#1 [Bing] Gleisverbindung von Holzschwelle 19.03.2017 07:17

Guten Morgen zusammen,

in Spur 0 gibt es bekanntlich von mehreren Herstellern Gleissysteme - Bing, Kraus, Märklin u.v.a.m. Die einzelnen Gleissysteme haben unterschiedliche Gleisverbindungen. Bei Bing zum Beispiel gibt es auf einer Kopfseite der Gleise einen Haken. Wenn zwei Gleise zusammengesteckt werden, dann wird dieser Haken in einen Schlitz in der Schwelle des anderen Gleises geschoben und mit einer kleinen "Kurbel" verdreht. Damit sind die beiden Gleise miteinander fixiert. Beim Fahrbetrieb auf diesen Bing-Gleisen habe ich festgestellt, dass diese Hakenverbindung als Fixierung nicht sonderlich fest ist. Mitunter ist durch das Überfahren soviel Bewegung in der Gleisanlage, dass sich die Gleisfixierung wieder lösen kann und die Gleise auseinandergeschoben werden.

Nun meine Frage an die Spur0-Betriebsbahner: Welche Erfahrungen habt ihr mit den einzelnen Herstellersystemen und welches Gleissystem empfehlt ihr aus Sicht eines sicheren Anlagenbetriebes?

Zur Verdeutlichung meiner Beschreibung der Bing-Gleisverbindung hier ein Bild:



Viele Grüße
Christian

#2 RE: [Bing] Gleisverbindung von Kibrifreund 19.03.2017 09:25

Guten Morgen Christian,

als "Betriebsbahner" u.a. auch mit Bing-Reformgleisen, die ja eine andere Gleisverbindung haben, kann ich nur sagen, dass ein sicherer Betrieb ohne die von Dir genannten Probleme durchaus möglich ist, wenn die Gleise mit genügend Vorspannung zusammengesteckt werden.

Auf Deinem Foto ist ja gut zu erkennen, dass gerade die Gleisenden schon deutlich geweitet sind. Dann ist es nicht verwunderlich, dass sich die Gleise lösen. Mit etwas Fingerspitzengefühl kann man auch das Bing Gleis trotz des dünneren Bleches gut in Form bekommen und auch fest zusammenfügen. Die sogenannte "Schienenzange" macht es möglich.

Viele Grüsse.. Michael

#3 RE: [Bing] Gleisverbindung von ypsilon 19.03.2017 10:49

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Ich kann Michael nur zustimmen. Der "Winkel" von Bing wie im Bild ist nicht sicher. Letztlich aber auch hier wie immer - wenn das System 100% gleich ist und gut in Schuß, dann kommst Du auch damit klar. In die Werkzeugkiste jedes Spielbahners gehören daher immer eine Handvoll Gummis. Die ideale Größe und gedeckte Farbe gewinnt man aus alten Fahrradschläuchen.

Bing-Gleise lassen sich auch minimal schlechter montieren als die von Märklin, weil die Stifte nicht angefast sind und zudem alle gleich weit herausstehen. Bei Märklin stehen die Stifte minimal anders heraus und damit lassen sich die Gleise schneller zusammen stecken.
Märklin-Gleise haben den Nachteil, dass sie die falsche Spurweite haben und damit fahren viele Konkurrenzprodukte schlecht bis gar nicht darauf.

#4 RE: [Bing] Gleisverbindung von Holzschwelle 19.03.2017 15:25

Hallo Michael, hallo ypsilon,

Danke für eure Antworten! Ich werde meine Bing-Gleise mal richten und dann Testfahrten machen.

Bisher habe ich nur einige Bing-Gleise. Ich möchte mir aber eine größere Anlage mit Weichen mit Elektroantrieb aufbauen. Fahrbetrieb soll vorrangig mit KB-Loks erfolgen, zum Teil auch mit Bing-Loks Kann man dieses System aufgrund der Spurweite und Gleisverbindung mit anderen Systemen mischen? Geht das insbesondere mit KBN gut?

Viele Grüße
Christian

#5 RE: [Bing] Gleisverbindung von ypsilon 19.03.2017 16:07

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Ja das geht. Kritisch sind die Weichen und Kreuzungen. Du musst die Spurweiten der Räder beachten und ggf. richtig einstellen. Für "richtig" haben sich die Spieler auf ein lichtes inneres Maß 27 mm geeinigt.

#6 RE: [Bing] Gleisverbindung von Gunter H. 20.03.2017 14:43

Hallo Christian,

ich habe etliche Original Bing Gleise in gutem Zustand eingelagert.
Solltest du Bedarf haben, so melde dich kurz.

Grüße Gunter

#7 RE: [Bing] Gleisverbindung von Blech 20.03.2017 16:32

Leute,
nun sollte man aber auch sagen,
dass die Festigkeit der Gleisverbindung mit der Bing-"Kurbel"
nicht mit der Märklin-"Feder" zu vergleichen ist.
Bei einer Permanentanlage ist das schon ein merklicher Unterschied.
Das Bing-System braucht nach einiger Zeit neue Ausrichtung.
Ich habe da so meine Erfahrungen mit Ausstellungsanlagen.
Mit dem Märklin-System hat man solche Sorgen nicht.
Doch gibt es auch ein Aber!
Bei Ausstellungsanlagen arbeite ich bewusst gemischt mit beiden Systemen.
Genau so waren ja auch die Heimanlagen früher aufgebaut.
Denn Tante oder Onkel schenkten preisbewusst lieber Nürnberger Artikel...
Schöne Grüße aus Hessen
Botho

#8 RE: [Bing] Gleisverbindung von ypsilon 20.03.2017 21:47

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Die Bing-Kurbel läuft in zwei Löchern und ist unflexibel. Sonst würde das Prinzip nicht funktionieren.
Märklins Langlöcher sind minimal nicht in der genauen Flucht dieser Kurbel. Da muss man mitunter schon ziemlich zwängen. Das spitze Ender der Bing-Kurbel ist auch nicht freundlich zu den Fingern.
Glücklich wird man nur mit sortenreinem Gleis in gutem Zustand. Das hat seinen, meist zu unrecht verkannten Wert.

#9 RE: [Bing] Gleisverbindung von Blech 21.03.2017 08:17

Ypsi,
richtig, sortenreines Gleis hat seinen Wert.
Nur gab es das in Echtzeit fast nie
-und doch sind die Leute damit zufrieden gewesen.
Also wird es auch heute funktionieren -und das tut es.
Wenn auch die Bing-Verbindungen durchaus "klappriger" sind.
Schöne Grüße aus Hessen
Blech

#10 RE: [Bing] Gleisverbindung von Holzschwelle 21.03.2017 20:34

Guten Abend,
danke für eure Hinweise und Infos! Ich habe heute weitere Fahrtests auf meinen Bing-Gleisen unternommen. Dabei habe ich festgestellt, dass die Bing-Kurbel in umgedrehter (fixierter) Stellung tiefer als die Unterkante der Schwelle ist. Beim Darüberfahren ist dann so viel Dynamik im System, dass die Gleisverbindung (Kurbel) sich löst. So richtig fest wird das wohl nie sein.

Bei Kraus und Bub sind ähnliche Federn wie bei Märklin. Sind die Gleise von Kraus und Bub besser bezüglich der Verbindung?

Viele Grüße
Christian

#11 RE: [Bing] Gleisverbindung von ypsilon 21.03.2017 20:43

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So ist es aber richtig. Durch das Gewicht der Gleise wird die Kurbel fixiert. Theoretisch.
Bub oder Kraus hatten nicht nur die Märklin-Federbügel, sondern (zuvor) auch andere Systeme.

#12 RE: [Bing] Gleisverbindung von HeinzMan 14.09.2018 00:35

Hallo,

genau das interessiert mich auch. Ich habe so einiges an Gleismaterial gekauft. Es wurde kategorisch als Schrott verkauft. Nun ja, es ist ja schon fast hundert Jahre alt.


