neben den bekannten Firmen, wie TeMos, Auhagen und Scheffler, die mit jeweils spezifischen Schwerpunkten die Modellgebäudeszene der DDR dominierten, versuchte sich in den 60er Jahren H. Ethner aus Naumburg mit dem Klassiker "zweigeschossiges Einfamilienhaus" zu etablieren. Wem das frühe Auhagenmodell zu groß erschien und beim OWO mit seinem TT-H0-Zwischenmaßstab weder Fisch noch Fleisch fand, war mit Ethner-EFHs gut bedient. Die Wände bestanden aus Hartfaser, das Dach aus Graupappe, welches mit Dachpfannenpapier kaschiert wurde. Die Gebäude waren stets pastellfarbig - ein weißes Modell ist mir nicht bekannt. Bei späten Ethner-Modellen fanden Fenster und Türen aus Plaste Verwendung, die auch bei OWO-Modellen verbaut waren. Die hier gezeigten Modelle haben noch Fenster aus Transparentpapier und Türen aus bedruckter Pappe. Ganz hübsch gemacht sind die Blumen an den Fenstern, die aus kleinen Hartschaumkügelchen bestehen.
Art-Nr. 109/1356
War dieses Haus für Mobilitäseingeschränkte nur mit Mühe zu betreten, toppte Ethner nach Entdeckung des Styropors dieses Erschwernis mit dem großvolumigen "Haus auf Felsen"-Modell (Art-Nr. 109/1762), welche ohne Ausrüstung nicht mehr erreichbar war.
Auf den beiden Bildern ist noch ein Weg erahnbar, der zum Haus führen sollte. Allerdings verschwand dieser mit fortschreitender Modellmodifikation (oder war es Materialzuweisung?).
Später wandte sich Ethner ausschließlich der Polystyrolschaumverarbeitung zu und erzeugte die wohl hässlichsten Tunnel, die jemals für die Modelleisenbahn hergestellt wurden. Auch heute sind immer noch unbenutzte ("mint") Tunnel über einen der wesentlichen Versorgungswege von Mobahnern erhältlich. Dieter hatte beim Trixstadt-Stammtisch im April 2011 Erbarmen und stellte nur ein Bild von der Tunnel-OVP ein (Bild 26):
heute habe ich endlich meine Modelle von Hubertus Fotografiert und will sie Euch auch zeigen. Das Berghaus noch einmal in Farbe und im OK. Das Material des Unterbaus sieht dem von Scheffler verwendeten Material sehr ähnlich.
Und hier Tunnel groß und klein. Bei dem großen habe ich die Bäume selber darauf gesteckt.
Schöner Aussichtsfelsen
Drei Häuser.
und noch ein paar Bäume.
Über die Schönheit dieser Modelle läßt sich streiten. Die Häuser sind nicht die schlechtesten. Sie haben auf alle Fälle mehr Scharm als die Kunststoff Modelle.
Ganz interessant: Auf dem Karton ist die frühe Version abgebildet, jedoch mit zusätzlichem Stempelaufdruck wird auf die Plasteapplikationen (Fenster/Türen usw.) hingewiesen.
Hier aus dem Archiv ein Bild der früheren Version ohne Berg untenrum:
Ergänzung (09.08.2014):
Hier ein Modell aus der 1. Serie "Haus auf Felsen" noch mit den (schöneren) Applikationen, wie Fensterläden, Türen etc. aus Papier/Pappe:
... und zu Schluss noch die Sparhügelversion aus den allerletzten Tagen der Produktion, die schon Anklänge an die wirklich nicht herzeigbare und dermaßen unsäglich schlecht gemachte Ether-Burgruine hat. Der Hügel jetzt ohne Grundplatte und noch flacher = noch weniger Material. Bemerkenswerkt: der sonst aus Holz gefertigte Schonstein besteht nunmehr aus Kunststoff.
Guten Abend, das ist doch ein sehr schönes Modell aus den Erzeugnissen der DDR-Chemieindustrie. Zumindest blieb dem Käufer noch die Möglichkeit, einige Verfeinerungen eigenhändig vorzunehmen. Mir ist kein weiteres Gebäudemodell bekannt, welches aus derartigem Baustoff angeboten wurde. Die Scheffler-Viskose war ja schon die Härte (oder besser Weiche).
...hätte wohl besser "schönes Ethner-Modell" geschrieben. In der Bucht wird schon seit Monaten eine Ruine mit OVP angeboten. Am WE sind wieder zwei dieser quietschigen Tunnel durchgerauscht, weil sich niemand erbarmbte dafür 3EUR zu bezahlen. Eindeutig Ethner.
