heute will ich euch einige Bilder vom Spielertreffen in Grefrath zeigen, die ich am Samstag gemacht hatte.
Der Manfred Dietz hat mit einer Anzahl weiterer Eisenbahnliebhaber erneut eine riesige Anlage in Spur 0 im Ausstellungssaal des Freilichtmuseums in Grefrath aufgebaut, mit hunderten von Kabeln, die an vielen Einspeisestellen die Stromversorgung sicherstellten und über die Weichen und Signale gesteuert wurden. Und das Tolle: Es funktionierte alles einwandfrei !
Gefahren wurde auf Märklin-Gleisen, und bei dem rollenden Material war fast alles vertreten, was im Bereich Blechbahnen Rang und Namen hatte.
Hier nun Bilder von der Anlage.
Kleiner Unfall ohne Personen- und Sachschaden.
Eine riesige Drehscheibe und eine alte Märklin-Weiche, die man sich genau anschauen muss. Sie hat im unteren Bereich eine richtig komplizierte Mechanik, die den damaligen Spielwarenhändlern Probleme bereitete, denn, wenn sie einmal aus Versehen runtergefallen war, konnte es sein, dass sie sich deswegen minimal verzogen hatte und wegen Neueinstellung ins Werk geschickt werden musste.
Auf der Anlage standen einige Bahnhöfe, die das Gesamtbild auflockerten.
Außerdem gab es jede Menge Zubehör für den rollenden Verkehr und für das Auge.
Auf der ganzen Anlage standen eine große Anzahl Blechhäuser, sowohl alte als auch uralte und auch neuere, darunter solche, die als Keksdosen verwendet worden waren.
Von weit her kam Volker und zeigte einige Uhrwerkbahnen als auch eine elektrische BING-Bahn auf einem 6-er-Kreis.
Noch nie habe ich einen Zug der Firma Ives aus den USA mit so vielen Waggons gesehen. Die meisten Stücke dieser Firma wurden um 1910 bis 1915 hergestellt. Ives war seinerzeit der größte Eisenbahnhersteller in den USA. Die Firma Ives selber wurde 1928 aufgekauft und die Produktion 1930 eingestellt. Und: Ives-Lokomotiven sind meines Wissens die Einzigen, die auf Briefmarken, hier Ausgaben von Grenada, dargestellt wurden.
Eine schöne Brückenanlage aus insgesamt sechs BING-Brücken.
Dieser Kühlwaggon von BING war links von der Türe wegen falscher Lagerung ordentlich verrostet. Es wurde von dieser Stelle auf der anderen Seite eine Farbkopie gemacht und dann passend ausgeschnitten auf die verrostete Stelle aufgeklebt. Jetztz sieht der Waggon wieder ganz passabel aus.
Die britische Firma BRYANT ließ in Japan diesen Triebwagen und auch noch andere Züge herstellen. Man bekam so einen Set, wenn man eine Menge Wertmarken vom Einkauf gesammelt dem Kaufmann übergab. Teilweise waren diese Sets auch so gestaltet, dass man die Züge aus Einzelteilen zusammenbauen musste.
Dieser dreitelige Triebwagen von einem Sammler aus den Niederlanden konnte nur zweiteilig fahren, weil am letzten Teil das Schräubchen für die Halterung des Drehgestells verloren gegangen war.
Zusätzlich zeigte uns dieser Sammler aus Holland einen aus Holz gebauten D-Zug-Wagen in Spur 0 aus der Zeit von vor dem Krieg. Später hat dieser Bastler die Spur 0 verlassen und sich Rokal mit der Spur TT zugewandt und fantastische Modelle aus ganz feinem Holz hergestellt, die auf Rokal-Treffen gezeigt werden.
Ich war von dieser Ausstellung total begeistert. Deshalb auch diese vielen Bilder, die vllt manchen fast erschlagen. Danke an alle, die sich die Mühe gemacht haben, diese schöne Anlage aufzubauen und zu betreiben.
Und im Übrigen kann ich jedem nur empfehlen: Wenn im nächsten Jahr Manfred Dietz wieder zu dieser Ausstellung im Freilichtmuseum in Grefrath einlädt: Kommt vobei - auch weite Anreisen lohnen sich.
Von den auf den Bildern sichtbaren und wiedererkennbaren Personen liegen Einverständniserklärungen entsprechend der DSGVO vor.
das mit den Paletten ist mir erst auf den Bildern aufgefallen. Vllt schreibt hier Manfred Dietz etwas zu diesem Geheimnis, denn eigentlich kann man den Raum nicht mit einem Gabelstapler befahren. Eventuell dienen die Paletten als Pärchen zusammengefügt und mit Decken versehen als Ausruheplätzchen.
