Neulich kaufte ich mir dieses imposante Gebäude. Weil es schön und groß war. Offenbar stellt es eine "Kraftstation" dar oder gar ein Kraftwerk. Ich vermute, dass ein Schornstein fehlt, der hinten in die rote Ummauerung gesteckt wurde. Das Haus ist aus Blech, hat einen Holzfußboden und englische Beschriftung, wobei die Angabe 60 Hz auf Amerika hinweist. Das "Anno 1910" über der Tür, war das in Deutschland oder englischsprachigen Raum üblich? Bin mir unsicher. Wenn das Haus nicht eindeutig alt wäre würde ich das als kitschiges Retro-Indiz deuten. Übrigens ist das Gebäude zwar lithografiert, aber dennoch zusammen gelötet. Das sieht sehr sauber aus, richtig gut.
Das kann man anhand der Anschlussschilder nachvollziehen: Von 110/220V auf Bahnspannung heruntertransformieren. Ähnliche Power Stations gab es auch bei Lionel und Marx. Bei dieser frühen Variante von Ives musste man noch einen Rheostaten zum Regeln des Bahnstroms anschließen.
Wunderschönes Teil, mich begeistert die Machart der Fenster, obwohl nur zweidimensional erscheinen sie fast plastisch, das und diese Kunst muss ich mir sehr gut merken, klasse, für solche Anregungen sind wir immer offen...Top...!
Ja, bei der Litho habe ich auch an meinen Freund Klaus Blechschmidt mit seinen Häusern gedacht. Er soll ja weitermachen mit diesen Dingen und auch interessantes Zubehör bringen.
Ives. Gut. Dazu habe ich keine Literatur. Weißt du wie der Schornstein aussah?
Den wirst Du als Ersatzteil nicht finden. Ich weiss von keinem Nachbau. Die Ives Power Station ist extrem selten - daher auch der spassige Preis in den USA. Glück gehabt, dass in Europa kein Amerikaner drauf geboten hat.
das kommt darauf an, was du erreichen willst. Meiner Meinung nach ist die volle Funktion noch ungeklärt. Es könnte sich um eine Art Baukastensystem handeln. Wie auch immer die Erkenntnis ausgehen wird. Du wirst es wohl eher nicht in Betrieb setzen wollen?
Ich finde das Gebäude als Ausstattung einer Anlage sehr reizvoll.
Einzelne Schornsteine werden recht teuer angeboten. Ich habe einen als Neubau. Wenn du möchtest, kann ich ihn dir nach Berlin mitbringen.
Herzliche Grüße Heinz
Nachtrag: Natürlich nicht teuer, sondern geschenkt.
Danke. Aber ich will da keinen Aufwand machen. Wenn du genau diesen Ives Schornstein hast, dann würde ich mich über ein paar Maße freuen. Sonst aber habe ich erstens das Ziegelstienblech oder ich nehme einfach glattes Blech und mache den Schornstein schwarz. Das ist ja auch dem Original entsprechend.
Ansonsten ist das ein gutes Versteck für irgendwas, wo keine Kinder ran sollen. Irgendwelche martialisch wirkende Drähte hineinführen und dann heimlich Bonbons bunkern...
Dann müsste der schwarze Kamin für dein Umspannwerk der richtige sein, worauf wartest du noch, gleich basteln, nichts ist schöner als das Teil zu komplettieren, vielleicht ein paar Stunden Arbeit, lohnt sich immer....
@Heinz: Das Haus ist ein Transformatorenhaus wie es sie in den US typischerweise gab. Auch wenn da noch jede Menge Luft drin ist, ist das kein Baukastensystem. Da gehört nur der Trafo rein.
Die Funktion ist mir nicht klar. Laut Schild 105V zu 115V bei 60Hz, wozu braucht man so einen Trafo? Und die komischen Anschlüsse, wovon zwei nach innen an Schraubkontakte, drei nach außen gehen. Die beiden Buchsen oben sind offensichtlich nicht mal gegeneinander isoliert. Wozu sollen sie gut sein? - Alles sehr nebulös. Grüße von elaphos
Irgend etwas stimmt da nicht mit dem Schild: entweder ist ein Strich zu viel und es müsste 105V zu 15V heißen oder ein Komma zu wenig 105V zu 11,5. Die beiden oberen Löcher (keine Buchsen) sind zum Durchfädeln der ummantelten Netzzuleitung, zu sehen in dem Link in #9. Gruß Karl
ich glaube, die 110 V Kabel werden oben durch die Kunststofföse geführt und an den oberen Rändelsdchrauben befestigt. im unteren Anschlußbereich lassen sich dann 2 verschiedene Spannungen aufgreifen.
Ja, das ist logisch, aber wie Karl schon schrieb, scheinen die Spannungsangaben falsch zu sein. Man müsste mal messen, was unten ankommt, wenn man z.B. oben eine Wechselspannung von 20 - 30 V anschließt, wobei man sicherheitshalber am Multimeter mit einer hohen Spannung von etwa 500V anfangen sollte und sich davon schrittweise runtertasten. Wenn die Vermutung 105:11,5V odr zu 15V stimmt, müsste bei 30V unten ein Wert zwischen 3 und 5V ankommen. Da unten drei Anschlüsse ankommen, könnte es sich auch um zwei Spannungen, z.B. 11 und 5V handeln. Könnte auch sein, dass 115V auf 2x5V=10V transformiert werden, worauf das unetre Schild hinweist. Dann müsste man unten zwischen den äußeren Kontakten bei 30V oben gut 3V messen und vom mittleren ("3") zu einem der äußeren jeweils die Hälfte davon. Grüße von elaphos
Wie Mikka schreibt soll es sein. Ich habe auf einem Bild im Netz gefunden wie das angeschlossen wurde. Das Kabel (bei mir verhärtet) lag in dem Haus auch noch bei.
Durch die isolierten Buchsen wird das zweiadrig gedrehte Zuleitungskabel (original ohne Stecker sondern mit Edison-Lampengewinde) geführt und innen angeschlossen. Damit ist auf der Hochvoltseite keine offene Klemme, die berührt werden kann.
Dann werden im Niedrigvoltbereich die zwei Spannungen heraus geführt.
Den Vorschlag von Elaphos werde ich mal anwenden. Mit niedriger Spannung kann nicht viel passieren.