Jetzt sieh mal bitte diesen Link an. Da schreibt jemand von SISO. Daneben ist eine von Ethner. Für mich sind beide vom gleichen Hersteller. Was sagst Du dazu. http://www.authentic-kit.eu/40626/40737.html
Hallo, vielen Dank für den Hinweis auf diese Seite. Natürlich sind die beiden Syropor-Burg(ruinen) vom gleichen Hersteller (=Ethner). Da ist dem Seitenbetreiber vielleicht das (linke) Bild irrtümlich reingerutscht. Über SISO können wir auch einen Thread aufmachen. Ein Gebäude aus deren Produktion ist sogar schon im aktuellen Tunnel-Thread zu sehen: Die Kirche.
Hallo, der Katalogausschnitt dazu ist prima. Für 24,00 M gab es zweifellos wertigeres Zubehör. Auf dem Bild mit den zwei Modellen in Beitrag #13 ist beim rechten Tunnel auch der offenbar typische Ethner-Baustoff "Styropor" (DDR-Name "Schaumpolystyrol") weiß durchschimmerd zu sehen.
Die Klötzner-Modelle wäre auch einmal ein Zeigen wert. Vor allem mit funktionierendem Wasserfall (original gefördert mit der Klötzner-Pumpe...).
Polystyrol hat Ethner gerne eingesetzt. Bei den Tunneln und Burgen am Anfang um die Bäume einzustecken. Später hat er dann Holzklötzchen genommen. Der Name Polystyrol ist wenn ich mich nicht irre älter als es die DDR je war.
Die Pumpen Anlage von Klötzner hat ein Problem, das Wasser wird schneller eingepumpt als es ablaufen kann. Der Ablauf hätte etwas größer im Durchmesser sein müssen als der Zulauf. Der Zulauf ist mit leichtem Druck also etwas schneller. Mann muss die Pumpe immer mal abschalten. Ich sehe mal nach irgendwo habe ich noch Fotos von einem Brunnen in Betrieb.
mir sind in der Bucht 3 Ethner Modelle über den Weg gelaufen. Neben 2 hier schon gezeigten Modellen war auch dieses dabei:
Im Prinzip ist es das Haus mit Garten, allerdings ist es bei mir nicht das Siedlungshaus, sondern ein Vorstadthaus mit Anbau. Kann mir jemand sagen, ob es sich nur um eine Version des Siedlungshaus mit Garten #109/1356 oder um ein eigenes Modell handelt?
Hallo Ethner-Freunde, nach langem Suchen endlich gefunden: In guter Erhaltung die aus dem Mehrgeschosser durch Werkstatt ergänzte Maschinenfabrik Ernst Müller:
So stelle ich mir auch die Werkstatt von Rudolf Stoll im Hinterhof von Herr vor.
Die in Beitrag 9 erwähnten Tunnel sind bei mir gelandet, samt OVP (Plaste und Elaste 😀), kleinem Herstellerzettel und z.T abgebrochenem Zubehör. Sie sind recht gut erhalten. Ich dokumentiere die beiden für meine Tunnelsammlung und würde sie dann gerne an einen interessierten Sammler weitergeben.
Freundliche Grüße von Claudia
Ach, es wäre noch hinzuzufügen, daß der eine Tunnel für gerade Durchfahrt konzipierte ist, der andere für gebogene.
Hallo, hier meine Stadt Straßenzeile. Gab es bei Ethner eigentlich jemals ein Produkt oder ähnliches? Gibt es Infos über die Firma, wie groß von wann bis wann? Hätte diese Häuser nie Ethner zugeordnet. Auf die Dachfenster bin ich gar nicht gekommen. Habe diese Häuser in noch keinem Katalog gesehen. Henner
Hallo Henne, Im 60iger und lm 61iger Katalog sind die Häuser genau wie du es dargestellt hast, als Straßenzeile angeboten . Nur die Fabrik ist nicht dabei. Gruß Matthias
Guten Tag, als Ergänzung zu den gezeigten 3- und 4-Geschossern hier nun zwei weitere Farbvarianten der 3-geschossigen Variante:
Es befand sich zwar das Stadthaus in der OVP, allerdings erscheint diese mir etwas zu klein geraten. Vielleicht kann ein Mitforist über die Handelsnummer Auskunft über den Soll-Inhalt der Pappschachtel nennen.
Hallo, neben der Maschinenfabrik gab es im Ether-Kosmos noch ein weiteres Gewerbemodell - das HO-Warenhaus. Wegen der latenten Platzknappheit von Modellbahnern konnte nicht in die Grundfläche beliebig erweitert, jedoch in die Höhe gebaut werden. Zur optimalen Ausnutzung der GFZ und BMZ waren vier Geschosse mit Flachdach die Lösung schlechthin. Straßenseite mit Schaufenstern Hofseite mit Anlieferung