Ansonsten hat mir Manfred gesagt, dass auf der Anlage 30 Kisten oder so Gleismaterial verbaut wurden. Ganz schön viel Arbeit.
an diese Verwendung der Paletten - Podest für Kinder - hatte ich auch zunächst gedacht. Aber jedesmal die Paletten über den Parkettboden vorziehen ? Zumal damit eine Sturzgefahr für abgelenkte Erwachsene entsteht, wenn sie nicht schnell genug wieder zurückgeschoben werden.
Aber so ganz zufällig werden die Europaletten dort nicht liegen. Der Einsatz eines schweren Gabelstaplers ist auf dem Parkett sicher nicht möglich. Selbst ein Handhubwagen, den man aus Supermärkten und Baumärkten kennt, dürfte das Parkett zu stark belasten. Bei den 30 Kisten braucht man aber eine vernünftige Lösung.
Das Thema interessiert mich, weil der effiziente Transport der Anlagenteile, Fahrzeuge und Zubehöre den Auf- und Abbau einer Ausstellung sehr erleichtert. In unserer Schule haben wir das Glück, das eine ausreichende Anzahl von Handwagen und Tischtransportwagen vorhanden ist und alles ebenerdig erreichbar ist. Vom Auto zum Ausstellungsplatz kann alles bequem gerollt werden.
Ich bin gespannt, was Manfred antwortet.
Zu den Triebwagen: Danke für den Link zu den AS-Seiten. Offenbar muss ich mich mehr mit der Pariser Metro beschäftigen. Die Metro-Wagen wurden als Baureihe Sprague-Thomson bezeichnet, die blau-graue Lackierung deutet auf die Metro-Gesellschaft Nord-Sud hin.
es gibt Rollen für Hubwagen, die für Parkett geeignet sind. Danach wird man gefragt, wenn man so ein Teil bestellt. Man darf dann aber nie auf Wege fahren wo vielleicht Splitt liegt. Dann hat man Spikes.
Andererseits ist meine Kinder-Podest-Variante schon etwas abenteuerlich....
die Idee mit den Kinderpodesten ist überhaupt nicht abwegig.
Bei vielen Ausstellungen gibt es die Situation, dass die Anlagen zwar für Erwachsene bequem zu betrachten sind, aber für Kinder gar nicht. Deshalb hat die Modellbahn-AG der Gustav-Heinemann-AG kleine Holzpodeste mit einem Handlauf gebaut, ca. 30 cm hoch, damit die Kinder sicher stehen können. Diese Podeste werden gerne angenommen. Ich muss mal schauen, ob ich dazu ein Bild finde.
Hallo Blechbahner, per PM habe ich Dieter inzwischen mitgeteilt, dass die Paletten nichts mit der Anlage zu tun hatten. Sie dienten dem Museumspersonal zum An- und Abtransport der von uns benötigten 40 Tische. Sie haben nicht mehr Tische, sonst hätten wir eine noch größere Anlage gebaut. Die Paletten wurden innerhalb des Gebäudes mit Handhubwagen und ausserhalb mit Stapler transportiert. Toll, welche Spekulationen hier im Forum daraus erwuchsen. Die bisherigen Kommentaren könnte man in ein Forum "Transportwesen" eingliedern! Damit Kinder etwas sehen können, stellen wir Stühle vor die Anlage, auf denen die Kinder knieen oder stehen können und sich dabei an der der Anlage zugewandten Lehne festhalten können.
Und ergänzend zum Volumen des mitgebrachten Materials: Ein Aktiver hatte 36 Kisten an Matrial mitgebracht.
vielen Dank für die Ergänzung. Eine gute Vorbereitung des Transportwesens bzw. der Ausstellungslogistik ist für einen entspannten Auf- und Abbau entscheidend. Deshalb mein Interesse an den Paletten, man kann immer dazulernen.
Ansonsten: Toll, was ihr da auf die Beine gestellt habt.
nachdem bereits viele tolle Bilder veröffentlicht wurden, füge ich noch 4 weitere hinzu, die ich auch kurz erläutern möchte.
