Hallo zusammen, vor einiger Zeit bekam ich zwei Märklin Retro Modelle, CCS 700 und TWE 700, zu einem sehr günstigen Preis. Bei der TWE 700 habe ich bisher nur einen Blechpantografen zusätzlich aufgeschraubt, den auch das rote Original der 1930er Jahre trägt, sie ist auf den Bildern des Mist 47 vom vergangenen Freitag zu sehen.
Über das Märklin Ur-Krokodil 18045 habe ich besonders gefreut, es läuft auch auf der analogen Bahn sehr gut. Das es an den alten dickeren Weichenköpfen und an den Bahnsteigen aneckte und vorbei schrammte, störte mich. Auch die monströsen, fast 1,5 mm dicken Drähte rundherum fand ich optisch nicht sehr schön. Diese dicken Drähte sind aus massivem sehr hartem Stahldraht und daher schwer zu bearbeiten.
Sie sind zwar auch auf dem Handmuster im Märklineum zu finden, aber ein Jahr nach dem Bau des Handmusters erschien bei Märklin 1937 schon die HR 700 mit dünneren Haltegriffen und kleineren Splinten in der Serie. Hier sind wohl zwei Drahtarten parallel verbaut worden.
Da mir persönlich auch ein braunes frühes Krokodil gut gefällt, habe ich es braun lackiert. Die Pufferbohlen habe vorerst noch in schwarzer Farbgebung belassen. Die übergroßen runden Kunststoffgehäuse für die bei diesem Retromodell verwendeten LED´s habe ich auch entfernt und durch alte Steckbirnchen ersetzt. Die ganze digitale Technik habe ich ganz entfernt, aber den vorhandenen Gleichstrom Motor mit den beiden Schwungmassen beibehalten. Er wird jetzt mit einem analogen Uhlenbrock Relais 55 500 angesteuert.
Um sechs Birnchen einwandfrei zu schalten habe ich hier eine größere Isolierung des Umfeldes der Birnchen vorgenommen. Beide Vorbau Hauben habe ich massemäßig isoliert. Das ich nur eine Gehäusebefestigung vorne für jede Haube benötige, habe ich diese Befestigungsschraube vollständig isoliert und die Steckbirnchen im isolierten Vorbaugehäuse mit einem separaten Draht, festgelötet an einem inneren Teil eines Befestigungssplints, zum Motor geleitet. Für das Wechsellicht wurden am Motor an entsprechenden Stellen Dioden eingesetzt. Es funktioniert sehr gut.
An beiden Seiten bekam das Krokodil für den Fahrbetrieb silberne Bügelkupplungen. Aus zwei aufgearbeiteten Lampenbügel des 3015 Krokodils entstanden die typisch gerundeten Bügel auf beiden Seiten. Passend zur neuen braunen Farbe habe ich die beige Dachlackierung beibehalten. Die schwarzen glänzenden Plastik Scheiben habe ich rundherum durch hellere matte Cellonscheiben ersetzt, genauso wurden neue Türhandgriffe aus dünnerem Draht eingebaut. Ob die Räder, analog der braunen Märklin Krokodile, noch schwarz eingefärbt werden, oder analog der jetzt roten Räder auch die Pufferbohle rot lackiert wird, steht noch nicht fest.
Hier einige Bilder:
Hier wurden nach der Isolierung der beiden Hauben seitlich an den umgeklappten Splintteilen jeweils ein brauner Draht angelötet, der über eine Diode mit den Motorendrähten verbunden wurde.
Hinten die beidseitige Massezuführung am schwarzen Draht des Relais, davor die Zuführung des Schleifer Anschlusses zum zweiten schwarzen Draht. Darunter links brauner Draht der Splintverlötung vor der Diode, Dioden Strich nach außen, und rotes Kabel der Zuführung zur roten Birne im linken Gehäuse. Gleiche Lötstelle rechts die beiden schwarzen Kabel der weißen Birnchen der rechten Haube. Darunter links die beiden Kabel der weißen Birnchen der linken Haube, rechts brauner Draht der Splintverlötung der rechten Haube vor der Diode, Dioden Strich nach außen, und rotes Kabel der Zuführung zur roten Birne im rechten Gehäuse. Anschlussdrähte des Motors jeweils an einen der beiden unteren Lötstellen links, sind auf dem Foto nicht zu erkennen. Dioden: 1N4148
Aufgrund des verbauten Gleichstrommotors läuft diese Maschine sehr ruhig und gleichmäßig und zieht mit den vorhandenen Haftreifen sehr gut.
Hallo zusammen, hier einige bewegte Bilder des braunen analogen Märklin Krokodils CCS 700 auf der alten Anlage mit vier Selbstbauwagen nach Vorbildern der Märklin Spur 0 der 1930er Jahre: