Vor zwei Tagen besuchte mich Udo und brachte drei Wagen von Kraus Fandor mit, sie gefielen mir sehr und die Wagen bleiben also hier. Heute erreichte mich die Keiser RE 4/4 die unbedingt zu den Wagen gehören sollte. Die Lok braucht jedoch etwas Aufwendung was auch kein Problem wäre, doch eines beschäftigt mich, sie muss ca. 5mm höher "aufgebockt" werden. Zwar läuft sie gut in den Märklin 12er Kreis, die Höhe könnte ruhig an den Wagen angepasster sein ausserdem erscheinen mir die Drehgestelle als zu flach und zu versteckt in dem Gehäuse...
Die Räder haben sehr schmale Spurkränze und sind für die Keiser Gleise ideal, die Märklin Gleise sind oben etwas abgerundet, da kann es schon möglich sein dass eine Weiche geradeaus gefahren wird obwohl die Weiche abzweigend ist.
Noch habe ich sie nicht geöffnet aber man kann schon von aussen erkennen dass Bastler darin ihr Unwesen getrieben haben, das aber lässt sich sicher gut beheben. Beide Motoren laufen und ziehen satte 2.000 Gramm...
wenn eines Tages das Gehäuse abgebaut ist werde ich weirere Bilder machen, und ich habe weirere Fragen...
Die RE 4/4 ist jetzt um 5mm höher, geschafft durch Tausch der vier Messingringe von der Oberseite auf die Unterseite, mehr war nicht nötig...
Dadurch wirkt die Lok nicht so geduckt und passt sich auch besser den nachfolgenden Wagen von der Höhe gut an. An der Lok muss ich aber noch einiges reparieren, die Verkabelung sieht nicht gut aus, gelbe und rote Kabel fallen sofort durch die Fenster auf, sie müssen ersetzt werden, und überhaupt die Lötungen sind wackelig, Klebeband sollten die gelöteten Kabel sicher halten. Wir kennen mittlerweile Schrumpfschlauch, das ist besser...
Aber sie fährt und schaltet...
Ich möchte den Lichtwechsel irgendwie einbauen, ich glaube mit Dioden geht das ganz gut und einfach, ausserdem soll ein Gleichrichter hinein, dazu die Frage... Für jeden Motor einen oder geht es auch zusammen...?
Hallo Georg, wenn Du den von mir gezeigten Gleichrichter (s. Thread von Iwan) nimmst, sollte es klappen, denn der kann bis 4Ampere aushalten. Bei plus / minus musst Du aufpassen, dass die Motoren nicht gegeneinander / voneinander weg laufen. Zumindest bei Märklin H0 waren die Drehgestelle gleich und damit das Motorschild einmal links und einmal rechts in Fahrtrichtung gesehen. Wenn Du die Anschlüsse dort identisch machst, hast Du diesen Effekt. Viele Grüße nach Köln von Gunter L
Das passt jetzt super gut und plötzlich entsteht ein wunderbarer Zug. Ein Pantho fehlt jetzt, der muss repariert werden, die Aufhängungen sind abgebrochen. Das sind aber jetzt Aufgaben die ich viel später erledigen werde, auch die GR, wichtig war für mich vorerst der Gesamteindruck...
Zwei Schlafwagen von Kraus Fandor sind dabei, die Wagen haben Inneneinrichtungen, es sind nur Sitzreihen vorhanden die aber höhere Lehnen haben, ich kann mich erinnern dass diese Wagen von Bing sehr ähnlich waren und man konnte zwischen den Sitzen eine Art Brett auflegen und dann die Matraze mit Decke, und entlang des Ganges war ein langer Vorhang...
Hat zufällig jemand ein Bild davon, dann könnte ich diese Teile nachbauen, vor allem welche Farben diese Betten hatten....?
