#1 45 Jahre Gützold BR52 von REHSE 23.10.2014 11:37

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Nu wird der Zwickauer Düsenjet(des Antriebsgeschäuses wegen) auch schon 45 ....Wahnsinn wo ist die zeit hin?
Die Frage ist warum hat man den schon anfang der 70er Jahre fertigen Steifrahmtender denn nun wirklich nicht auf den
Markt gebracht? Das Märchen von nicht passenden Motor kann man der Oma erzählen die die Hosen mit der Beißzange
anzieht.
Ich hatte schon seit mehr als 2 Jahren einen Kohlenstaubwannender rumoxierdiern ,letztes Wochenende habe ich ein
Gützold 52er schon umgebaut mit DDR Steifrahmtender gekauft...ein williges Schlachtopfer und so habe ich das teil völlig
zerfedert neu lackiert das Führerhaus um ein drittel gekürzt und an den schon fertigen Kohlenstoiber Tender die noch fehlende
Tenderbühne aus 12 Einzelteilen im Selbstbau aufgelötet und anschließend farblich der Lok angepasst.

Diese Lokversion ist ja aktuell als Neuheit angekündigt für um die 400 Ocken ,naja
ich glaub nicht mehr dran das die kommt wenn man der Gerüchteküche glauben will.....


Steifrahmtender made in GDR

Aha es passt also kein Motor rein...Hm?? demnach ist das wohl
ne Bockwurscht???

Alle Räder sind mit Haftreifen die Strömlinge kommen von der Lok

Ein aktuelles Bild,Gützold Reko BR52 ca.1-2jahre und ? Bingo das selbe Problem wie schon seit Jahren und das man in Zwickau
standhaft versucht auszusitzen Zahnradbruch bzw.Brößel also ein tehma was immer noch aktuell ist .
gruss Tino

#2 RE: 45 Jahre Gützold BR52 von Ralf 27.10.2014 12:43

Hallo Tino,

schönes Teil. Klär mich doch bitte mal wegen dem Steifrahmentender auf. Das Gehäuse sieht meiner Meinung nach kommerziell gefertigt aus, das Fahrwerk kommt mir so ähnlich vor wie aus einem ME. War die Lok denn nicht schon immer mit Tenderantrieb ? Dann hätte es doch auch einen Antrieb dazu geben müssen. Wie dem auch sei - der macht mich neidisch - den könnte man schön "vertrixen" und eine BR42 anschieben. Mindestens ein Exemplar gab es ja, wenn auch in Österreich (was ja nix prinzipiell schlechtes ist )

Viele Grüße
Ralf

#3 RE: 45 Jahre Gützold BR52 von REHSE 27.10.2014 13:17

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Hallo Ralf ,die 52er kondens wurde mit ziemlicher Sicherheit deshalb gebaut um Deviesen für die DDR
zu erwirtschaften .Die 52er war die erste reine Tenderangetriebene Lok der DDR .Das oben gezeigte Steifrahmtendergehäuse
und die Fahrwerksblenden sind noch zu DDR Zeiten entstanden und irgendwie illegal unters Volk gebracht aber
wie immer nicht für die breite Masse sondern höchstens für die DMVler.
Meiner Meinung nach ist die Beschaffung von "Westkohle" der grund weshalb man die Steifrahmtender nie zu DDR zeiten
offiziell gebaut hat....jaja jetzt kommt bestimmt wieder der große Gützold Fan und sagt ich würde Mist erzählen...Mist erzählt der
der behaubtet in die Streifrahmkiste würde kein DDR Motor passen hahaha selbst der dicke Gützold M6 passt da rein .
Die 52er ist eine ostdeutsche Erfolgsgeschichte gab es doch hier massiv Umbauten bei der DR ,bei der DB konnte man
beizeiten auf die störanfälligen "Billig" Loks verzichten.
Es gibt noch weitere DDR Plaste Steifrahmtendergehäuse die sehen aber anders aus ...irgendwo habe ich noch so ein Ding
rumliegen.
Ich habe auch schon überlegt welche Lok noch mit so einen Steifrahmtender gekuppelt war finde aber kein Bilder im Netz.

gruss Tino

#4 RE: 45 Jahre Gützold BR52 von Ralf 27.10.2014 14:40

Hallo Tino,

danke für die Erklärungen - jetzt habe ich kapiert, wo der Knoten in meinem Hirn war. Was Du da hast ist eine umgebaute Kondenstender Lok. Als Expressler wusste ich nicht, daß die von Gützold ist, weil ja Piko auf der Schachtel steht und ich an die jetzt immer noch erhältliche 52 von Gützold gedacht habe, die es ja mit Steifrahmentender gibt. Habe verstanden. Wenn mich nicht alles täuscht hat Schabbi 2.0 diese Lok auch schon mal mit dem Steifrahmentender vorgestellt Ich habe gerade ein Vorbildphoto eines Umbaus Kondes- -> Steifrahmentender gefunden, praktischerweise kann man die Saugzugturbine vorbildgetreu dranlassen. Hat was.

