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#26 RE: Was wird mal aus meinen Schätzen? von Oxytocin 19.09.2019 21:39

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Ich notiere das Bedürfnis, eine langjährige Sammlung als Einheit zu betrachten und möglichst nicht dem Zerfall zu überlassen.

#27 RE: Was wird mal aus meinen Schätzen? von HeinzMan 19.09.2019 21:40

Hallo,

ich habe heute einen recht langen Beitrag verfasst zu diesem Thema. Aber irgendwie ist er verloren gegangen.

Ein Kick und alles war weg, bis auf zwei Zeilen.

Das soll mir vielleicht ein Zeichen geben. Mich auf das Wichtige konzentrieren.

Liebe.

Liebe zu den Menschen, die mir nahe stehen, die mich lieben, die ich liebe.

Liebe zu den Dingen, die mir mein Leben mit Freude erfüllten, mit Fantasie, mit Lachen und mit Träume.

Liebe zur Verbundenheit.

Vielleicht wäre es eine Idee, einem Menschen ein besonderes Stück aus der Sammlung zu überlassen. Einem Freund, einer Freundin.

So könnte die Sammlung und auch die Liebe zu der Freundin, zu dem Freund, zu dem Menschen, der mich mit Liebe in meinem Leben begleitet hat, erhalten werden.

Erinnerung.

Wir sammeln und lieben alte Dinge aus Blech.

Alle diese Blechspielzeuge tragen Erinnerungen.

In sich.

Mit sich.

Herzliche Grüße
Heinz

#28 RE: Was wird mal aus meinen Schätzen? von B12 19.09.2019 21:49

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Einen Notar braucht es dazu sicher nicht.

#29 RE: Was wird mal aus meinen Schätzen? von HeinzMan 19.09.2019 21:49

Anselm,

das ist kein Problem. Notare stellen ihre Honorare nach Gebührenordnung.

Beispiel: Bing Eisenbahn, Spielzeug aus Blech, beschädigt, vor 2001: 50 Euro*

Da wird sich der Notar freuen ;O)

*Nachtrag: Angegebener Wert

#30 RE: Was wird mal aus meinen Schätzen? von Oxytocin 19.09.2019 21:56

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Nee, das kann nicht die Lösung sein, Heinz. Nicht pro Stück soll der gute Mann bezahlt werden, sondern für die Überprüfung der Unfälschbarkeit der online Karteikarte, indem beispielsweise zwei Autorisierte einen Besitzersechsel beglaubigen müssen.

#31 RE: Was wird mal aus meinen Schätzen? von HeinzMan 19.09.2019 22:07

Anselm,

manche Blecheisenbahn-Romantiker und -Sammler haben Sammlungen und Schätze zusammen getragen, die monetär möglicherweise nicht so bedeutend sind.

Siehe Beitrag #27

#32 RE: Was wird mal aus meinen Schätzen? von Dieter Weißbach 19.09.2019 22:22

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Technischer Hinweis zum Forum

Hallo Heinz,

beim Schreiben langer Beiträge empfiehlt es sich, dies außerhalb des Forums mit einem
einfachen Text-Editor als Text ohne Steuerzeichen zu machen. Textverarbeitungen wie
Word etc. verwenden unsichtbare Steuerzeichen, die gehen nachher wieder verloren.

Im Text-Editor hat man auch eine größere sichtbare Fläche und kann den Text zwischenspeichern.
Wenn der Text fertig ist, wird er in das Forum kopiert.

Wenn man in einem Beitrag viele Bilder hochladen will, sollte man auch nicht zu lange warten,
bis man den Beitrag speichert.

#33 RE: Was wird mal aus meinen Schätzen? von HeinzMan 19.09.2019 23:31

Hallo Dieter,

ich freue mich, Dich bei einem Treffen persönlich kennen zu lernen.

Mir gefällt es in diesem Forum, wie freundliche Worte Hinweise geben.