Zitat von Blech im Beitrag #9
Nur gab es das in Echtzeit fast nie
-und doch sind die Leute damit zufrieden gewesen.


Nur, wie bekomme ich meine Züge damit zum Laufen?

Kann mir da jemand eine Antwort geben?

Ich habe eine einfache ovale Strecke aufgebaut. Sie besteht aus verschiedenem Gleismaterial, vermutlich zwei. Hersteller mir bislang unbekannt. Auffallend ist, sie haben verschiedene Neigungen (Keile). Der Zug dreht, wenn überhaupt nur wenige Runden und entgleist.

Für mich ist es sehr schwer festzustellen, woran es liegt. Ich habe den Eindruck, die Waggons entgleisen beim Übergang zu den einzelnen Gleiskörpern in den Kurven.

Herzlich: Heinz

#13 RE: [Bing] Gleisverbindung von Holzschwelle 14.09.2018 09:40

Hallo Heinz,

ich habe inzwischen einige Erfahrung im Fahrbetrieb gesammelt. Das Fahren funktioniert insgesamt sehr gut. Es sind aber ein paar Kleinigkeiten zu beachten.

Der Fahrbetrieb auf Herstellerreinem Gleismaterial - also keine Mischung - klappt bei mir am besten. Selbst bei ein und dem selben Hersteller gibt es mitunter verschiedene Verbindungsvarianten, z.B. Kraus Fandor. Sortenrein funktioniert gut.

Die Gleise sind inzwischen sehr alt. Es wurde viel damit gespielt, auf- und abgebaut. Dabei wurde mitunter draufgelegt, draufgetreten, gezerrt, gedrückt. Die Gleise sind oftmals verzogen. Einige Gleise sehen einzeln Top aus, nach dem Aufbau und beim Fahren merkt und sieht man die Verziehungen. Solche Gleise müssen für unfallfreies Fahren gerichtet werden. Und dieses Aufarbeiten macht Spaß. Bei einigen Gleisen wird es nicht klappen. Aber es gibt ja genug Ersatzmaterial auf dem Markt.

Mitunter liegt das Entgleisen nicht nur an den Gleisen sondern auch an den Wagen. Auch diese können verzogen sein. Nur ein bisschen bei den Wagen und ein bisschen bei den Gleisen kann in Kombination das Entgleisen herbeiführen.

Ganz wichtig ist - zumindest für den elektrischen Betrieb, das Reinigen der Gleise - nicht nur die Schienenoberkanten sondern auch die Verbindungsstifte. Und beim elektrischen Betrieb bewirken ein paar Einspeisepunkte mehr wahre Wunder. Der Spannungsabfall über die laufenden Meter kann enorm sein.

Ich empfehle dir nach und nach noch ein paar Gleise zuzulegen und schrittweise eine/deine favorisierte Gleisfigur aufzubauen, Gleise richten, testfahren, beobachten, wieder richten, testfahren ... bis es problemlos klappt. Und das wird es dann auch!

Viel Erfolg und viele Grüße
Christian

#14 RE: [Bing] Gleisverbindung von ypsilon 14.09.2018 17:40

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Außer den Gleisen sind mitunter auch die Wagen verzogen. Stelle den Wagen auf eine ebene Platte. Sie dürfen nicht kippeln.
Die Höhe der Kupplungen müssen stimmen. Sonst trägt evtl. der eine Wagen den anderen.
Die richtige Spur muss sein. Das Thema Spurweite ist ein weites Feld. Dazu wurde hier und da schon viel geschrieben.

#15 RE: [Bing] Gleisverbindung von Dieter Weißbach 14.09.2018 18:33

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Hallo Heinz,

wie meine Vorredner bereits schrieben, schrittweise eine Gleisfigur vergrößern und systematisch Testfahrten
machen. Und dann genau beobachten, welche Wagen bzw. sogar welcher Radsatz an welcher Gleisstelle
Probleme verursacht. Wie entgleist der Wagen ?

