Hi Leute, ich wollt mal fragen, ob schon mal jmd. ne fahrtrichtungsabhängige automatische Beleuchtungsumschaltung bei 66er Modelle realisiert hat. Bei 700er ists ja nicht das Problem, aber bei Wechselstrombetrieb würde mich das schon mal interessieren.
die 66er-Schaltung schaltet die Bürstenanschlüsse um. Ein Anschluss liegt dabei jeweils auf Masse, der andere liegt hinter der Feldspule. Bei Umkehr der Fahrtrichtung wird dies vertauscht.
Man kann nun beide Glühlampen von ihrer Dauerversorgung durch den Mittelschleifer abtrennen und eine Glühlampe an den einen Bürstenanschluss, die andere an den anderen Bürstenanschluss schalten. Damit wäre die richtungsabhängige Beleuchtung realisiert.
Nachteile: 1) Die Glühlampen leuchten etwas dunkler. 2) Die Helligkeit schwankt in Abhängigkeit von der abgeforderten Motorleistung bis hin zu einem gewissen Flackern. Bei thermisch trägen Glühlampen fällt dies weniger auf. 3) Das Feld des Motors wird durch den zusätzlichen Lampenstrom verstärkt, womit die erzielbare Endgeschwindigkeit etwas sinkt.
Jetzt muss ich nochmal überlegen, um das zu verstehen... Hab das Schaltbild grad vor mir liegen... Der Umschalter verbindet immer den mittleren Kontakt mit einen der äußeren, und der andere Äußere wird auf Masse gelegt... Da die Feldspule aber zwischen Schleifer und Umschalter liegt, läuft der Lampenstrom immer durch die Spule...
Ich überlege nur grad, ob das ganze für Umschalter, Spule oder Anker schädlich sein könnte, aber außer dem nocht auf den Anker abgestimmten Magnetfeld durch den höheren Feldspulenstrom fällt mir nix ein... Man sollte keinen Kurzschluss machen, das würde dem Umschalter nicht gefallen. Aber sonst... Wenn man an den gut funktionierenden Umschalter nicht ran will, könnte man den Strom an den Bürsten abnehmen... Masse kommt normal übers Gehäuse...
Warum hat man eig. für Licht und Motor getrennte Schleifer genutzt? Warum sind die nicht zusammen geschalten?
Das Märklin Krokodil CCS hatte diese Schaltung. Ich habe eben im 1937er Katalog nachgeschaut. Dort steht es zwar nur für die Spur 1, aber die lief auch nur mit der 66er Schaltung. In Spur 1 gab es ein rotes Rücklicht und das wechselte mit der Fahrtrichtung. Steht im Katalog, muss also stimmen.
In Spur 1 sind die Wicklungen aber auch etwas größer als in 0. Vielleicht spielt das eine Rolle. Zum Einsatz dürften aber auch nur ganz normale Lampen gekommen sein. Mach doch mal bitte ein Schaltbild. Darüber debattiert es sich besser. Vor allem wie das wechselnde Licht bei der CCS gemacht wird. Also in Fahrtrichtung 2x weiß vorn UND 1x rot hinten. Andersrum dann wechselnd. Beim Schreiben fällt mir ein, dass das wahrscheinlich nur bei der zweimotorigen Variante geht. Der eine Motor steuert die weißen, der andere die roten Lampen.
Schaltbild ist Problematisch, da ich jetzt nicht wüsste, wie ich schematisch den "doppelten" Umschalter mit Motor darstellen sollte. Ich hab auch nichts im Netz gefunden, wo ich drauf aufbauen könnte.
Aber im Grunde ist es tatsächlich recht einfach, wenn ich so überlege, und funktioniert auch mit jeder einmotorigen Lok.
Der Lichtstrom wird einfach an den Bürsten abgegriffen. Bürste 1 = Spitzenlicht UND Rücklicht Fahrtrichtung 1 Bürste 2 = Spitzenlicht UND Rücklicht Fahrtrichtung 2 Da die Lampen ja gegen Masse geschalten sind, und eine Bürste über den Umschalter immer auf Masse liegt, leuchtet nur ein Lampensatz für eine Fahrtrichtung, (Masse + Masse = Kein Stromfluss) sofern der Gesamtwiderstand der Lampen kleiner ist, als der des Ankers. Du hast letztendlich nur ne Reihenschaltung von Feldspule und 2-3 parallel geschalteten Glühlampen (Fronz/Schlusslicht), die parallel zum Anker des Motors laufen.
Edit: Hab doch mal bissl nachgedacht und n Bild gemalt...
"Der eine Motor steuert die weißen, der andere die roten Lampen."
Das ist für die 66er-Schaltung mit 2 Motoren ohnehin ein Denkfehler. Auch die zweimotorige CCS hat nur einen 66er-Schaltapparat, der beide Motoren parallel ansteuert, weil man bei zwei solchen Schaltapparaten Gefahr liefe, dass diese aus dem Tritt fallen und dann gegeneinander arbeiteten.
Die Schaltung von Andy ist absolut richtig. Bei der zweimotorigen Version, müsste man sich nur 2 Felder parallel zueinander vorstellen sowie auch 2 Anker (via 2 Bürstenbrücken) parallel zueinander.
Dann entsteht ein Stromteiler immer über die Lampen und parallel über den Anker. D.h. die Spannung teilt sich immer sozusagen "hinterm Feld" über Lampen und Anker. Im Fall der CCS über drei Lampen, bei einfachen Loks über zwei Frontlampen.
Wer kann das mal ausrechnen bzgl. der notwendigen Werte der Lampen?
meine Idee zur Beleuchtung in beide Fahrtrichtungen ist die mechanische Umschaltstange der 66er Schaltung zu benutzen, sie muss ohnehin betätigt werden. Dort könnte man einen Umschaltkontakt in Form eines kleinen Schalters gegen das Gehäuse der Lok zu installieren. Es braucht dann nicht in die elektrische Umschaltung des Motors mit allen dadurch entstehenden Nachtteilen eingegriffen zu werden.
Außerdem scheit mir der Aufwand wesentlich geringer zu sein.