Im Netz habe ich auf die Schnelle wegen der 42 nur das hier gefunden, also nur ein Modellbild. Ich habe daheim ein Heft über die 42, in dem Bilder (oder ein Bild) einer 42 mit Steifrahmentender drin sind (ist), wie gesagt aus Österreich. Das ist diesbezgl. meine einzige Quelle, was anderes weiss ich daher auch nicht, insbes. nichts über die "frühe Bundesbahnzeit". Wenn es Dich interessiert, würde ich mal meinen Kugelschreiber fotografieren .

Hat das Gehäuse, das bei Dir rumliegt auch Fahrgestellblenden ?

Viele Grüße
Ralf

#5 RE: 45 Jahre Gützold BR52 von REHSE 27.10.2014 16:35

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Hallo Ralf nein Drehgestelle waren zu den gehäuse nicht dazu und finden kann ich das Gehäuse auch nicht mehr.
Der link mit der halben"koni" kannte ich noch nicht,die 42er im märklin....äh...stummiforum sieht nach BR52 kondesfahrwerk
plus Gützold BR42 gehäuse aus.Das mit Piko karton und Gützold Lok als Inhalt muß man sicherlich auch noch in 50 Jahren den
leuten erklären aber auch hier im Osten wissen das auch nur die wenigsten das wie bei Primex wo alles von Märklin ist.
So sah 1969 eine Lok aus die man als "Supermodell" bezeichnet hat.....echte Kreuzköpfe Bremsanlage Tenderantrieb über Kardan
Licht über Prismenblock usw.


gruss Tino

#6 RE: 45 Jahre Gützold BR52 von Ralf 28.10.2014 00:08

Hallo Tino,

die Story, daß nicht alles Piko war, was Piko hieß, kenne ich als interessierter Nicht-DDR-Sammler auch , aber wer nun was genau gemacht hat nicht immer. Aber es gab (gibt ?) noch andere Hersteller der BR 42. Schäm dich, das für 'ne Gützold 42 zu halten - die hat eindeutig keinen Brotan Kessel . Für eine Trix ist sie nicht schön genug, also sollte es eine Liliput sein. Egal, ich hatte das nur mit geschrieben, weil es das einzige Bild zu dem Thema war, das ich auf die Schnelle per Google gefunden hatte und man doch ganz gut sehen kann, wie die Kombi aussieht.

Anbei noch ein das versprochene Bild meines Glasfaserradierers:


Wegen der Zeitschrift habe ich auch noch mal nachgesehen. Im Eisenbahn Journal III/99, "Die BR 42 - Eine Kriegslokomotive" wird über den Einsatz der Loks in Österreich berichtet. Sie waren wohl hauptsächlich auf der Semmeringbahn unterwegs.

Viele Grüße
Ralf

PS: in dem Heft gibt es auch noch das Bild zweier anderer "Exoten": der 42 1894 (Saarland) mit Speichenrad-Vorläufer (aufgrund der Ersatzteillage vor allem für Trixer als vorweisbares Vorbild interessant) und die 43 816 (DR der DDR) mit vorderen Führerhausseitenfenstern und Knorr Vorwärmeranlage.

#7 RE: 45 Jahre Gützold BR52 von REHSE 28.10.2014 08:22

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Ach es geht noch weiter,gestern habe ich bei Drehscheibe online Bilder einer BR55 und BR58 mit Steifrahmtender gesehen,
scheinbar haben die Russen das Ding an die Loks gebammelt um rumzukutschen und die Reparationsgüter einzulesen.

Gruss Tino

#8 RE: 45 Jahre Gützold BR52 von Ralf 28.10.2014 09:17

Hallo Tino,

ist ja interessant, wäre schön, wenn Du mal die links veröffentlichen würdest (auch wenn es langsam OT wird)

Viele Grüße
Ralf

#9 RE: 45 Jahre Gützold BR52 von Fred 28.10.2014 11:42

Hallo Ralf,
Herzlichen Dank fuer das aufschlussreiche Foto des Glasfaserradierers. http://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?17,6022601 meint sicher Tino, aber die die Umbauten treffend bezeichnenden Worte "rangebammelt" und "rumkutschen" kommen nicht daher

Gruss
Fred

#10 RE: 45 Jahre Gützold BR52 von Ralf 28.10.2014 13:38

Hallo Fred,

vielen Dank. Ist ja spannend, was es alles so gab.

Viele Grüße
Ralf

#11 RE: 45 Jahre Gützold BR52 von REHSE 28.10.2014 13:47

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Ralf bau doch mal eine trix BR42 so um das in der Lok kein getriebe und Motor drin ist und von
einen tender angetrieben wird.
Dazu ein Umbau einer Gützold "koni" auf GR ....bitte nicht lachen mein erster Umbau.Jaja
ich habe ja noch jeden Mist da.



Ups im alten Gützold Steifrahmtender ist ja auch noch Platz
für einen dicken Piko Motor .....