Es kann sein, dass nur einzelne Wagen Probleme bereiten. Bei diesen Wagen das Fahrwerk genau ansehen.
Wie groß ist der Radinnenabstand, wenn die Räder dicht an die Quetschnasen der Achsen gerückt sind ?
Fällt der Radsatz zwischen die beiden Schienen ? Oder steigt der Radsatz auf und ein Rad rutscht nach außen ?

Genau messen, welcher Radsatz gut durchläuft und bei welchem Radsatz es Probleme gibt.

Ypsilon hat bereits auf die Themen Spurweite (Abstand zwischen den beiden Außenschienen)
und Radsatzinnenmaß (Abstand zwischen den beiden Radinnenflächen) hingewiesen.
Diese Maße müssen sich in bestimmten Toleranzbereichen bewegen. Wenn auch noch Weichen
sicher befahren werden sollen, ist das Radsatzinnenmaß fast noch wichtiger als die Spurweite
(abhängig von der Weichenbauart).

#16 RE: [Bing] Gleisverbindung von HeinzMan 14.09.2018 21:00

Hallo,

vielen Dank für die vielen Antworten.

Das werde ich so machen. Habe schon ein Waggon gerichtet, der hatte inn der Tat einen Schlag.

Der Zug, den ich fahren lassen möchte, ist eine Bing Lok 7101 mit Tender 7820 und Kesselwaggons. Der Tender passt also nicht genau. Der Tender hat eine Feder-Kupplung. Ob der original Tender auch eine Feder hatte, ist mir nicht bekannt. Durch die Feder wird der Tender an die Lock herangezogen. In den Kurven leistet sie aber auch einen gewissen Widerstand. Die Lok habe ich schon in der Werkstatt gehabt. Sie läuft zu meiner Freude einwandfrei.

Heute kamen die Birnchen, die fehlten. Die neuen Birnchen mit E5.5 Gewinde haben leider nicht gepasst und sind aus der Fassung gefallen. Ich musste mit Alu-Folie nachhelfen.

Ich will sie jetzt zunächst mit Tender sicher zum Fahren bringen.

Ich werde mal versuchen Fotos einzustellen.

Ich möchte gerne eine kleine Bahnstrecke mit elektrischen Weichen aufstellen. Doch davon kann ich im Moment erst mal nur träumen. Verschiedene E-Weichen habe ich schon.

Herzlich: Heinz

#17 RE: [Bing] Gleisverbindung von Udo 14.09.2018 21:10

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Hallo, Heinz und die anderen

zuerst einmal ist es schön, dass du hier gelandet bist. Hier geht es nicht so rauh zu wie woanders. Und das mit dem Fahrbetrieb und den Weichen, das wird schon. Nur Geduld. Alles nach und nach. Im Übrigen wird dir hier ja geholfen.

Zu Gleisen habe ich zumindest den Bereich Kraus und Carette etwas erläutert. Auch ohne angemeldet zu sein, kann man das hier lesen:

http://www.altemodellbahnen.de/t41275f27...-identisch.html

Hier wird ganz am Anfang gezeigt und erklärt, wie zwei völlig verbogene Carette-Gleise wieder in Form gebracht wurden. Normalerweise macht man sich bei Gleisen in diesem Zustand keine Mühe, aber weil es hier Carette-Gleise waren, wollte ich diese erhalten. Die bekommt man ja auch nicht jeden Tag.

Es gibt Sammler, die haben sich eine Spurweitenkontrolle gebaut, um zu erkennen, ob die beiden Schienen immer den richtigen Abstand haben. Außerdem ist eines ganz wichtig: Es gibt Gleise, auf die man aus Versehen getreten ist. Dann hat man versucht, sie wieder gerade zu biegen. Wenn man aber mit dem Lineal die Ebenheit prüft, wird man oft feststellen, dass ein Gleis, das dem Auge also ok erscheint, in Wirklichkeit eine Biegung mach unten hat. Man kann diese Biegung rückgängig machen, indem man mit einem Gummihammer gezielte Schläge ausführt. Das ist schon fast ein Abenteuer. Es klappt oder es klappt nicht. denn das Material für Schienen war bei den Herstellern nicht immer gleich. Normalerweise nahm man normalen Baustahl, also entsprechende Bleche. Bekam man aber aus irgendeinen Grund mal höherwertigen Stahl als Restposten usw., griffen die Hersteller von Spielwaren zu. Dann federn die Schienen der Gleise mehr, einmal, wenn man drauftritt, zum anderen aber auch, wenn man mit dem Gummihammer wieder ausgleichen will.

Zudem ist es ganz wichtig, dass die Schienenöffnungen, da, wo der Gegenstift reinpasst, nicht ausgeleiert sind. Nun kann ich, weil ich unterwegs bin, nicht das selbst hergestellte Werkzeug zum Reparieren zeigen, das mache ich am Montag (wenn ich dran denke). Mit diesem Werkzeug kann ich gleichzeitig auch den Schienenstuhl schön gerade bekommen.

Zu den Verbindungs-Bügeln von BING und Co: Das Problem war seinerzeit, dass der Bügel von Märklin durch eine bestimmte Formung und Rundung federnd an dem Schienenstuhl anlag und sich dadurch nicht lösen konnte. War patentiert und konnte von den anderen Herstellern nicht nachgemacht werden.

Zu den Schrägen der Schwellen: Schrägen hatten alle, auch wenn Märklin später die Schräge ganz geschickt kaschiert hatte - die Schwelle sah gerade aus, aber die Schienenbefestigungen rechts und links hatten einen Höhenunterschied von 3 (?) mm. Fällt zuerst einmal gar nicht auf. Schrägen brauchte man, weil beim Fahrbetrieb der Zug aus der Kurve kommend wegen der wegfallenden Reibung auf gerade Strecke eine Geschwindigkeitserhöhung erfuhr, vor allem bei Uhrwerkbahnen, und die nächste Kurve überhöht werden musste, um die Fahrsicherheit zu gewährleisten.

Bei alten Gleisen aus der Zeit der Jahrhundertwende und auch danach ist es oft nicht einfach, sofort zu erkennen, wer die Gleise hergestellt hat. Es gibt zu dieser Zeit bestimmte Merkmale bei den hochgeprägten Buchstaben auf den Schwellen, die den Hersteller erkennen lassen. Später hat Märklin auf die Schwellen sein Märklin-Zeichen hochgeprägt - da ist die Zuordnung einwandfrei möglich. Und es gibt andere Merkmale wie Blechkanten der Schwellen usw. Und noch etwas Lustiges: Um 1900 hat man zumindest im Bereich von kurzen Gleisen die Schwellen teilweise farblich mit einer Art Leuchtfarbe markiert, um erkennen zu können, wie die Stifte eingelötet waren, denn es gab damals verschiedenste Varianten von den Buchstaben A bis F, bis die Wechselstifte (wieder) ihren Weg zum Verbraucher fanden und alles viel einfacher wurde.

Schönen Gruß
Udo

#18 RE: [Bing] Gleisverbindung von HeinzMan 15.09.2018 01:51

Hallo Udo,

vielen Dank für die freundliche Begrüßung.

Zitat von Udo im Beitrag #17
Nur Geduld. Alles nach und nach.

Danke dafür. Ungeduld ist nicht hilfreich. Und im Grunde ist das das Schöne. Eine Reise in die Zeit, in die Vergangenheit. Eine Reise in die Ruhe.

Es ist gelungen.

Die Bing Bahn dreht ihre Runden.

Ich habe immer gedacht: wie langweilig immer nur ein Oval.

Doch ich konnte sehen, welche Ruhe sich einstellt. Die Bahn fährt.

