Ah, eine "Super Enterprise"! Die laufen normalerweise gut und ohne Probleme. Als einzige von den B-L Spur 0 Echtdampfern hat diese Lok einen Dampfregler zur Geschwindigkeitsregulierung. Viel Spaß wünscht Karl
Gunter, hast Du mal nachgeschaut, ob Deine neue Lok eine Rahmennummer hat? Müsste im Rahmen über dem Vorläufer in Fahrtrichtung links eingestanzt sein. Es müsste ein Buchstabe gefolgt von 3 Ziffern sein. Daraus kann man so ungefähr das Herstellungsjahr ableiten. Viele Grüße Karl
[Edit] Ich sehe gerade, auf dem Etikett der Schachtel steht was: Y592. Das würde 1945-1950 bedeuten. Geschlitzte Muttern auf den Treibachsen würde auch passen.
ich habe mal die wenigen Funktionsteile beschriftet. Ich hoffe, es ist richtig so. Lt. Verkäuferangaben wurde ein neuer Kessel (Hochleistungskessel) und ein neues Überdruckventil eingebaut. Was mir fehlt, ist eine Wasserstandsanzeige.
S 251 habe ich leider nicht in der Tabelle. Man findet sie in den Lowko News, Vol 24 No 4 November 2014 in dem Artikel von Richard Hughes "The Enterprises - small but significant variants". Gruß Karl
Gunter, bei Deiner Lok ist tatsächlich einiges anders. Mit dem Teil, was Du mit Fragezeichen im Führerhaus beschriftet hast, kann ich auch nichts anfangen. Auch der Öler ist anders. Bei meinen Super Enterprises ist oben vor dem Schornstein ein Einfüll-Loch. Einen Wasserstands-Anzeiger braucht man meiner Ansicht nach nicht. Ich messe das Wasser ab. Ich fülle den Kessel mit 180 - 200 ml Wasser. Wenn Du allerdings einen anderen Kessel hast, würde ich das ausprobieren. Der Kessel sollte ungefähr zu zwei Drittel gefüllt sein.
Es scheint verschiedene Versionen gegeben zu haben. Ich habe 3 Super Enterprises - eine mit Vergaserbrenner, eine mit Dochtbrenner und eine mit einem total falschen, nicht passenden Brenner. Es ist halt immer spannend, wenn man so eine Lok bekommt. Was hat der Vorbesitzer alles damit angestellt, und vor allem: kann man sie zum Laufen bringen?
Ich füge hier mal eine Betriebsanleitung hinzu, ein Faltblatt vorne und hinten. Die Beschreibung gilt für einen Vergaser-Brenner. Du hast einen Docht-Brenner. Viele Grüße Karl
[[File:2023-02-06 19_33_18-Bassett-Lowke Super Enterprise Lok - Faksimile Bedienungsanleitung Broschüre _ e -2.jpg|none|1000px|1000px]]
kablech
hat folgende Bilder an diesen Beitrag angehängt
Jetzt hat es mich doch interessiert und habe mal meine Super Enterprise rausgeholt.
@ Gunter: Ist es Dein erstes Feuerteufelchen? Und was versteht der Verkäufer unter "Hochleistungskessel"? Scheint mir ein normaler Walzenkessel zu sein. Was mir auffällt: in der Rauchkammer ist eine Verlustölschmierung wie bei den Bing-Loks eingebaut. B-L hat bei Mogul, Enterprise, S-Enterprise Verdrängungsöler verbaut.
Was ich an Amaturen sehe: Hebel für Pfeife, Füllstandschraube, Spindelventil für Dampfzufuhr Maschine.
Bei meiner ist die Dampfzufuhr über ein Hebel gelöst, oft wurden die auf feinfühligere Spindelventile umgebaut.
@ Karl: Die Mogul kannst Du auch regulieren über das Umsteuerventil.
So, Testlauf mittels Druckluft erfolgt. Kolben setzen sich schon bei 0,3 bar in Bewegung. Leichtgängig, kein eiern der Achsen/Räder/Gestänge. Geschwindigkeitsregulierung funktioniert Mittels Drehknopf (Bild).Dampfpfeife geht auch, keine Undichtigkeiten festgestellt. Ist meine erste Lok und der Kauf via Internet ist immer mit einem gewissen Risiko verbunden. Mal sehen, wie die Zugkraft ist. Wie hoch ist eigentlich der Betriebsdruck?
Hallo Gunter, Den originalen englischen Text hast Du auch noch? Die Übersetzungsmaschinen sind nicht schlecht, bei manchen Fachbegriffe haperts... Die Maschinen laufen mit typischen < 2 Bar. Daher nimm bitte Nassdampföl.
das ist alles kein Hexenwerk. Allerdings sollte man der Sache mit gehörigem Respekt begegnen. Meine erste Dampflok habe ich nicht selbst in Betrieb genommen. Karl hatte mich nach Vaihingen eingeladen und dort wurde sie von Franz H. in Betrieb genommen. Sie lief gut 45 Minuten. Es ist einem zweiten, auch überdies erfahrenen Dampfer, nicht gelungen, dies zu wiederholen. Es handelt sich um eine Spur I Lok von Bing und ich habe mich noch nicht getraut, sie auf großen Anlagen bei Spielertreffen fahren zu lassen. Und das, wo ich jetzt mittlerweile selbst eine funktionierende Dampflok gebaut habe.
Ich kann sagen, dass es unbedingt erforderlich ist, eine genaue Abfolge bei der Inbetriebnahme von Dampfspielzeug zu beachten.
Heinz, ich gehe da nicht blauäugig ran. Hier in meinem Spielerumfeld gibt es erfahrene „Dampfer“, die jahrzehntelang Erfahrung haben. Ich mache da schon Praxistests.
Dampf ist wohl wie die Sache mit dem Strom und den Trafos?
Was ist zu beachten und welche zaubervollen Abläufe müssen beachtet werden? Ich frage ehrlich, denn ich verstehe es nicht. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich schon mit 10 Jahren an das Thema Dampf heran geführt wurde.
Ktitisch wird eine Dampfmaschine wenn man gedankenlos Spiritus bei brennender Flamme nachfüllt, oder eine zweite Brennerladung macht, ohne Wasser nachzufüllen, wenn man bedenkenlos zugreift und vergisst, dass das Ding ja heiß ist usw. usf. Aber am Ende schadet sich jeder selbst, seiner Familie oder brennt das Haus ab. Mehr kann nicht passieren.
Wie bei jeder unbekannten Sache sollte man in Ruhe und überlegt vorgehen, die Grundkenntnisse der Physik beherrschen und sich ggf. eine zweite Person zum parallelen Denken herbei holen. Dann eben nur mit halber Kraft beginnen, halbe Spiritusfüllung, 2/3 Kesselwasser, reichlich Öl. Und sich freuen wenn das Maschinchen 10 min unter Dampf schafft. Es müssen ja nicht ausgereizte 45 min sein. Wie mit allen Dingen sammelt man Erfahrung und freut sch wenn man dies und das beim 2. oder 3. Mal besser macht.
Zitat von Sackbahnhof im Beitrag #13Hier noch ein Auszug aus dem "Model-Railway-Handbook" von BL (7th Edition, bei der 9., 10. und 15. ist das weniger ausführlich):
Hallo Domenik,
danke für den Auszug aus dem Handbuch. Sehr interessant und lehrreich. Da werden einige technische Hintergründe klar. Wäre es möglich, auch noch die Seiten 22 und 23 abzubilden, denn diese fehlen leider bisher in deinem Artikel.