Im Gegensatz zu den bekannten BR 80 der Firma Stephan ist an diesen Modell sehr viel anders ...vereinfacht ..ein Urmodell??? Rahmen ist ein einen St.Messing gefräßt. Bahnräumer sind Bestandteil des Rahmens Einstiegsleitern sind geschraubt Pufferbohle sind geschraubt Wasserkästen sind aus einen St.Vollmessing Treib und Kuppelstange sind nicht eingefräßt 1.und 2.Achse sind federt übern einen masive Block gefräßt Getriebedeckel ist ein großes gefräßtes St.Messing Rohrleitung untern Führerhaus ist ein Block aus Messing gefräßt Rahmen ist nicht druchbrochen sondern nur angedeutet.
Weitere Unterschiede zur "normalen"80 von Stephan gibts bestimmt noch. Nun ist das großte Rätzel raten angesagt was es mit dieser Variante auf sich hat.
Hallo Tino Wie Du jetzt selbst siehst, gibt es Versionen der Stephan BR 80 ,die Du nicht kennst. Wie ich seinerzeit meinen Bericht über die Restauratiom meiner BR 80 geschrieben habe,hast Du dich vehement dagegen ausgesprochen,daß neine Br 80 blechverkleidete hölzerne Wasserkästen hat. Auch hat dir die Verrohrung misfallen und hast sie als dicke Wasserschläuche bezeichnet. Ich finde leider meinen Beitrag ,trotz langem Suchen nicht mehr?! Die Stephan war nie ein Großserienmodell und es ist sicher so,daß des öfteren kundenspezifische Wünsche eingeflossen sind.
Ich glaube nicht, dass diese jetzt aufgetauchte Lok eine Bausatzlok war ....der Grund dafür ist einfach ...das Material !Kilo weise Messing wurde verballert das macht kein Sinn ,wirtschaftlich der blanke Selbstmord ...dieser kleine Hupfer wiegt unglaubliche 2,6 Kilo!
P.S. Falls jemand ne Idee hat wie die Lok aufzuschrauben geht ich bin ganz Ohr ....und ja es sind Schrauben von unten und vorn zu sehen, aber man bekommt nur teile wie die Pufferbohle oder die Wassekästen oder die Einstiegsleitern ab...aber ins innere? Fehlanzeige.
Nein geht alles nicht.....ich vermute unter den dicken Lagerblöcken der Achse 1 und 2 sitzen Schrauben....aber dazu müßte ich das Gestänge zerlgen und die Achsen rausnehmen und solange kein Grund dazu besteht(Lok läuft ja) lass ich das.
Die Lösung war dann doch recht leicht...einfach die Wasserkästen hinten lose schrauben zur Seite klappen und darunter sieht man dann links und rchts je eine Schraube....
Hallo zusammen, was mir erst heute so richtig aufgefallen ist, auf dem fünften Bild ist auf dem Rahmen und den Deckeln der Achslager gut eine eingeschlagene "3" zu erkennen. Ob es ein Erprobungsträger oder ein Modell der Vorserie ist? Das könnte zumindest eine Erklärung für die gravierenden Unterschiede zur Serienausführung sein.
Hallo Ypsilon, das halte ich für wenig plausibel. Ich habe schon viele Stephan Modelle gesehen und besitze auch eine ganze Reihe, aber an keinem einzigen Modell gibt / gab es irgendeine Nummerierung. Wie Tino bereits bemerkte, diese Lok ist völlig anders als alle (zumindest mir) bekannten 80er von Stephan. Ganz egal ob diese aus einem Bausatz entstanden, oder in der Firma selbst gebaut wurden.
Da kann ich nicht mithalten, denn ich besitze solche Sachen nicht. Ich kann nur sagen, dass diese Art von Nummerierung, zudem noch mit Punkt zur Kennzeichnung der Zahlenrichtung, einfach üblich war (und ist?) für die Kennzeichnung von zugehörigen Teilen (passend gemachten Teilen) in einer Kleinserie. Ich hatte mal ein Hochrad, da waren die Teile einer Seite der Maschine mit 5 und die andere mit 6 gekennzeichnet. Wenn die Lok so sehr vom Stephan-Stil abweicht, dann wäre doch zu fragen, ob dies eine Stephan-Lok ist. Messing biegen und fräsen können auch andere.
