Falls die Modelle zu schwer werden, Plastik blöd glänzt und Holz zu splittrig wird, kann für den Eigenbau noch auf ein anderes Material zurückgegriffen werden...
Leider kann ich in Japanisch nur "Bier" und "Danke" sagen. Die Videos sind ein Grund, es richtig zu versuchen. Zumindest die japanischen Zahlen kann ich schreiben bzw. konnte ich schreiben. Man hat so wenig Training.
ich hatte vor zwei Jahren das frustrierende Erlebnis, dass fast nichts mehr hängen geblieben ist, weder lesen noch sprechen - aber für "mo ichi biiru o kudasai" und "arigatou gosai masu" reichte es auch noch ... und natürlich "eki wa doko desu ka?" und "SL ga arimasu ka?" auch
Grüsse
Ursin
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schöne Videos! auch hier werde ich daran erinnert das da noch ein Projekt im Regal vor sich hin schläft. Papier, oder Pappe, und zwar aus Packungen die ich aufbewahre. Darin war mein Lunch, hole ich in der Woche wenn ich ausserhalb der Stadt tätig bin. Meine Frau meint zwar das ich besser Brote selber mache (gesunder) aber das schmeckt nun mal anders als gekauft.
von 1639 bis 1853 waren die Holländer die einzigen womit Japan Kontakt hatte. Auf Decima, eine kleine Enclave dürften sie wohnen und handeln. Deswegen biiru, Bier, buriki, blik, kohi, koffie und einiges mehr. Blech, uns wohl bekannt, haben die Holländer in Japan eingeführt. Kann man sehen was daraus geworden ist.
Um den Exkurs zu Japan und der japanischen Sprache etwas weiterzuführen:
In der Isolationszeit durften tatsächlich nur die Holland Handel mit Japan treiben - und China. Die Isolation wurde unter anderem gewählt, da die zunehmende Einflussnahme fremder Mächte und der Jesuiten kritisch gesehen wurde. Deswegen durften die Händler unter Androhung der Todesstrafe Dejima auch nicht verlassen. Die Japanische Sprache nimmt, wie etwa auch Englisch, gerne Wörter anderer Sprachen auf: Tobakko kommt aus dem Portugiesischen, baito (prekäre Jobs) kommt aus dem Deutschen (arubaito) und so weiter. Ponsu ist ein lustiger Fall: Die Holländer brachten Pons (Punsch, war ein Gemisch aus Fruchtsäften) und weil der etwas sauer schmeckte verstanden die Japaner Pon-Su, also Pon-Essig. Ponsu ist heute eine Sauce aus unter anderem Zitronensaft und Sojasauce (Das Wort Soja kommt wiederum von Shoyu, einer eher milden Art der Sojasauce). Vor allem im 19. Jahrhundert gab es eine grosse Faszination für Preussen/Deutschland in Japan. Unter anderem wurde das Schulsystem nach preussischem Vorbild umgestaltet. Deswegen haben es sehr viele deutsche Wörter in die japansiche Sprache geschafft (analog den französischen Lehnwörtern in der deutschen Sprache). Umgekehrt gibt es nur wenige japanische Lehnwörter im deutschen. Die meisten haben mit Esswaren oder Aspekten japanischer Kultur zu tun, die hier unbekannt waren. Das einzige andere, das mir bekannt ist, ist Bonze. Bonze ist ursprünglich eine Bezeichnung für einen hochrangigen Priester
Grüsse
Ursin
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Die Geschichte der japanischen Bahnen ist auch sehr spannend: Nach der Meiji-Restauration 1868 entwickelte sich das Land in einem rasenden Tempo. Dies führte einerseits zur schnellen Übernahme bis dahin kaum bekannter Technologien, aber auch zu einem starken Gefälle innerhalb des Landes. Die Eisenbahn wurde auf Hokkaido nach amerikanischen Vorbildern gebaut, auf Honshu (der Hauptinsel) nach britischen, französischen und deutschen. Verschiedene Spurweiten wurden ausprobiert - die Normalspur gab und gibt es etwa auch ausserhalb des Shinkansen-Netzes. Es gibt auch exotische Spurweiten wie die schottische Spurweite (Scots gauge, 1372mm), die in Schottland seit über 150 Jahren ausgestorben ist... Und bis in die 30er Jahre gab es zum Teil längere Schmalspurstrecken, auf denen die Wagen von Menschen gestossen wurden - auch im Personenverkehr.
