ich habe mich heute dran gemacht, um eine alte Liliput E18 aufzubereiten. Leider war sie mit einer sehr dicken, türkisgrünen Farbschicht angemalt worden. Ich hatte mich entschlossen, diesen falschen Lack abzubeizen, um sie anschließend neu zu lackieren, in einem möglichst original-nahen grünen Farbton (ähnlich einer meiner Liliput 103).
Doch was für eine Überraschung! Unter dem Lack kam als jüngste Lackschicht ein dunkelblauer Lack zum Vorschein! Dieser Lackauftrag erscheint auf jeden Fall gesprüht. Unter dem blauen Lack kommt dann das Metall.
Gab es etwa die E18 von Liliput original auch in blau? Mir sind grüne und rotbraune Farbversionen bekannt, aber eine blaue habe ich noch nie gesehen. Über jeden Tipp wäre ich dankbar.
bisher war mir ein blaue E 18 auch nicht bekannt, Johannes Reitinger listet auch keine blau E 18 in seinem Liliput Sammlerbüchlein.
Aber Johannes Reitinger listet die Schwedische F 700 sowohl, in braun, grün als auch in blau (!). Auch wenn die F 700 erst ab 1956 angeboten wird und blau eigentlich unpassend für eine F 700 ist so zeigt es doch dass es durchaus Farbvarianten gegeben hat.
In dem Heftchen habe ich auch als erstes nachgeschaut. Ich habe Johannes mal angeschrieben, mal sehen, ob er dazu was sagen kann. Zeitlich würde es ja ganz gut passen, die Bundesbahn lackierte ab 1952 die schnellen E-Loks in Stahlblau.
"Blau ist für die E18 durchaus möglich, vor allem für Modelle die in Schweden (Mecanic) oder Schweiz (Buco) ausgeliefert wurden"
Und jetzt? Neu in grün oder rotbraun lackieren wäre da ja schon fast Frevel.
Mmmmmh. Da ich schon eine grüne E18 habe, werde ich diese wohl blau lassen und den Lack unter Beibehaltung der Reste etwas "pimpen". Dach und Fahrwerk werden auf jeden Fall neu lackiert.
Mal sehen, ob und wann irgendwo eine zweite blaue E18 auftaucht. ;-)
blau "etwas pimpfen" ist extrem schwierig. Das Nachmalen in Blau ist kaum möglich, weil man es kaum schafft, den gleichen blauen Farbton anzumischen. Ich würde empfehlen, die Lok insgesamt in Blau neu zu lackieren. Oder man schafft es wirklich, genau den blauen Farbton zu treffen.
Udo, da hast Du wohl etwas falsch verstanden. Wenn dieser Farbton bei dieser Lok eine Besonderheit darstellt, dann sollte man hier gefälligst nichts ändern, also wie es Klemens auch beabsichtigt. Er meint hier: etwas aufhübschen, also säubern, den Lack etwas polieren, aber nix bepinseln. So, wie ich dies in meinen einschlägigen Beiträgen beschrieben habe. Eine neue Lackierung bedeutet hier: Verlust der originalen Substanz und somit auch Wertverlust. Viele Grüße Wolfgang
wenn der Begriff "pimpfen" so gemeint ist, wie Wolfgang es beschreibt, ist das natürlich etwas anderes. Eine Lok, die sauber aussieht und an der verbogene Teile usw. gerichtet werden, ist schon in Ordnung, auch wenn es Lackmängel gibt. Ich habe feststellen können, dass alleine die Säuberung und auch Richtarbeiten einen enormen Einfluss auf die Schönheit eines Objekts haben können.
ich bin da auch eher ein Originalheimer. Insbesondere bei einer seltenen Farbe würde ich diese als solche erhalten, neu lackiert geht der Beleg und die hitorische Bedeutung verloren.