Doch bevor ich vollends ins Schwärmen gerate: Ich habe im Moment noch ein wenig getrickst. Dem Tender, also der Feder, habe ich ein paar Magnete verpasst, um den Abstand zur Lok zu erhöhen. Ich will ja nichts beschädigen oder bleibend verändern. An den Gleisen habe ich herumgebogen, gedrückt und gefingert. Zuletzt habe ich dem letzten Waggon mit zwei Magneten ein Stück Bandstahl als Gewicht und als Schwerpunktverlagerung angeheftet.

Jetzt dreht die Bahn ihre Runden. Wenn ich sie nach vielen Augenblicken nicht mehr beachte und den Raum verlasse, höre ich den Trafo brummen. Kurzschluss. Sie ist entgleist.

Doch zunächst bin ich zufrieden.







Zitat von Udo im Beitrag #17
Nur Geduld. Alles nach und nach.


Herzlich: Heinz

#19 RE: [Bing] Gleisverbindung von Udo 15.09.2018 14:48

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Hallo, Heinz,

genau so muss es sein. Und vor allem: Wenn du am Boden aufbaust, bleibst du länger fit.

Ein schöner Zug von BING. Ich weiß es nicht genau (ich sammle ja hauptsächlich Kraus-Fandor), aber der OLEX-Wagen dürfte nicht so häufig sein.

Viel Spaß für die Zukunft wünscht
Udo

#20 RE: [Bing] Gleisverbindung von HeinzMan 30.09.2018 16:15

Hallo,

mittlerweile ist ganz schön Leben aufgekommen entlang der Bahnanlage, die schnell ausgebaut wurde.



Ich habe KBN elektromagnetische Weichen eingebaut, die ich aufwändig wiederhergestellt habe. Sie waren schon ziemlich ramponiert und hatten wohl die eine oder andere Begegnung mit dem großen Schuh. Jetzt funktionieren sie soweit. Was mir besonders gefällt, sind die beleuchteten Weichen-Laternen, von denen noch eine vollständig ist. Die Laternen erweisen sich aufgrund ihrer bewegten Masse als problematisch. Ich habe lange gesucht, um den Mechanismus funktionsfähig zu bekommen. Die Weichen benötigen einen starken Trafo. Außerdem gibt es beim Überfahren eine Stelle, wo die Lok ohne Stromversorgung auskommen muss.





Um die Weichenstellung zuverlässig umschalten zu können, musste also ein stärkerer Trafo, Bing 80 VA, her. Die Weichen funktionieren jetzt. Aber die Lok kommt nicht gut damit zurecht. Bei der Stellung 16 Volt fährt sie nicht an und bei 18 Volt fährt sie zu schnell und entgleist.

Das hat mit dem kleinen 40 Watt Bing-Trafo besser funktioniert.

Ich werde mal versuchen, den kleinen Trafo für die Bahn zu nutzen und den großen für die Fernsteuerung. Ich weiß allerdings noch nicht, ob es möglich ist, zwei Trafos an einer Linie zu betreiben. Ich muss auf jeden Fall wohl einige Messungen durchführen.



Im Übrigen habe ich mittlerweile mein erstes „Blechspielzeug“ selbst hergestellt. Nach reichlich Recherche über die Bekohlung von Dampfeisenbahnen habe ich gesehen, dass diese zum Teil einfach mit Kohle, teils von einem Waggon aus, teils von der Schüttung aus versorgt werden. Daher habe ich eine Schüttung und eine Ladung Kohle gebastelt.



Jetzt soll die Anlage weiter ausgebaut werden. Ich will versuchen einen Wasserturm zu bauen. Mein roter Lieblingswasserturm von Bing passt im Moment nicht in den Plan.

Außerdem möchte ich gerne die Anlage um einen Hafen erweitern, da es neuerdings einen großen Bing Hafenkran bei mir gibt. Hier fehlt noch die Kaimauer und ein Frachter fehlt auch.

Herzliche Grüße
Heinz

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