Vielen Dank dafür.

Der Text ist wieder aufgetaucht.

Was Du nicht kennen kannst, ist meine Vorliebe für viele Themen, die ich verfolge. Fünf Browser-Fenster und 300 Browser-Tabs sind Normalität, oft geöffnet. Machtmal verheddere ich mich darin. Bislang habe ich immer ein Wissen, einen Ausgang gefunden ;O)

Herzliche Grüße
Heinz

#34 RE: Was wird mal aus meinen Schätzen? von Udo 20.09.2019 01:28

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Hab ich mir gleich gedacht, als ich vom verschwundenen Text gelesen habe, dass der wieder auftaucht. Das ist immer so.

Im Übrigen erstelle ich meine Stammtisch-Berichte so, dass ich die Texte gleich zu den hochgeladenen Bildern, hier bei picr.de, schreibe. Also Text und Bildzeile oder mehrere Bildzeilen, dann wiederText usw. Und zum Schluß durchlesen, korrigieren und kopieren und im Maetrix als Beitrag speichern.

#35 RE: Was wird mal aus meinen Schätzen? von Blech 20.09.2019 08:38

Leute,
was Claudia da eben erlebt, ist gar nicht so selten!
Das hatte schon Carlernst Baecker erlebt...und wie!
Er gab einem Sammler und Restaurator einige sehr(!) hochwertige Stücke zur Überarbeitung.
Irgendwie dokumentiert wurde das nicht -es war ja unter Freunden.
Dieser Mann verstarb -und Baeckers Sachen waren in der Erbmasse!
Beweise? Wie? Keine! Alles fort!
Wir sollten uns für solche Fälle besser wappnen.
Ich habe damals, nach der Bäcker-Geschichte, meine Lehren gezogen:
Alles, was das Haus verlässt (Ausstellung, Reparatur), wird mit Fotos und Unterschrift bei der Übernahme dokumentiert!
Das ist auch noch aus einem anderen Grund wichtig:
Nach Ausstellungen kommen oft Teile beschädigt oder gar nicht zurück -was bitte dann?
Das ist mir schon zweimal passiert -also sind Ausstellungen heute für mich Reizthemen.
Denn "das war doch schon immer kaputt..." Nee, war es nicht!
Die Bilder zeigen es. Und die Versicherung des Museums hat kaum noch Ausreden...
Schöne Grüße aus Südhessen
Botho

#36 RE: Was wird mal aus meinen Schätzen? von null.komma.nix 20.09.2019 08:55

Guten Morgen,

eine langjährige Sammlung ist immer das Ergebnis eines - mehr oder minder geordneten - Zusammentragens im Rahmen des Sammelgebietes.
Die meisten Sammlungen werden wahrscheinlich in Ihrer Gesamtheit nicht in dem Zustand sein, wie man sie in Museum sehen würde - im Zustand Neu oder nahezu neu.

Ein Preis ist generell nicht geeigent den Wert eines Gegenstandes abzubilden, aber manche Teile müssen hochpreisig sein - allein deshalb weil sie dann (mehr) wertgeschätzt werden.

Womit wir zum Übergang von Sammlungen kommen.
Man darf es den folgenden Generationen nicht verdenken, dass sie die Sammlungen der Väter/Großväter oder der Vorgenerationen nicht fortführen oder bewahren wollen.
Es war unsere Entscheidung zu sammeln. Genausogut hätten wir uns für Gartenbau, Oldtimer oder ein anderes Hobby entscheiden können.

Wenn eine Sammlung den Übergang in die nächste Generation schafft, wenn Wissen übergeht, kann etwas Größeres entstehen.
Die meisten Sammler hier werden Aufzeichnungen hinterlassen und damit gewährleisten, dass die Stücke nicht im Container enden. Leider passiert das immer noch viel zu oft.
Wohnungen werden aufgelöst und im allgemeinen Entsorgen gehen Einzelstücke mit in die Entsorgung. Ich habe es oft erlebt, dass in einem Haushalt nur eine einzige Lok anzutreffen war.

