#1 Märklin 315/4 aufgewertet von Oxytocin 23.04.2017 23:17

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Moin Altmetallfreunde,

seit einiger Zeit schon sammle ich den Autotransportwagen 315/4G von Märklin - wenn möglich in der Fassung von 1956 mit breiten Vorentkupplungen und Originalkarton. Das ist mühselig, denn der Wagen mit gutem Karton, allen vier Autos dabei und den vollzähligen Klammern geht gerne für 65,- bis 85,- EUR über den Tisch. Zu diesem Preis verzichte ich gerne und begnüge mich mit deutlich kostengünstigeren Konvoluten oder Schrottkauf. So ist es mir schon gelungen, sechs Wagen in der vorgenannten Version, weitere vier als 4613, ebenfalls beladen, jedoch mit Relexkupplung und zusätzliche sechs unbeladene 4612 zusammenzustottern.

Die zehn original beladenen Wagen verwende ich bestimmungsgemäß. Mit den unbeladenen erlaube ich mir aber eine Bastelei. Es gibt schließlich den Weltkugel-Ford von Wiking in mindestens fünf Farben. Diese Autos habe ich bei jeder Gelegenheit billig eingekauft (höchstens 3 EUR). Dazu noch ein paar Minimagnete und zumindest auf dem Oberdeck können die Autos sofort mit den magnetischen Achsen aufgesetzt werden.



Unten ist es nicht ganz so einfach, denn der Zinkdruckguss ist so dick, dass die Kraft der Magnete nicht reicht, um auf den Stahlboden des Wagens zu wirken. Es müssen also magnetische Teile her, die das direkt unterm Auto erledigen. Schnipp schnapp sind alte Trafobleche zugeschnitten - definitiv hoch eisenhaltig und deshalb hervorragend geeignet.



Bis man die Teile alle gerade gerichtet, geknickt und verfeilt hat, gehen schon ein paar Stunden drauf.



Am Ende füllen diese Blechstreifen aber ganz formschön die Aussparungen im Wagenboden aus.



Jetzt müssen sie nur noch blank geschliffen und brüniert werden, damit sie etwas mehr nach Märklin-Werkslösung aussehen.



Der fertige Wagen, bzw. derer sechs, haben noch nicht alle eine Beladung in gleichen Farben, aber das wird schon noch.



Durch die Kraft der Magnete verkeilen sich die Bleche so, dass man glatt einen Looping fahren könnte.



Von den 12M kann ich vor allem noch graue gebrauchen, wie auf den Bildern zu sehen. Nur die patinagrünen wie auf folgendem Bild, finden bei mir keine Verwendung. Der dritte und unten verwendete Farbton heißt kieferngrün. Er ist leicher aufzutreiben. Dennoch ist ab und zu ein patinagrüner Beifang dabei.

#2 RE: Märklin 315/4 aufgewertet von rei800 30.04.2017 19:07

Hallo Anselm,

nachdem ich genügend 315/G alias 4613 angesammelt habe, will ich auch etwas mehr Farbe in den Autozug bringen.
Der Ford 12m 860/4 war jau auch noch in grün und hellrot erhältlich. Leider habe ich bisher keine gefunden, sodass ich auch die Idee mit dem Wiking 12m verfolge und in letzter Zeit ein paar davon beschafft habe.
Die Idee mit den Magneten und den Blechstreifen gefällt mir. Da bestelle ich doch gleich bei dir ein paar davon.

Gruss aus den badischen Gefilden
Rei

#3 RE: Märklin 315/4 aufgewertet von Oxytocin 30.04.2017 19:49

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Hallo Rei,

wenn du mich die Bleche machen lässt, kannst Du das gar nicht bezahlen.

Das ist richtig anstrengend bis die alle fertig sind. Ich würde jedem raten, sich blankes Blech dafür zu beschaffen, weil das Geschleife echt zeitraubend ist. Diese Trafobleche sind mit irgendeinem Rostschutz versehen, der sich nicht mal mit Aceton abwaschen ließ. Also musste die Stahlbürste auf der Proxxon Dienst tun. Das Blech wird dabei derartig schnell heiß, dass man sich leicht die Pfoten verbrennt. Hinterher ist man ja immer schlau.

Das Bild von den fertig beladenen Wagen war irgendwie abhanden gekommen. Hier isses nochmal:



Sorum sind die Autos richtig aufgesetzt. Zumindest, wenn man der Abbildung auf dem Karton glaubt.

Bei den Wagen selbst ist interessant, dass die erste Version von 1956 nur die Bodenöffnungen hat, die ich mit den Blechen abdecke. Neuere Wagen, wohl ab 1957, weisen schon einige Unterschiede auf. Sie haben zwei weitere rechteckige Bodenöffnungen, deren Zweck mir schleierhaft ist:



Außerdem haben sie nicht mehr die breite Vorentkupplung und die Farbe ist rotbraun statt rehbraun. Der gezeigte Wagen ist also gefaked, denn er müsste die moderneren Kupplungen haben. Noch später verzichtete man dann auf die graue Lackierung auf der Wageninnenseite und änderte dann auch noch die Befestigung der Fahrzeuge anlässlich der Verwendung von Wiking-Modellen anstelle der hauseigenen Fabrikate.

Kauft man die Brücke einzeln, kann es passieren, dass man unbemerkt die jüngere Variante erwischt. Sie hat auf der Innenseite der Autoräder senkrecht stehende Blechstreifen, auf die die Wiking-Autos aufgeklemmt werden. Im Wagenboden dieser jüngsten Fassung solcher Wagen sind ebenfalls solche Blecheinsätze, auf die sich Wikinger klemmen lassen. Eine Kombination innen grau gefärbter Wagen mit der modernen Fahrzeugbefestigung ist nicht bekannt.

#4 RE: Märklin 315/4 aufgewertet von tischbahn 06.02.2021 15:02

Hallo Anselm,

es war mir bisher nicht aufgefallen, dass die ´56 Wagen diese rechteckige Aussparung nicht haben.
Also hab ich gleich mal nachgeschaut, wie das bei meinen Wagen ist.
Ich habe auch keinen rotbraunen Wagen gefunden ohne diese Aussparungen im Boden! Bei dieser Gelegenheit, hab ich dann gleich noch
ein "faules Ei" gefunden, denn ein Vorbesitzer scheint schon einmal die Achslagerungen getauscht zu haben. Die Kupplungen waren im ersten Loch befestigt, statt im Zweiten.
Somit rücken die Kupplungsbügel viel näher an den Wagenkasten. Das hab ich jetzt gleich geändert und die Richtigen eingebaut.


Schöne Grüße,
Horst

#5 RE: Märklin 315/4 aufgewertet von tischbahn 06.02.2021 16:56

Hallo zusammen,

ich habe mir mal Gedanken über diese rechteckigen Durchbrüche gemacht und bin zu dem Entschluss gekommen, dass es fertigungsbedingt (Probleme beim Gießen) gewesen sein müssen und somit unbedingt eine Änderung der Form nötig war.

Dazu habe ich mir einen anderen ´56 er Wagen angeschaut, bei dem die Oberseite des Chassis nicht mit einem Aufbau abgedeckt ist, den Schotterwagen 4610. Der hat auch keine Durchbrüche!
Ab 1957 haben aber auch diese Wagen alle 2 rechteckige Durchbrüche durch die Bodenplatte.

Hier im 1.Bild sieht man diese Durchbrüche, durch die beim Schließen der Gussform ein Stempel, also in diesem Fall ein Vierkantstab im Format der roten Rechtecke platziert wird. Dadurch entsteht mit passenden Ausfräsungen auf der Unterseite der Form eine Gusslasche (im 2. Bild gelb), zum Einhängen der Blech-Achslagerung.
Die ´56er Wagen hatten diesen Durchbruch ja noch nicht, also muss, um eine Gusslasche gießen zu können, irgend ein dünnes Blech als Schieber (orange umrandet) unter die dann gewünscht zu entstehende Gusslasche bewegt werden.




Es ist sicherlich schwieriger beim Schließvorgang einer Gussform einen Schieber zu betätigen, als eine Art Stempel zu positionieren.
Außerdem kann dieser Schieber hier ja nur ca. 1mm dick gewesen sein, und hatte daher beim Ausformen sicherlich mehr Probleme gemacht als ein stabiler Stab.

Ich denke, man hatte da anfangs massive Schäden an der Form und hat daher schnell nach einer anderen, vor allem verschleißärmeren Lösung gesucht.

Ciao,
Horst

#6 RE: Märklin 315/4 aufgewertet von Zeitgeist 11.08.2021 21:54

Hallo,
dies ist mein erster Beitrag hier. Ich heiße Hartmut, wohne in Hamburg und bin gerade dabei, meine Modellautosammlung zu reduzieren. Auf das Forum bin ich durch den Thread zum JNF-Mercedes gekommen.

Abzugeben hätte ich ein paar Märklin-HO-Autos:
4 × Ford 12m,
2 × Ford 20m (der graue hat eine rostige Bodenplatte und eine eingedrückte A-Säule),
2 × Mercedes L 3500 (einer ohne Hinterachse).





#7 RE: Märklin 315/4 aufgewertet von mitropa 11.08.2021 22:10

Hallo Heizer,

warum schreibts Du das Dir der Beitrag gefällt. Er hat hier nichts zu suchen! Es wäre schön wenn Du ihm einen Hinweis auf einen eigenen Thread bei den Angeboten gezeigt hättest.

Grüße

Axel

P.S.: Hartmut lass ihn bitte verschieben. Liebe Grüße nach Hamburg und viel Spass hier.

#8 RE: Märklin 315/4 aufgewertet von Zeitgeist 11.08.2021 22:16

Ja, auch gern verschieben.

#9 RE: Märklin 315/4 aufgewertet von Oxytocin 11.08.2021 22:18

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Danke fürs Angebot. Für mich ist das nix. Mein Zug ist fertiggestellt. Weitere Wagen dieser Art hab ich auch mit Postautos besetzt:



Weil mir der Magirus Saturn von Wiking so gut gefällt, hab ich auch ihm einen Zug gewidmet. Die Lok is die kleine Schwester des Bekannten Spur I Modells. Sie fuhr aus Versehen mal vor den Schrumpfomat.




Und für so ein Halteblech für die Märklin-LKW hab ich einen Abnehmer an der Hand, der sich sehr über so ein Teil freuen würde.

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