Hallo Ypsilon, ich bin da ganz bei dir was die Kennzeichnung einer Klein(st) - Serie angeht. Deshalb ja auch mein Gedanke, ob es sich bei diesem Modell um eine Vorabserie/Erprobungsträger handelt. Denn es ist schon eine Stephan, ich hänge mal drei Bilder zum Vergleich mit an. Zugegeben, die Vergleichslok ist am oberen Ende der damals möglichen Detailierung, durchbrochener Rahmen sowie Kesselringe, Galeriestangenhalter, gefräste Stangen, Verglasung der Führerstandsfenster, Bremsgestänge und Sandfallrohre, aber es gab halt verschiedene Ausführungen was die Ausstattung betrifft. Auch beim Rahmen gab es verschiedene Möglichkeiten, aber bisher kannte ich keinen in so massiver Ausführung. Die sind sonst immer offen ausgeführt und der Antrieb sitzt auf einer Achse.
Hier die direkte Gegenüberstellung :
Das "Supermodell" mit allerlei zusätzlichen Details, hier sticht besonders der durchbrochene Rahmen ins Auge:
Und hier die fragliche in Großaufnahme:
Ich werde mal versuchen an berufener Stelle mehr Informationen zu bekommen, vielleicht lässt sich das Rätsel leichter lösen als gedacht.
Viele Grüße Torsten
PS. Frage an den Admin ob er dieses Thema mit dem Beitrag "Kleine Lok ganz groß" zusammenführen kann, da sich beide Themen sehr gut ergänzen.
Hallo zusammen, die Lösung kommt viel schneller als gedacht......
Vorhin habe ich in alten MIBA-Heften gesucht und bin doch glatt im Heft 13/1949 fündig geworden. So viel Glück muss man erstmal haben!
Es handelt sich um einen Beitrag von Rolf Stephan, den ich hier mal im Auszug zitiere:
"Mein drittes ausgeführtes Modell ist die Verschiebelok Baureihe 80 Gt33.17. Das Modell ist nicht ganz so konsequent modellgerecht wie die 85 ausgeführt. Es ist in Gemeinschaftsarbeit mit meiner mechanischen Werkstatt entstanden und ist das Muster für eine Fertigung, die ich aufziehe. Die Maschine ist, was Kessel mit allen außenliegenden Armaturen und Führerhaus anbelangt, modellgerecht gefertigt. Nur der Rahmen ist aus einem Stück voll gegossen (leider ein nötiges Opfer, um die Maschine nicht zu teuer werden zu lassen). Die Steuerung ist auch wirklichkeitsgetreu, so daß die Lok durchaus, wenn sie auf der Strecke läuft, als Modell anzusprechen ist. An Zugleistung unterscheiden sich die 80 und die 85 nicht viel. Auch diese Lok ist grundsätzlich als Zweileitermaschine gebaut und kann zusätzlich bei Bedarf mit Mittelschleifer ausgerüstet werden. Alle hier geschilderten Loks habe ich erstmalig beim Leipziger Messetreffen im Herbst 1949 einem größeren Kreis von Modellbahnern gezeigt." Zitat Ende.
Darunter ist auch noch ein Bild der Lokomotive zu sehen.
Ist schon toll das so ein Teil nach 72 Jahren wieder auftaucht!
Da kann es nur Beifall geben. Fachliteratur ist eben nur durch Fachliteratur zu ersetzen. Du hast also das Handmuster. Die dritte Stephan von 1949. Was will der Sammler mehr.
Hallo zusammen, manchmal sucht man ja ewig nach einem Modell und dann gibt es so Momente die glaubt man kaum. Kürzlich sind mir gleich zwei Lokomotiven aus der Edelschmiede "Modellbautechnik Rolf Stephan, Berlin zugelaufen. Neben einer T3 eine weitere 80er, diese wurde erst 2005/06 aus einem früher gekauften Bausatz gebaut. Nun habe ich inzwischen drei 80er, und jede ist anders.....
Die Neue, zuerst eine klassische Seitenansicht, leider vertauschte der Erbauer die Anordnung von Eigentumsschild und Lokschild:
Front:
Herrliche Details:
Das Fahrwerk, wie bei Stephan typisch voll gefedert:
Interessant sind die Vermerke des Erbauers auf den originalen Bauplänen. Die Zeichnungssatz besteht immerhin aus 8 Blättern im Format A2/A3/A4.
v.l.n.r. Das Baumuster aus dem Jahr 1949, Modell in der Superausführung (direkt bei Stephan gebaut), Modell aus Bausatz (wahrscheinlich in der letzten Ausführung). Da stehen knapp 6kg Messing...