Nachdem die zwei Güterwagen, nach L.Herr Zeichnungen fertig waren, hatte ich mir die Zeichnung von Herr 3 - achsige Speicherlokomotive V 16 100 vorgenommen. Eine Lok mit dieser Nummer gab es allerdings nie. Im Lokarchiv hatte ich aber gefunden, das es ein ähnlichen Einzelgänger mit der Nummer V 16 004 gab. Diese Lok wurde von Siemens Schluckert gebaut um die Dampflokomotiven T3 auf den Rangierbahnhöfen zu ersetzen. Zuerst habe ich das Lokoberteil und den Fahrzeugrahmen gebaut. Damit bin ich zu B.Hess und hatte ihn gefragt, ob er mir ein Fahrwerk für diese Lok bauen kann. Nachdem das Fahrwerk fertig war hatte ich dann noch die ganzen Details angebaut und zum Schluss alles lackiert. Hier sind die Fotos von der fertigen Spur 0 Lokomotive. Fotos von den einzelnen Bauabschnitten habe ich leider nicht mehr.
Eine ganz hervorragende Arbeit. Erinnert mich an ein Streitgespräch mit einem Bahner bezüglich der Märklin E-Loks: Wie hier zu sehen, waren die Handstangen lackiert – bei Märklin sind sie vernickelt. Im Bw Koblenz habe ich Loks aus den 20iger Jahren mit polierten Messing-Handgriffen gesehen.…
Vernickelte Handläufe wirken mehr als Spielzeug und haben daher wohl auch ihre Berechtigung. Im Original waren sie vermutlich lackiert – oder ?
Ich bin seit einigen Jahren auch bei ein Eisenbahnmuseumsverein tätig. Vernickelte Griffstangen habe auch ich nur ab und zu an Länderbahnloks gesehen. Bei Fahrzeugen späterer Epochen kenne ich nur lackierte Griffstangen. Bei dieser Lok waren die Griffstangen auf jedem Fall lackiert.
Sie hat einen Drucktank und wird mit gespeichertem Dampf bzw. mit Pressluft betrieben. Die hat man eingesetzt wo Kohlefeuerung nicht gut möglich ist; z.B. unter Tage.
Es handelt sich bei der V16 004 um eine Zweikraftlok. Diesel mit Akku. Die Akkus dürften unter den höheren Deckeln liegen, daher die Handräder (Druckknöpfe), damit man die verschieben kann. Erst dachte ich an eine reine Akkulok, aber die angedezteten Schornsteine irritierten mich.
Antrieb über Dampf oder Pressluft ist nicht richtig . Zweisystemlok heißt der Antrieb dieser Lok erfolgte elektrisch entweder über Akkumulatoren oder über Generator der von einen Dieselmotor angetrieben wurde.
Die V16 ist natürlich eine Akku-Lok - auch ein Speicher, der sich in der Bauform nicht durchgesetzt hat (nicht rentabel). Ich hatte nur Claudias Frage gesehen und nicht den Zusammenhang. Sorry für die Verwirrung.
Die von Ypsi genannten links waren für mich erklärend. Der Wikipedia Artikel ist sehr gut, der andere Artikel verliert leider durch politisierende Kommentare an neutraler Information.
Ich hatte mich gewundert, (Dampf-)Speicherlok zu lesen, denn Siemens-Schuckerts ureigenes know-how lag im Bau elektrischer Anlagen. Auf unsere Modellbahnen bezogen: SSW - die Siemens-Schuckert-Werke - lieferten z.B. alle Trafos für Bub Spur S.
Da ich gerade ein Buch zur Eisenbahnausstellung 1924 in Seddin lese - Schwarzkopf stellte damals eine dreiachsige Akkulok aus, die der V16 aufs Haar gleicht. Siemens-Schuckert hatte ebenfalls eine Akku-Verschiebelok in der Ausstellung, aber davon gibts in dem Buch kein Bild, nur den Eintrag im Ausstellungsführer.
Aber ich habe auch eine Frage an Rolf. Das Lüftergitter vorn, aus was hast du das gemacht? Oder was hast du verwendet? Es sieht durchaus interessant aus.
es gibt Lokomotiven, die mit Dampf gespeist werden. Das macht Sinn, wenn Dampf als Nebenprodukt entsteht. Eine der letzten Dampfspeicherlokomotiven wurde im Großkraftwerk Mannheim betrieben. Ich war schon dort. Die Lokomotive habe ich nicht gesehen. Aber Unmengen von Kohle.
Ich habe durch diese wunderschöne Lok von Frank und ihren Thread ganz viel über Speicherlokomotiven lernen können. Danke sehr für die vielen detaillierten Erklärungen per PN etc.!