Ich sehe meine Aufgabe darin Stücke zusammentragen.
Sie sind bei mir aber nur auf Zeit - meiner Lebenszeit und die ist endlich.
Man muss sich vor Augen halten, dass unsere Stücke schon einige Leben vor uns gelebt haben.
Manche werden uns überleben - weiterleben, wenn sich an uns schon keiner mehr erinnert.

Viele Grüße
Stefan

#37 RE: Was wird mal aus meinen Schätzen? von cmnhorsebreeder 20.09.2019 10:39

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Zu den Beiträgen #29 und #30 betreffend Notar.

Jungs,
hier macht ihr einen Denkfehler bzw. seid nicht korrekt informiert.
Ein Notar kann, darf und will nicht den Wert von Sammlungen und Einzelstücken schätzen! Dafür bedarf es eines öffentlich bestellten und vereidigten Gutachters.

Der Notar beglaubigt lediglich, daß die vom Sammler vorgelegte Dokumentation keine formalen Fehler enthält und somit gerichtsfest ist.
Außerdem kann man die Dokumentation beim Notar in Verwahrung geben oder als Teil seines Testamentes verwenden lassen.

Freundliche Grüße von Claudia, die sich vor gefühlten hundert Jahren nach ihrem Abitur zunächst einmal in ein juristisches Studium gestürzt hatte... 😎

@Axel "Mitropa"
Es liegt mit nicht, als Racheengel aufzutreten und einen Sammlerkollegen - bad or good - zu diskriminieren.
Schlechten Stil möchte ich nicht mit schlechtem Stil vergelten. Das hieße ja, mich auf dessen Niveau hinabzubegeben...

#38 RE: Was wird mal aus meinen Schätzen? von Udo 20.09.2019 14:27

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Hallo,

das Problem mit der Restaurierung kann ich bestätigen: Auf dem Frankfurter Blechbahnstammtisch übergab mir einer der Anwesenden eine richtig gute Märklin-Lok so um 1900 nebst einigen Wagen zwecks Restaurierung. Die Lok war aus großer Höhe gefallen und hatte sich ordentlich zerlegt und verbeult. Die Lok ist ganz toll, denn sie wird noch nicht einmal in dem umfangreichen Märklin-Verzeichnis von Alfred Frei abgebildet. Also etwas ganz Besonderes.

Aber es gab kein Übergabeprotokoll, nur eine Visitenkarte (die ich erst jetzt im Karton entdeckt habe) und nur die Frage: Kannst du so etwas machen?

Also, ihr wisst ja, ich möchte alt werden, aber das kann morgen plötzlich anders ausschauen. Und dann gäbe es ein Problem.

Ich mache das im Hinblick auf die hier geschilderten Fälle zukünftig anders: Von der Kellnerin ein Blatt Papier geben lassen, kurz den Inhalt des Kartons usw. draufschreiben, vllt noch einige Fotos, und es gibt für den "Einlieferer" kein Problem mehr.

Schönen Gruß
Udo

#39 RE: Was wird mal aus meinen Schätzen? von Blech 20.09.2019 14:45

Heinz,
in # 31 sprichst du von Schätzen, die monetär nicht von Bedeutung sind.
Okay, dann ist das ja auch nach dem Tod kein großes Thema -könnte man meinen.
Ist es aber, wenn der Sammler seinen Lieben immer wieder von seinen "Schätzen" erzählt hat...
Da liegt der Hase im Pfeffer! Erwartungen werden nicht erfüllt und posthum gibts häuslichen Ärger.
Schöne Zeit!
Botho

#40 RE: Was wird mal aus meinen Schätzen? von Blech 20.09.2019 16:05

Anselm,
"versteckte Merkmale"!
Ich habe mal in einem meiner Bücher folgendes empfohlen:
Im Inneren besonders wertvoller Stücke (meist handlackiert) eine Stelle
mit Spiritus anfeuchten und dann den Daumen abdrücken!
Bei Litho einfach etwas Klarlack (seidenmatt oder matt, ganz nach Bodenglanz) als Basis nehmen.
Funktioniert richtig gut und fällt vorerst gar nicht auf...
Schöne Grüße aus Südhessen
Botho

#41 RE: Was wird mal aus meinen Schätzen? von Udo 20.09.2019 16:29

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Botho, du bist ein Fuchs !