Grüsse
Ursin
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Ich habe im Tokyo Eisenbahnmuseum einen solchen von Menschen geschobenen Personenwagen gesehen. Und im Dampflokomotivenmuseum in Kyoto ist dieser amerikanische Porter von 1880 im wahren "Wilden Westen" -Stil.
Während meines Studiums habe ich in einer japanischen Firma gejobt. Es gehörte für uns wenige Deutsche zum guten Ton, sich um Kenntnisse der japanischen Sprache zu bemühen. Wir bekamen ein Lehrbuch und Unterricht im Büro.....
Das alles ist mehr als 50 Jahre her und ich erinnere nur die für Europäer wichtigen Worte: naifu (knife), foku (fork) und supun (spoon) 😊😊😊😊😊
ich muß auf hunderte Videos in Tokio, Yokohama usw. zu sehen sein. Abgelichtet von hunderte Japanische Touristen. Die traf ich bis Corona täglich auf dem Weg zur Arbeit (Richtung Windmühlen) und nachmittags noch mal in der Nähe von Van Gogh museum. Der Van Gogh hat sich damals von Japanische malerische Motive inspirieren lassen. Umgekehrt muss seinen Stil gut angekommen sein in Japan. Genanntes Museum wird sehr intensiv von Japanern besucht. Nebenan noch das Rijksmuseum mit De Nachtwacht. Da werd dann einiges per Kamera und Handy dokumentiert. Um jedes mal nett zu warten bis die fertig sind, das habe ich aufgegeben. Und laufe jetzt durch die Schußlinie. Und bin deswegen sehr wahrscheinlich zum Filmstar geworden in das Land wo die Sonne aufgeht.
Die Yoshitsune ist die erste amerikanische Lok auf japanischen Gleisen und wurde 1880 für die Kan’ei Horonai Tetsudō gebaut, insgesamt acht Stück dieser Baureihe wurden bis 1889 auf Hokkaido in Betrieb genommen. Die JGR/JNR klassifizerte sie als Reihe 7100. Mindestens drei davon sind heute noch erhalten.
Hokkaido, die Kurilen und Sachalin (die damals alle zu Japan gehörten) waren damals ähnlich wie der Wilde Westen: Auch da gab es ein Siedlungsprogramm und auch da ging dies zu Lasten der Urbevölkerung (der Ainu). Es ist also nicht sehr erstaunlich, dass die Hokkaido-Siedlungsgesellschaft sich an den USA orientiert haben
Grüsse
Ursin
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Die dritte befindet sich in Otaru (Hokkaido) in einem Museum, dem Otarushisōgōhakubutsukan (wikipedia japanisch) oder Stadtmuseum von Otaru, das eine grössere Abteilung mit Schienfahrzeugen hat (siehe die Bildergalerie auf der japanischen Wikipedia-Seite), dort findet sich auch ein Bild von Shizuka. Die Namen sind übrigens auch interessant, es sind populäre Charaktere aus der Geschichte respektive aus Kabuki- und Nō-Theaterstücken: Der General (Minamoto no) Yoshitsune, sein Gefolgsmann der Kriegermönch (Musashibō) Benkei und die Geliebte von Yoshitsune, Shizuka (Gozen). Auch die Maschinen 4-6 hatten Namen aus dieser Geschichte, die 7 und 8 aber aus unerfindlichen Gründen nicht. Im kleinen aber feinen Standartwerk von Naotaka Hirota, Steam Locomotives of Japan, wird erwähnt dass 1972 (als das Buch erschien), zwei weitere 7100er erhalten seien, die mit bloss kleineren Reperaturen wieder in Betrieb genommen werden könnten...
Grüsse
Ursin
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