#1 Anschluss von Moba-Motoren von Oxytocin 02.12.2017 20:12

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Schönabnd,
mit diesem Faden möchte ich triviale und vor allem nichttriviale Anschlussschemata von Motoren in Modellbahnloks sammeln. Querverweise sind natürlich sehr willkommen.

Ab und zu habe ich Schwierigkeiten, eine schematische Darstellung des Anschlusses auf die tatsächliche Situation in der Lok zu übertragen. Das kann mit Ungenauigkeiten der Anschlussbeschreibung zusammenhängen oder mit einer nicht ganz leicht durchschaubaren Platine, wie im Fall der folgenden BR 218 von Fleischmann. Mir ist nicht ersichtlich, was da wie angeschlossen gehört und mein LoPi V4 will nicht mit dem Motor kooperieren.

Solche Dinge lohnt es sich zuweilen zu diskutieren. Mir ist nicht mal klar, wozu diese Steckplatine genau dient. Sie hat rückseitig ein dreipoliges smd-Bauteil drauf, das ich als Transistor deute. Möglicherweise steckt diese Platine falsch herum drauf oder muss auf jeden Fall entfernt werden, wenn ein Decoder zum Einsatz kommen soll. Ich durchschaue jedenfalls den gesamten Motorschild nicht so ganz. In einer etwas älteren Lok war das noch viel einfacher.




ESU bietet das folgende Schaltschema zum LoPi V4 zum download an. Es ist leider nur bedingt hilfreich und enthält auch einen Fehler, denn zumindest bei Fleischmann ist das Lokgehäuse wohl nicht mit den Rädern elektrisch verbunden. Das Symbol links unten deute ich als eine missglückte Symbolisierung eines Rades mit Massekontakt, da ja auch noch ein Schleifer abgebildet ist. Das entspräche tatsächlich meiner Situation von Gleichstrombetrieb mit Mittelschleifer.





Dass es sich um ein nichttriviales Problem handelt und man am liebsten einen Entwickler bei Fleischmann dafür vermöbeln möchte, zeigt dieser Faden bei der Konkurrenz: https://www.stummiforum.de/viewtopic.php?t=118466

Manchmal sind Weiterentwicklungen eben ganz einfach Verschlimmbesserungen. Dann braucht man 20 Seiten Dokumentation, um völlig triviale Dinge zu ergründen. Einen solchen Umgang mit meiner Freizeit verachte ich zutiefst. Wer hat da noch Lust auf Digitalisierung?

Aber Rettung naht: hier sind zumindest die vorzufindenden Zustände in diversen Fleischmann-Loks beschrieben. So macht Dokumentation in meinen Augen Sinn: https://www.stummiforum.de/viewtopic.php?t=79156

#2 RE: Anschluss von Moba-Motoren von elaphos 03.12.2017 15:29

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Die Verdrahtung auf dem ersten Bild sieht mit den unterschiedlichen Kabeln nicht nach Werksverdrahtung aus. Bei Fleischmannloks liegt die linke Bürste normalerweise an Masse. Wenn sie nicht isoliert wurde, gibt es dort einen Kurzschluss. So etwas könnte auch hier Ursache für Funktionslosigkeit sein.
Grüße, elaphos

#3 RE: Anschluss von Moba-Motoren von Oxytocin 03.12.2017 21:43

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Moin Elaphos,

die Verdrahtung ist nicht original, sondern gemäß der Anleitung von ESU entstanden. Ich hatte bei entfernten Bürsten gemessen, ob eine davon Durchgang zur Fahrgestellmasse hat und keinen festgestellt. Die Schrauben, die den Motorschild fixieren, sind jedoch auf Masse. DerLoPi gab ein deutlich vernehmbares Knacksen von sich, als ich nach bestem Wissen und Gewissen einen Fahrtest machen wollte. Ich nehme an, dass er jetzt im Decoder-Himmel ist. Wieder Wasser auf meine Gebetsmühle, dass dieser Elektronikkrempel nur zum Nervtöten gut ist.

Die beiden BR 218 habe ich für einen Schweizer Zug angeschafft, der mir seinerzeit in München als Berufspendler oft begegnete. Den glaubte ich haben zu müssen, als ich mich noch nicht wieder auf Altmetall besonnen hatte. Eigentlich ist das viel zu modernes Zeug für mich. Aber man braucht ja auch was zum Fahren beim MIST1, der nunmal bevorzugt digital Betrieb macht. Evtl. klemme ich der Doppeltraktionslok einfach ein zweites Laufgestell unter und überlasse den Antrieb der anderen. Zwei Decoder auf gleiche Fahrcharakteristik zu justieren, stelle ich mir grausam vor. Das ist einfach nicht mein Hobby, sondern eine Qual. Wenn ich mitrechne, was mich dieser Zug inkl. Beleuchtung bereits an Zeit, Geld und Nerven gekostet hat, dann bereue ich die Anschaffung zutiefst.

Welche Freude ich dagegen an der diesjährigen Rheingold-Blechwagenpackung schon hatte (beleuchtet und mit Figuren ausgestattet), steht in einem Verhältnis, das der Analogtechnik vollen Zuspruch verleiht.

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