#42 RE: Was wird mal aus meinen Schätzen? von Oxytocin 22.09.2019 12:37

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Wir sehen, dass das Verständnis von Wert eher schwierig monetär abbildbar ist. Der Preis ist nur ein Richtwert, um Ignoranten Respekt vor der Sache einzuflößen. Uns bedeuten diese Dinge etwas ganz anderes. Wir können uns glücklich schätzen, eine Szene von Gleichgesinnten vorzufinden. Da gibt es ganz andere Sammelhobbies.
Wenn man denn schon Gleichgesinnte kennt und in Treffen und Foren verbindet, dann sollte es doch auch bei den Themen, die das Ende einer Sammlung betreffen, Einigkeit geben können. Am Geld liegt es nur zum Teil. Wertschätzung hat eben deutlich mehr mit Sachverstand zu tun. Wir hätten kein Verständnis, wenn ein Scheich, ganz ohne Leidenschaft für die Sache, riesige Sammlungen aufkaufen würde, nur weil er es kann, richtig? Da wäre unsere Sammlerehre durchaus verletzt, nehme ich an.

Dinge anderen zu versprechen - das schließt Wertversprechen an Nachkommen ein - ist ohne Dokumente sehr fragwürdig. Hier wären schriftlich fixierte Anwartschaften hilfreich. Die erwähnten Fälle nicht dokumentierter Leihgaben sind eben nicht nur monetär äußerst problematisch. Wo findet man das Zeug überhaupt noch einmal zu Lebzeiten? Wenn solche Teile wieder auftauchen und sei es auch bei gestohlenen Teilen, dann wäre auch hier ein dokumentiertes Eigentum sinnvoll.
Wie Bodo es beschreibt, ist sicherlich vorbildlich. Nur wie kann man den Aufwand reduzieren? Ich sehe beim Fingerabdruck nur eine Gültigkeit auf Lebenszeit. Ein solcher Stempel sollte auch darüber hinaus nutzbar sein, indem er glaubhaft verbrieft ist. Bei Juwelen ist das seit langem gebräuchlich. Ein virtuelles Bankschliessfach schwebt mir vor, in dem Eigentumsverhältnisse und Zustandsbeschreibungen sowohl individuell, wie auch gemeinschaftlich dokumentiert werden. Ist ein Eigentümer nicht mehr da, kann die Bank auf die Dokumente zugreifen und neue Eigentumsverhältnisse dokumentieren. Das erschwert es zusätzlich unrechtmäßigen Besitzern ungeheuer, ihre Ware wieder lukrativ unters Volk zu mischen.

#43 RE: Was wird mal aus meinen Schätzen? von Oxytocin 22.09.2019 13:07

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Um es zu veranschaulichen, möchte ich mal auf das Thema Oldtimer wechseln. Oldtimer sind nur noch in zählbaren Mengen aufzufinden. Sie sind behördlich erfasst und Besitzverhältnisse werden in der Regel per Vertrag dokumentiert. Anhand der Fahrgestellnummer wird garantiert, dass es sich um das identische Fahrzeug handelt, selbst wenn eine Motornummer inzwischen abweichen kann.
Wir sehen also, wie das Leben des Autos auf dem Papier und in zentralen Registraturen begleitet wird.

