Hallo zusammen, mein Favorit unter den Altbaulokomotiven ist eindeutig die Baureihe E44. Robust, kantig, grün und Stromabnehmer drauf. Jetzt habe ich eine E44 gefunden, da verschlug es mir erst einmal die Sprache als ich sie zum ersten mal sah. Nicht von Märklin, auch kein Kleinserienhersteller, sondern ein Eigenbau, LüP 47,5cm, Spur1 und 5,4 kg Lebendgewicht. Die Lok ist in 2 Jahren Bauzeit zwischen ca. 1958 und 1960 entstanden. Der Erbauer hat an alles gedacht, was am Küchentisch machbar war. Ja wirklich, am Küchentisch!! Eingebaut sind 2 Motoren und einiges Andere. Die Maschine läuft über Mittelschleifer mit AC und DC. Einziger Nachteil, sie kommt wegen der Einstiegsleitern nur durch ganz große Radien...
Aber seht selbst....
Größenvergleich mit einer Märklin E44 in Baugröße H0
Bitte auch die Details durch clicken auf das Bild betrachten:
Auf dem nächsten Bild habe ich erst gesehen, dass das Stromkabel am H-Führerstand ja doch nicht abgebrochen war, es hat sich nur versteckt.
Jetzt ist es wieder dort wo es hin gehört...
Am Rande bemerkt, dass die 4 Türen zum Öffnen gehen (mit richtigen Griffen) kann man sich vorstellen. Auch die Türen mit den Lüfterklappen an den Stirnseiten gehen auf. Aber dann gibt es noch folgendes: Federpuffer (je einer gewölbt und einer plan), Schraubkupplungen, Bremsschläuche die unten zum Aushängen gehen und dann herunterhängen, und natürlich das erwähnte Stromkabel mit Bajonetverschluss zum Einstecken (siehe letztes Bild)
Zum mechanischen Teil an den Drehgestellen: Die Blattfederpakete sind nicht nur Attrappen, die Radsätze federn! Außerdem gibts ein Bremsgestänge und Sandrohre (Sand kommt aber nicht raus) Die Schleifer sind momentan hochgeklappt und mit Sicherungssplinten gehalten (können natürlich entfernt werden)
Übrigens, die Tritte der Leitern bestehen tatsächlich aus Riffelblech auf den Oberseiten, der Lokführer will ja nicht ausrutschen!
Hallo Wolfgang, ich habe die Lok noch nicht offen gehabt, erstens weiß ich nicht wie oder wo ich die öffnen kann, und zweitens, ich trau mich nicht wirklich. Ich konnte sie mangels Gleise nicht fahren, aber ich habe natürlich einen Test an der aufgebockten Lok mit einem DC-Netzteil gemacht, und später dann auch mit einem alten Märklin Trafo. Also die Lok läuft und die Räder bleiben auch nicht plötzlich stehen, wenn der Strom weg ist. Aber dass da Schwungscheiben drin sind glaube ich nicht. Man kann es von unten nicht erkennen. Merkwürdig ist vielleicht noch, dass die Lok manchmal umschaltet, fast wie bei einem schlecht eingestellten Umschalter. Da ist auch irgendwas drin, aber... siehe erstens und zweitens in der oberen Zeile. Das ist natürlich auch für mich nicht vollends zufriedenstellend, aber auch nur anschauen ist bei diesem Modell einfach nur toll.
Diese Lok war wohl in erster Linie als Ausstellungsstück gedacht für die Privatvitrine des Erbauers, was auch am geringen Einschlag der Drehgestelle erkennbar ist. Der Verkäufer, ein Neffe des Erbauers, konnte mir zur Technik leider nichts erzählen. Ciao, Horst
herzlichen Glückwunsch zu diesem Superteil ! Dann herzlich Willkommen auf der SPUR 1 ! Wie ist es möglich, so eine tolle E 44 in Modelltreue auf einem Küchentisch zu bauen bzw montieren??? Die E 44 möchte ich gerne mal fahren sehen. Der Erbauer muß ein Vollprofi gewesen sein und dürfte nicht nur diese Lok gebaut haben....
Gaggenau erwartet dich mit diesem Teil ! Viele Grüsse von Fritz, der sich mit dir freut !
Hallo Fritz, dank dir. Der Erbauer war, den wenigen Erzählungen nach, Eisenbahner, und hatte eine Drehmaschine zur "Unterstützung". Der Verkäufer erwähnte was von mehr Modellen, kann sich aber nicht sicher daran erinnern. In seine Hände kam nur diese E44. Ciao, Horst
Wirklich ein Schmuckstück und äußerst gekonnt umgesetzt. Küchentisch will ich ja glauben, wenn der Typ zugleich in einer feinmechanischen Werkstatt beschäftigt war.
Meinen Küchentisch aus dem Elternhaus werde ich sicherheitshalber mal behalten