Du darfst natürlich mit deiner Re 4/4 I machen was du willst, aber ich finde sie von den Bildern her nicht höher gelegt eleganter und damit passender. Auch beim Vorbild sieht sie etwas niedrig aus, je nach dem was für Wagen dran hängen und die tiefgezogene Schürze drückte in den 1940ern Eleganz aus. Ansonsten gefällt mir der Zug sehr gut. Meistens sehe ich die Lok mit den langen HAG-Leichtstahlwagen, aber die Fandor-Wagen passen auch super
Grüsse
Ursin
****** alle meine Bilder und Texte verfügbar nach cc-by-nc-sa
es sind nur 5mm, die für mich in Verbindung mit den Kraus Fandor Wagen den kompletten Zug eleganter gestalten. Natürlich hätte ich die Hag Wagen, wäre an der Re nichts passiert. Die 5mm Zwischenscheiben können problemlos wieder unter dem Drehgestell montiert werden, jetzt sind sie auf dem Drehgestell jeweils über den Rädern...
Schöne Lok, hätte ich nicht gedacht, weisst du, warum vorne zwei Hörner unter der Scheibe befestigt sind, sind das Haltegriffe...?
Und trotz der niedrigen Spurkränze läuft sie auf der Anlage richtig gut, nur an abgehenden Weichen muss ich langsamer fahren, Pilzschleifer gehen nicht über die Weichen und deshalb hat sie jetzt Buco Schleifer...
Georg, Ja, diese «Hörner» sind Haltegriffe: die erste Serie Re 4/4 I Nr. 401 - 426 hatte Türen an den Stirnseiten, am Führerhaus. Der Faltenbalg eines Personenwagens konnte an-/eingehängt und so ein Durchgang von der Lok zum Wagen geschaffen werden. Die nächste Bauart/Serie dieser Lok, Nr. 427 - 450, hatte das nicht mehr und so eine rundere Front. Wie beim Vorbild gibt es in Spur 0 beide Gehäuse, am bekanntesten die beiden Re 4/4 umgesetzt von HAG. Gruß - spurnullo
Hallo Ursin, Aus der selben Form, aber: ursprünglich war das Gehäuse (von INCA) von Spiewa für ihre Re 4/4, aber deren Fahrwerke hatten Schwierigkeiten und die Produktion hob nicht ab. Keiser half, und entwickelte sein eigenes Fahrwerk. Andere Hersteller griffen bei dem Gehäuse auch zu, entwickelten ihre Fahrwerke passend: Seiler, und eben HAG. Die HAG ist wohl die bekannteste. Später kam von HAG noch die Re 4/4 mit verfeinertem Gehäuse und runder Front = ohne Stirn-Tür. Auch dieses Gehäuse wurde von mehreren MoBa-Herstellern verwendet, z.B. Hermann. Später, nach Ende der Spur 0 Produktion bei HAG, liess Gfeller die HAG-Teile, wie z.B. deren Motorschalen, usw., nachgiessen und bot diese zweite Serie Re 4/4 I noch jahrelang als Bausatz und Fertiglok an. Mitte der 1970er Jahre baute mein Vater aus einem solchen Gfeller Bausatz eine. Und vor rund 20 Jahren kaufte ich noch einen Schwung Teile beim betagten Herrn Gfeller. Gruß - spurnullo
Hallo in die Runde Danke Spurnullo für Deine Erläuterungen zu den SPIEWA-Gehäusen, die durch viele Hände gegangen sind. Herrn Brunner, einer der Teilhaber der Spiewa GmbH, habe ich als Fastnachbar persönlich gekannt. Nach dem Scheitern der Produktion ging das ganze Material zur Firma TMR in Genf. Deren Besitzer zerstritten sich aber, sodass auch dort keine Fertigung zustande kam. Die Lok-Gehäuse wurden in der Folge an die von Spurnullo erwähnten Firmen und an Modellbaugeschäfte verkauft. Mit den Antriebsdrehgestellen und eigens dafür angefertigten Messing-Gehäuseteilen wurde versucht eine Serie Rangierloks im Stile der Märklin-RV zu bauen, was aber ebenfalls scheiterte und zum Weiterverkauf der Teile führte. Verschiedene Kleinserienhersteller fertigten darauf hin entsprechende Loks in verschiedensten Ausführungen und Motorisierungen. Bausätze dieser Gehäuse findet man heute auch noch hie und da an Börsen oder im Internet. Die Re 4/4’-Gehäuse wurden übrigens auch von Rudolf Sanchioni für seine RESAL-Pseudo-Ae 4/6 verwendet. Schöne Grüsse Gilbert