ein Set, welches in unserer Aufstellung noch fehlt, ist das späte Set 11/935/4 1/2, in UK unter 61/3602 angeboten. Die Bauzeit müsste zwischen 1930 und 1932 liegen. Das folgende Set hat bereits die Lok mit großem Uhrwerk, so dass von einer Entstehung 1931/32 ausgegangen werden muss.
Die Waggons haben das späte Bing Logo, aber keine Puffer
Die Gleise sind relativ ungewöhnlich, da die Clipse fehlen
Gekauft wurde das Set im Kaufhaus Althoff
Die aufgestempelte Artikelnummer unterschlägt die Ziffern "1/2"
Das rollende Material deutet auf eine Produktion für USA hin, da die Puffer fehlen. Ebenso der Bahnhof und das Stellwerk, welche keine deutschen Beschriftungen und Werbungen enthielten. Der Deckel des Sets ist jedoch eindeutig für deutsche Käufer beschriftet.
Patrick, mir ist heute wieder eine Sache eingefallen, die ich mit deiner Hilfe hinterfragen möchte: Vor etlichen Jahren hat mir Lino+, der letzte Paya-Chef, gesagt, Paya hätte bei der Bing-Pleite 1932 Halbfabrikate/Teile (keine fertigen Wagen oder Loks usw) der 16mm-Bahn übernommen und bei der eigenen Produktion in Ibi verwendet. Man könne dies bei einigen Wagen sehen. Diese Aussage hat später mal ein spanischer Sammler beim Rastro/Flohmarkt in Teulada wiederholt. Ist da was bekannt? Mir ist da nie etwas aufgefallen, aber es ist ja auch nicht unbedingt mein Gebiet. Schöne Grüße Botho
die meisten Continental und auch die Waggons für die Amerikanischen Sets hatten allesamt keine Puffer, erst ganz spät (ab. ca. 1931) gönnte man den "Reichsbahnwaggons" wie zuvor den englischen die Puffer. Interessanterweise gibt es dann ganz spät auch LMS (und ggf. auch LNER) Waggons ohne Puffer!
Mir sind jedenfalls weder grüne noch braune Waggons mit Puffern bekannt, die vor 1930 entstanden sind. Denke daher nicht, dass das Set für USA gedacht war.
@Botho: interessante Geschichte zu Paya/Bing, mir leider unbekannt auch in Ermangelung einer umfangreichen Paya 00-Sammlung. Vielleicht kann unser Manuel als Kenner der Iberischen Tischbahnen mehr dazu sagen. Viele Grüße Patrick
hier ergänzend die LMS Ausführung des Sets 61/3602. Das Set kam ohne Schachtel, aufgrund der Auffindsituation aber 100 % ein Set 61/3602 im Originalzustand- die Schachtel wurde von mir nachgebaut:
Auch der Tunnel hat das späte Logo, lediglich das Stellwerk ist mit dem früheren Trademark BW Bavaria gemarkt. Dennoch halte ich das Set für absolut stimmig und schätze es auf spätes 1931 oder 1932. Interessant, dass auch hier die Gleise wie beim eingangs gezeigten Continental-Set keine Clipse haben.
Bei der Reinigung fiel wieder einmal auf, das speziell die späten Bing Produkte mit einem fiesen Klarlack auf der Lithographie versehen wurden. Dies führt oft zu Kleberesten der Verpackung an den Modellen oder unschönen Rissen und Schäden durch Hitze etc. Ist das ein generelles Phänomen der späten Bing Produktion oder spezifisch für die Tischbahn?
Thank you - did you ever observe the clear coat "issue" with the late trains and accessories?
It's very sticky and quite often there are remainders of the packaging sticking on the cars or other parts. I wonder why this clear coating was done (I believe starting around 1930)...
the clear coat laquer was used to prevent the print colours from bleaching out and getting scratched, I think. It is common to all items of Bing Tabletop Railways. However, I think they may have had and issue with the recipe of the clear coat laquer for just a short while....
bei den Stücken vor 1930 ist der Klarlack entweder nicht vorhanden, oder für mich nicht sichtbar/auffällig. Ich habe jedenfalls keine Stücke aus den "Yellow Boxes", die irgendwie kleben. Bei den Modellen aus den "blue mottled boxes" sieht man den Klarlack allein an der Farbe der Stücke...Du hast sicherlich recht, dass es da wohl ein Problem entweder mit der Rezeptur, oder der Schichtdicke des Lacks gab. Andererseits war die Tischbahn sicherlich auch nicht für die Ewigkeit gemacht...
The Accessories and Trains before 1930 either did not have any or at least for me had an 'invisible' clear coat. I never observed any "sticky" problems on the pieces before 1930, whereas the clear coat is really visible on the pieces from the blue mottled boxes. Either it was a problem with the recipe or the thickness of the coating layer. On the other hand the Bing talbel top railway wasn't made for eternity....
Best regards Patrick
P.S. this is the stickiest situation since sticky the stick insect got stuck on a sticky bun (Captain Blackadder, 1917)
ich glaube wirklich, alle Stücke der Bing Tischbahn hatten einen Klarlacküberzug! Das mache ich daran fest, daß ich bisher alle Stücke ohne Beschädigungen der Lithografien mit Autopolitur reinigen konnte. Der Schutzlack-Überzug wurde danach wieder spiegelblank.
Die frühen TRIX Waggons als "Nachfolger" der Bing Tischbahn haben diesen Klarlack nicht. Auch die zur Tischbahn passenden Hornby DUBLO Waggons sind ohne Schutzlack-Überzug. Eine Reinigung mit Autopolitur führt oft zur Beschädigung der Lithos.
Diese dunkelgelb-klebrige Bing Lackierung habe ich auch schon gehabt. Eklig!!! Ich glaube, das war damals ein Mischfehler, denn es gab Stücke, die nur zum Teil gelblich waren. Du zeigst ja auch so eine Signal Box, die aus verschiedenen Komponenten montiert wurde. So ein Dingens habe ich auch....
Yes Patrick, l have some items with this kind of sticking coat. Actually it also happens with the tischbahn from KBN, so it is clearly an issue from the 30ties. Regards, Manuel