Liebe Wertschätzer des alten Krams, was ist denn das? Da ist mir eine Lok zugelaufen, die ich nicht wirklich einordnen kann. Sie soll wohl das Modell der Österreicher E45 darstellen, die eigentlich im Original 4 Achsen hat. Die Lok kommt auch aus Österreich.
Vom Antrieb her sieht es aus wie Göls oder Sperl: Wehrmachtsmotor, der über ein Messingegetriebe eine Achse antreibt, die wiederum über Spiralfeder die 2. Achse antreibt.
Die Räder sind nicht isoliert, also Stromabnahme über alle 4 Räder + Panthos (Märklin Typ 6) Das Gehäuse selbst aus Messing, Federpuffer. Vom Antriebskonzept hätte ich die Lok auf Anfang der 50er geschätzt. Ob die Panthos von Anfang an drauf waren, keine Ahnung. Ob das ein Eigenbau unter Verwendung von Göls / Sperl - Teilen ist? Freue mich über jeden Tipp.
Frage mal bei Koll. Reitinger vom www.bahnmuseum.at nach. Der kennt sich mit sowas aus. Du kannst es auch mit einer PN an "19er" versuchen, falls er sich nicht schon von selbst dazu äußert. Er könnte dazu auch was wissen.
leider ist es mir bisher noch nicht gelungen, das Rätzel um diese seltsame E-Lok zu lösen. Vorbild dürfte die BBÖ-Reihe 1170 / ÖBB 1045 / DRG E45.0 sein, von der insgesamt 14 Stück gab.
Mittlerweile bin ich mir sicher, dass es sich wohl mindestens um eine Kleinserie gehandelt haben muss, denn mir sind jetzt schon mindestens 4 von diesen Typen über den Weg gelaufen.
Allen gemeinsam ist neben dem Wehrmachtsmotor die Verwendung des gleichen Pantos (Märklin Typ 6?) und eine mehr oder weniger schäbige Handbeschriftung mit E45 xxx. Wehrmachtsmotor zusammen mit Panto Typ 6 deuten auf eine Zeit um 1951/52 hin (viel länger dürften diese Motoren nicht verfügbar gewesen sein).
Interessant ist, dass jede eine andere Betriebsnummer hat, bisher kenne ich 035, 040, 042 und 045. Demnach liegt die Vermutung nahe, dass es mindestens 45 Stück davon gab. Der Erbauer hat wohl seinen Loks ebenfalls einen Seriennummer gegeben. Die dreistellige Seriennummer könnte bedeuten, dass der Erbauer sehr viel vor hatte ;-)
Die 035 hatte ich als erstes gezeigt, sie hat einen deutlich abweichenden Antriebsblock.
Die Nummern 040, 042 und 045 sind wiederum so ähnlich, dass die Vermutung nahe liegt, dass diese zusammen hergestellt wurden.
Nun ja, besonders schön finde ich diese Teile nicht, aber die Geschichte dazu ist spannend... Hat jemand von Euch auch so einen Hobel oder kann etwas dazu sagen? Ich freue mich über jeden Hinweis.
Hallo Mikka, vielen Dank, stimmt, das war die 45 042 ;-) Ich war angenehm überrascht über den moderaten Preis, die 040 ging eineinhalb Monate vorher für das 3-fache über den Tisch.
Auch wenn sie in Ebay als Liliput /Buco angepriesen wurde, halte ich das für praktisch ausgeschlossen. Liliput hatte zwar auch ganz zu Anfang Wehrmachtsmotoren, aber mit Bleigussgehäusen und Schwungscheibenantrieb. Liliput hatte auch eigene Pantos. Aber in den Antrieben gab es keine Übertagung über Spriralfedern
Liliput-Loks mit Wehrmachtsmotor und Bleigussgehäuse
Buco kam erst 1954 mit Unterstützung von Liliput mit einer 3L-AC Bahn in H0 an den Markt.