Um das nun auch auf die Moba zu übertragen, muss der Aufwand drastisch reduziert werden, denn das will sich keiner in der Weise antun, wie es bei Autos normal ist.

Und wie geht das? Ich hatte die Nutzung fremder Datenbestände als Option der Digitalisierung und die Kennzeichnung von Modellen anhand von QR-Codes schon erwähnt. Ein schlecht zu entfernender kleiner Aufkleber mit dem QR-Code auf dem Fahrgestell jedes würdigen Modells ist in Sekunden per Smartphone gescannt. Jetzt kommt der allgemeine Teil, den es zum Modell zu wissen gilt. Aber hier sind noch keine Merkmale, die das Eigentum kennzeichnen. Das pflegt jeder Sammler in einer zum Modell verknüpften, nichtöffentlichen Akte, die nur im Falle seines Ablebens geöffnet wird. Wer das tun darf/soll, kann im Testament stehen. Ist keiner benannt, tut es die Bank. Nun kann ein neuer Eigentümer gefunden werden, der die private Akte gleich weiter hütet - in der gleichen Bank.

Der Dokumentationsaufwand beginnt nie von neuem, sondern bleibt erhalten und wird treuhänderisch weitergegeben. Wer sich informieren möchte, kann dies in einem öffentlichen Rahmen tun. Zum Beispiel: Wie viele Exemplare dieses Modells sind registriert. Darüber hinaus werden private Einsichten geschützt. Zum Beispiel: Woran erkenne ich, dass das angebotene Modell tatsächlich aus dem Bestand xy stammt. Das muss der Sammler erst verraten, wenn seine Beziehung zum Exemplar freiwillig oder unfreiwillig endet (Entwendung oder Verkauf). Diese „Fahrgestellnummer“ ist komplizierter und besser geschützt als bei Autos. Das ist aber auch gerechtfertigt, weil so ein Modell in eine Jackentasche passt.

#44 RE: Was wird mal aus meinen Schätzen? von cmnhorsebreeder 22.09.2019 13:39

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Zu Bothos Beitrag #40:

Ich habe schon zweimal Stücke gekauft, die vom Vorbesitzer per Fingerabdruck gekennzeichnet waren.
Der Ankauf/Verkauf erfolgte legal und die Herkunft der Stücke - ein Bing Tischbahn Waggon und ein Distler Gebäude - war nachvollziehbar.
Was nun???

Andererseits -
Ich habe aus honoriger Quelle einen seltenen Originalkarton mit JeP Mignon Weichen gekauft. Es ist der einzige Karton, der überhaupt dokumentiert ist, und daher in Sammlerkreisen wohlbekannt. Mir wurde nach der Veröffentlichung meiner Fotos kolportiert, daß dieser Karton irgendwann einmal einem der vielen Vorbesitzer geklaut sein sollte.... Sollte - einen Beweis dafür gibt es nicht! Es hat sich im Laufe der vielen vergangenen Jahre auch kein "Geschädigter" bei mir gemeldet.
Was nun???

Und -
Sollte der Käufer des Nachlasses von Gideon Bachmann meine drei Originalkartons mit JeP Mignon Zügen öffentlich anbieten und verkaufen, was mache ich dann?
Anzeige wegen Hehlerei???? Ich habe die Fotos von meinen Kartons.

Freundliche Grüße von Claudia

#45 RE: Was wird mal aus meinen Schätzen? von Oxytocin 22.09.2019 14:16

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Hallo Claudia,

das ist eben das Problem. Fotos könntest Du von irgendwoher haben. Sie sind kein gerichtsfester Nachweis. Erst, wenn Du etwas an den Kartons als Einzige weißt, das sich nachweisen lässt, kannst Du glaubhaft machen, sie selbst einmal besessen zu haben - oder es existiert ein Zeitdokument an glaubhafter Quelle, das deine Fotos in einen zeitlichen Zusammenhang bringt und Deine Expertise über das betreffende Exemplar unzweifelhaft bestätigt. Hierfür könnte sogar eine Zeugenschaft eingetragen werden, die im Falle eines Gerichtsprozesses in Schriftform belastbar ist. Wer Deine Sammlung zu einem Zeitpunkt x beglaubigt, teilt zwar Wissen über Deine Sammlung, aber hier gilt hoffentlich das schon viel zitierte Vertrauen.