Bisher im Forum noch nicht dokumentiert: der "BUB Alpenexpress" mit der 18 Volt Elok. In früheren Beiträgen wurden nur die Alpenexpress-Uhrwerkversionen dokumentiert
Von links: JEP-Zug, Märklin RHEINGOLD mit Bing 11/820, mehrere BUB-Züge
Einer der imposantesten Züge von BUB: 2´C1´Dampflok mit fünf 34 cm D-Zugwagen, selten zu sehen
Große Märklin Drehscheibe erweitert auf 7 Abgänge
Details zur Anlage:
1. Jeder durfte zum Mitspielen mitbringen, was er fahren sehen wollte. Deshalb ware viele Fabrikate vertreten: Märklin (wenig, hat ja jeder), Bing, Bub, Kraus, Carette, JEP, CR (=Charles Rossignol), AS (Adnot et Senesot), Stadtilm, Zeuke, Merkur, Mundhenke, Paya, Ives, Marx, Lionel, und weitere 2. Anlagengröße 40 qm. Zwei Fahrkreise: ein Außenkreis, ein Innenkreis, 3. Ausstattung: 3 Trafos, 11 elektr. Weichen, ca. 20 Handweichen, 10 Lichtsignale mit Zugbeeinflussung, 15 Schalter für Gleisabschnitte. Dies ist eine moderate Ausstattung, um den Aufwand in Grenzen zu halten. 4. Kein Blocksystem (wegen zu hohen Verdrahtungsaufwands) 5. Aufbau mit 6 Personen mit zusammen über 40 Stunden. 6. Maß an Freude und Spass: Bei Aktiven sehr hoch, bei Besuchern fast nur strahlende Gesichter - insbesondere bei Kindern und Senioren (nostalgische Erinnerungen)
kann man das wissen, woher Bub die Inspiration zu der Alpenexpress Farbgebung bekommen hatte? War das Schweizer oder Österreicher Einfluss? Also für mich deutet diese Farbgebung an TEE, aber damit hat das sicher nichts zu tun.
Eigentlich ist rot mit weiß oder rot mit hellbeige eine beliebte Farbgebung für Eisenbahnen weltweit. Bei einem Spielertreffen war ich ziemlich entsetzt, als eine ältere Dame auf meinen neu erworbenen "blood and custard" Schnellzug der British Railways deutete und ausrief: "Guck mal, da ist die Brockenbahn im Harz, mit der wir letztes Jahr gefahren sind!" Aber wir freuen uns über alle Zuschauer, ob sachkundig oder nicht..... Viele Grüße heute aus Zürich Karl
Zu Beitrag 13: Farbgebung des Alpenexpress von BUB,
ich weiß es nicht, aber ich vermute, dass die ZUGSPITZBAHN in den 30er Jahren eine ähnliche Farbgebung hatte. Meine Vermutung basiert auf 4 Aspekten: 1. Die Zugspitzbahn liegt in den Alpen (jedoch keine Alpenexpress-Bahn, sondern eine Alpen-Schmalspurbahn) 2. Bub als bayerische Firma hat wohl eher ein bayerisches Vorbild gewählt. 3. Die Zugspitzbahn gehörte nicht zur Reichsbahn und deren grünem Farbschema. Die Zugspitzbahn KÖNNTE bunt gewesen sein. 4. Die Zugspitzbahn fährt mit elektrischer Traktion.
Erscheint dies schlüssig, oder gibt es andere Beweise?
Ich freue mich, wenn unsere 2018er Veranstaltung vielen Besuchern gefallen hat und Udo bereits auf 2019 hinweist und empfiehlt, sie zu besuchen. Dann macht uns auch die Mühe des Aufbaus mehr Spaß. Momentan wird wieder ein umfangreiches und spielintensives Anlagenlayout geplant. Lasst euch überraschen. Ich werde rechtzeitig mit Detailangaben auf die
am 24. und 25. August 2019
im Freilichtmuseum Grefrath / Niederrhein
stattfindende Veranstaltung hinweisen.
Dort ist alles, was altes Blech ist und auf Spur 0 fahren kann, willkommen. Nicht nur "Nürnberger", sondern auch "Göppinger" (wie heißt denn die Firma bloß???) Merkt schon mal diesen Termin vor.
bezüglich Alpenexpress gab's ja sicher mehrere Alpenbahnen die Bub inspirieren konnten, aber die Zugspitzbahn war die sicher nicht, weil die eine Art Bayrische blau-weisse Farbgebung hatte und hat immer noch.
Als Idee könnte man aus vielen Möglichkeiten wählen, wie zum Beispiel die historische Apenzellerbahn. Meine Frage ging's nur ob man darüber etwas konkretes kenne.
Lieber Sandor, Ja, es gibt mehrere Möglichkeiten. Aber die MÖGLICHEN Vorbilder sollten bereits 1927/1928 existiert haben! Vielleicht doch nur phantasievolle Lackierung eines Spielzeugs? Ich erfeue mich jedenfalls an dem schönen Zug. Gruß Manfred