuum für die Gussform war alle, also zur Apotheke um neues zu kaufen. Ergebnis in 3 Apotheken nur noch auf Bestellung. Also zum Supermarkt, Ersatzprodukt Babypuder kaufen. Auch bei diesem gibt es nur noch ein Produkt, als meine Kinder klein waren war das noch was ganz gängiges, heute nicht mehr.
Am Ende konnte dann aber doch noch gegossen werden. Jetzt hat die Lok wieder Puffer, allerdings aus Zinn. Das Giessen geht schnell, nur die Bearbeitung dauert lange, der Angusskegel muss erst ab und dann muss das Ende des Puffers auf die richtige Größe für das Loch in der Lokomotive gefräst werden. Lässt sich leider nicht so giessen.
Momentan ist erstmal eine Pause bei der Lok, zum Lackieren ist es noch zu kalt im Bastelkeller und die Teile für den Antrieb sind bestellt. Deswegen sind jetzt diverse Wagen dran. Heute haben zwei Bing LSW Wagen ein paar Ersatzteile bekommen. Es fehlten 4 Puffer, welche durch Nachgussteile ersetzt wurden und 3 Kupplungen mussten erneuert werden. Hier mal eine Stellprobe mit der unfertigen Lok.
Der Motor stammt aus einer Märklin H0 V200 (Nr 3021). Die Räder und die dazugehörenden Zahnräder dafür hatte mir Bernd (Bernd Heiligs Blechle aus dem FAM) berechnet und hergestellt.
Ich konnte es nicht lassen noch eine dieser Loks zu kaufen. Der optische Zustand war zwar erbärmlich, aber der Preis war ok.
Die Farbe war fast völlig verschwunden, die Lok wahr wohl Jahrzehnte falsch mit zu hoher Luftfeuchtigkeit gelagert. Mit Hilfe eines Parfümzerstäubers gefüllt mit Spiritus und vile Zeit kam die Farbe aber wieder raus.
Der Motor wurd kompett überarbeitet und läuft wieder.
Die Lok macht sich gut in der Vitrine und wartet jetzt auf die zweite.
ist echt wieder super geworden. Mit welcher Methode hast Du den Rost von den lithographierten Flächen bekommen, z.B. die Fläche mit der CLR Beschriftung?
Hallo Patrick, der Rost war zum Glück nur oberflächlich auf den Lack gelaufen, das war mit Wasser und Seife problemlos zu entfernen. Das einzig wirklich defekte am Gehäuse waren die Trittstufen, diese waren abgerostet. Diese habe ich nachgebaut.