Methoden, um wirklich rare Stücke unverwechselbar zu machen, sollten weiterentwickelt werden. Mir gefällt die Fingerabdruckmethode insofern, dass sie Unverwechselbarkeit garantiert. Dennoch ist sie nach Bothos Ableben nur dann weiter nutzbar, wenn sein Fingerabdruck inkl. Veräußerungsvertrag schriftlich und geheim erhalten ist.

Auf Papier erscheinen mir solche Dinge fürchterlich aufwendig und nicht mehr zeitgemäß. Es gibt die digitale Signatur, die das erheblich vereinfacht und beschleunigt. Selbst wenn viele von uns das nicht mehr auf dem Computer zu bedienen lernen wollen, heißt es nicht, dass es Nachkommenden nichts nützt. Ganz sicher erleben alle unsere Stücke noch Eigentümerwechsel.

#46 RE: Was wird mal aus meinen Schätzen? von sammelwahn 22.09.2019 14:32

Zitat von cmnhorsebreeder im Beitrag #44

Und -
Sollte der Käufer des Nachlasses von Gideon Bachmann meine drei Originalkartons mit JeP Mignon Zügen öffentlich anbieten und verkaufen, was mache ich dann?
Anzeige wegen Hehlerei???? Ich habe die Fotos von meinen Kartons.

Freundliche Grüße von Claudia


Hallo Claudia,
das Problem dabei ist doch, wie kann man beweisen, das die Züge nicht rechtmäßig den Besitzer gewechselt haben.

Ich selber kaufe manchmal Sachen von Sammlerfreunden, allerdings gibt es da nichts schriftliches dazu. Teilweise habe ich auch Modelle getauscht, auch dazu gibt es keinen Nachweis.
Das gleiche ist bei Börsen und Trödelmärkten, da gibt es auch normalerweise nichts belegbares zu.

mit bestem Gruß
Arne

#47 RE: Was wird mal aus meinen Schätzen? von Es(s)bahner 22.09.2019 15:20

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Moin.
Genau das ist das Problem, Fotos o.Ä von den Modellen beweisen nur, daß man sie einmal besessen hat. Es belegt aber nicht, ob sie nicht inzwischen ganz legal verkauft wurden. Hier in Sachsen gab es mal die Möglichkeit, sich Sachen mit einer Prägung als Eigentumsnachweis versehen zu lassen. Hauptsächlich wurde das für die Fahrradcodierung durch die Polizei genutzt. Es bestand aus dem amtl. Gemeindeschlüssel, dem Straßenschlüssel, der Hausnummer und den Anfangsbuchstaben von Vor- und Zunamen. Wird aber heute auch anders gemacht, die Polizei nutzt dazu inzwischen ein anderes System und es wird nicht mehr geprägt, sondern nur noch mit Aufkleber gekennzeichnet. Wie lange Aufkleber dann im Streitfall halten …
Die alte Variante ließ sich auch auf andere Gegenstände als Fahrräder anwenden. Gut, ich würde jetzt nicht zu Einschlagbuchstaben greifen und meine alten Blechbahnen damit bearbeiten, aber da würde sich schon etwas finden lassen. Elektrogravieren vielleicht - da wird die Kennzeichnung mit einem winzigen Lichtbogen kaum fühlbar eingebrannt. Könnte man ja auf der Innenseite an unauffälliger Stelle machen. Das ließe sich dann auch nicht wieder entfernen, ohne Spuren zu hinterlassen. Wenn dann jemand ein solchermaßen gekennzeichnetes Teil erwirbt, braucht er einen Schriftstück dazu. Und sollte man selbst mal umziehen, kann das über das Meldeamt immer noch nachgeprüft werden - kostet dann höchstens eine Kleinigkeit. Wäre vlt. mal ein Ansatz, ohne zentrale Register und den ganzen Datenschutz- und Zugriffsproblemen, die da noch hinten dran hängen.
Ich bringe das Gerät mal zur GHO nach Berlin mit. Wen's interessiert, der kann sich das ja mal angucken und ggf. ausprobieren.

