heute ist mir aufgefallen, dass bei den Vorkriegsloks mindestens zwei unterschiedliche Farben von Bürstenkappen verwendet wurden. Jeweils goldene Front, die seiten sind dann aber entweder bräunlich oder schwärzlich. Was hat es damit auf sich? Ich dachte erst an die Unterscheidung für Kohle und Bürste, aber bei meinen Loks sind immer zwei gleiche vorhanden...
Dann waren sie aus schwarz lackiertem Messing, teilweise auch schon an der Stirnseite oder auch an den Seiten blank gerieben. Nach dem Krieg waren sie aus brüniertem Messing, z.T. auch schon blank. An einer Lok sollten immer zwei gleichaussehende Kappen verwendet werden.
Daneben gab es auch Formunterschiede im Laufe der Jahre, an denen der Sammler erkennen kann, ob an einer Lok schon getauscht wurde.
Die Bürstenkappen für die 700er Loks waren vernickelt (silbern) mit einem schräg oder gerade gerändelten Ring von 2mm Breite zum besseren Greifen beim Fest- oder Losschrauben. Für die 800er Vorkrigsloks waren die glatten Kappen, wenn sie von außen sichtbar waren, aus Messing geschwärzt, daher dunkelbraun. Die ungeschwärzten blankeren gab es für die Motoren, deren Kappen außen nicht sichtbar waren, wie bei der Drehscheibe 410M, TW 800 und einigen Nachkriegsfahrzeugen wie dem frühen DT800. Als Ersatz gab es in der Nachkriegszeit in der Regel ungeschwärzte Kappen. Wie weit bei der Originalbestückung diese Regel im Einzelfall durcheinander kam, dürfte kaum noch nachzuvollziehen sein, da bei Verlust so oder so nachbestückt wurde. Grüße, elaphos