...oh schreck hier ist soweing Platz das man sogar alle 4 radsätze
antreiben mußte....den tender habe ich nicht gebaut.

gruss Tino

#12 RE: 45 Jahre Gützold BR52 von REHSE 28.10.2014 13:55

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Es gab auch leute die mit den Kunststoffbomber aus "zwicke" überhaubt nichts anfangen konnten
und so ihre Hobel selbst gestrickt haben.

BR52 GR mit BR50 tender ohne Windfang

Fronttriebler Bauweise wie Onkel G.aus A.

gruss tino

#13 RE: 45 Jahre Gützold BR52 von Ralf 28.10.2014 13:56

Zitat von REHSE im Beitrag #11
Ralf bau doch mal eine trix BR42 so um das in der Lok kein getriebe und Motor drin ist und von
einen tender angetrieben wird.


Hallo Tino,

mit der Idee spiele ich schon wirklich lange, aber für einen Selbstbau des Fahrgestells habe ich zu viele linke Hände und bei dem Gützold Tender ist das Spurmaß so groß, daß eben diese Hände wieder zum Hindernis werden. Die Idee hatte übrigens auch schon jemand und hat sie auch umgesetzt.

Viele Grüße
Ralf

#14 RE: 45 Jahre Gützold BR52 von REHSE 28.10.2014 16:56

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Hallo Ralf ...Spurmaß? etwa der innenabstand zwischen den Räder? denn kann man doch ändern und bei
Gützold lassen sich die Räder problemlos auf der Achse verschieben.Warum gibt es denn bei Trix und Märklin
solche Eierei mit diesen Maß?Bei normalen DC Sachen hört man wenig von Problemen mit diesen Maß allenfalls
bei 2,1mm Schienprofilen im Weichenbereich.
Die 42er im link sieht interesssant aus nur der Lok-Tenderabstand geht garnicht.

Gruss Tino

#15 RE: 45 Jahre Gützold BR52 von Ralf 29.10.2014 10:50

Hallo Tino,

das ist jetzt aber wirklich OT und ich hoffe mal niemand reget sich deswegen auf. Trix hatte am Anfang (1935) die Spurkränze
ziemlich hoch und breit gemacht, weil man sich davon wohl mehr Robustheit versprochen hat. Wegen der breiten Spurkränze
haben die Radlenker der Weichen einen größeren Abstand zu den Schienen, was bei Abbiegen zur Folge haben kann, daß das
äußere Rad zu weit aussen laufen und auf das Herzstück rumpelt kann (und meistens auch wird). Das war schon früh ein
Ärgerniss, weil sich damit der Einsatz von anderem Material auf TE Anlagen verbot. Gerade bei TTR wollte man aber auf
schmalere und flachere Spurkränze wechseln, deshalb hat man auf der Insel die Universalweichen entwickelt. Kannst Du u. a.
hier sehen. Dummerweise wurde von den Dingern aber nicht so viel verkauft, zumindest bekommt man sie schlecht.
Man kann die normalen TE Weichen auch umbauen, wie u.a. hier beschrieben. Wie gut das funktioniert, kann ich aber aus
eigener Erfahrung nicht sagen. Dann gab es da auch noch die Universalweichen von Wrenn, aber die habe ich noch seltener gesehen.
Zu den Themen wurde aber an anderer Stelle auch schon viel geschrieben, deswegen hör ich hier mal auf.

Wegen dem Lok-Tender-Abstand noch: ich glaube (weil ich hier jetzt keine zur Hand habe kann ich nicht nachsehen) das geht
mit der Trix Lok nicht, weil kein Platz unter dem Führerhaus ist. Vergleiche auch mal hier, da gibt es auch einen direkten Vergleich
mit einer Gützold 42.

Viele Grüße
Ralf

#16 RE: 45 Jahre Gützold BR52 von REHSE 29.10.2014 17:29

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Hallo Ralf schöner link mit den vergleichsfoto zwischen Gützold 42 und Trix 42 ....hm...
da tut sich eine Frage auf hat die Trix ein falschen ein BR52 Führerhaus? im gegensatz zu
Gützold ist es kürzer und kürzer das waren doch nur die 52er???Dafür hat die trix den
richtigen Kessel ...könnte man aus beiden eine echte 42er basteln.

Gruss Tino

#17 RE: 45 Jahre Gützold BR52 von Ralf 30.10.2014 14:53

Hallo Tino,

vielleicht ist ja das Füherehaus der Gützold zu lang. Irgendwie mussten die ja auch dieses Monster von einem Motor unterbringen , aber der Kessel passt doch. Vorbild ist die 42 001, die (wie auch die 002) den Brotankessel hatte.Die Trix neben einer Liliput kannst Du hier sehen. So langsam ziehen wir von dem Thread hier aber 10 ab (52 -> 42) und kommen von den "Herstellern der DDR und Berlin" auch immer weiter weg Richtung Österreich ...

Viele Grüße
Ralf

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