LG Steffen

#48 RE: Was wird mal aus meinen Schätzen? von cmnhorsebreeder 22.09.2019 16:42

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Jungs,

ich schreibe jetzt mal was ganz defätischtisches:

Was ich habe, das habe ich!
Was ich nicht mehr habe, das habe ich verkauft, vertauscht, verschenkt oder es ist mir geklaut worden.... So what?

Was ich hinterlassen werde, geht irgendeinen Weg, den ich dann nicht mehr beeinflussen kann.
Was mir lieb und teuer ist, habe ich beizeiten testamentarisch Menschen vermacht, die ich gern habe!

Größeres Kopfzerbrechen macht mir das ganze Thema nicht.
Ich bin kein Kontrollfreak!!!

Sollten meine Sammlungen (ich habe nicht nur altes Spielzeug) vernichtet werden, so ist auch das der Lauf der Dinge und dem Sammeln immanent.
Der Aderlaß zweier Kriege und Vertreibungen haben so manches Stück in unseren Sammlungen wertvoll gemacht! Und genau so wird sich die Welt und mit ihr die Sammler-Welt immer weiterdrehen....

Oder fallen Euch Eure Erwerbungen vom Himmel in den Schoß???

Freundliche Grüße von Claudia

#49 RE: Was wird mal aus meinen Schätzen? von Blech 22.09.2019 16:47

Steffen -
warum teuer arbeiten, wenn der Daumen ebenfalls den (ehemaligen) Besitzer anzeigt?
Wenn die Sache verkauft worden ist, ist es doch egal mit dem Abdruck.
Denn dann gibts ja keine Zweifel.
Er ist aber nützlich, wenn es um Diebstahl oder Unterschlagung geht -und niemand kennt den Trick.
Dann bin ich im Vorteil -und ich weiß, dass das schon mal bei Gericht geholfen hat!
Deshalb bleibe ich dabei -einfach und gut!
Schönen Abend -den habe ich nach Vettels Sieg!
Botho

#50 RE: Was wird mal aus meinen Schätzen? von cmnhorsebreeder 23.09.2019 00:21

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Ich bin etwas irritiert über einige Aussagen aus Beitrag #36.

Warum äußert sich der Verfasser so abschätzig über Museen?
Es ist einfach unrichtig, daß dort nur neue oder neuwertige Dinge zu sehen sind! Das wäre geradezu kontraproduktiv zum Konzept "Museum"....
Wie viele Museen hast Du denn schon besucht, Stefan?

Und zum Wert und Zustand von Sammlungen bin ich auch anderer Meinung.
Viele, viele von uns Sammlern haben wunderschöne Anlagen, Zusammenstellungen definierter Sammelgebiete, historisch und technisch hochinteressante Stücke! So etwas findet man kaum in Museen. Jedenfalls nicht in dieser Menge und Qualität! Seltene Ausnahmen sind u.a. das Bing Museum von Uwe Groll in Freinsheim und die Sammlung von Spur S Bahnen im Museum von Dieter Häntzschel.

Ich rate Dir, unsere Ausstellungen und Treffen zu besuchen und mehr als nur einen Blick auf die wundervollen alten Spielzeuge zu werfen.
Alle anderen Äußerungen dazu sind nichts als Theorie!!! Kommen, schauen, mitspielen heißt hier die Devise...

Freundliche Grüße von Claudia

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