Die beiden Loks wurden in der Bucht angeboten und ich war begeistert, die kleine Lok endete mit 18 Euro unter meinen Limit, die Grosse mit 3 Euro, viel Geld aber es sind wunderschöne Loks, sie sind hier im Forum und sie werden auch im Forum bleiben denn ich werde sie nach der Restauration ein Jahr später einem Foristen verkaufen....
Alle Teile sind Original, im Prinzip guter bis sehr guter Zustand, es scheint als damit gespielt und plötzlich alles weggepackt wurde und vergessen, in der Zeit setzte der Rost an, bei der Grossen war der Anker an den Auflager eingerostet, die Birnen bei der Kleinen sind die Originalen, sie haben gewendelte Glühfaden...
Ich habe nun alle Teile provisorisch gesäubet, Anker, Ritzel, Zahnräder, Laufräder und Kontakte, das Ergebnis war klasse, die Kleine lief prima etliche Runden, die Grosse schaffte nur eine Halbe, Fazit.... auch die Motoren muss ich zerlegen, aber immerhin, sie laufen und meine Arbeit mit den beiden Loks startet Weihnachten....
Pantho erneuern, Gehäuse vorsichtig entrosten, Elektrik neu verkabeln, und weitere Arbeiten, ein Puffer fehlt und ich weiss nicht ob bei der Kleinen die Gewichte unten original sind, die Cellonscheiben sind noch gut, Kupplungen auch, insgesamt zwei Loks die ich noch nie gesehen habe und die nach und nach wieder vorzeigbar werden sollen....
Ein paar Bilder hier...
Dann werde ich weiter berichten nach Weihnachten....
Es hat mich beschäftigt warum der grosse Motor nur eine halbe Runde drehte und danach komplette Funkstille, es tat sich nichts mehr, je öfter ich schaltete desto öfter kamen wieder Zuckungen, dann wäre die Ursache klar, die Schaltwalze ist rundum mit Dreck belegt, bei irgendeiner Position dann lief der Motor wieder, diesmal so lange ich wollte, läuft gut, schnell und leise...
Beide Loks waren nie in Reparatur, niemand hat die Gehäuse abgenommen, alles jungfräulich, Kabel, Schrauben und Muttern, trotzdem muss es jetzt mal sein, leider muss ich die Räder demonrieren um überhaupt alles zu reinigen...
Welche Mühe sich Bing gemacht hatte sieht man an den Türen, jede Tür hat eine kleine Cellonscheibe...
Ein Pantho muss ich neu basteln, 0,4mm Weissblech, aber ich lasse lasern, und wenn ich schon dabei bin werde ich gleich 20 Stück schneiden lassen, wenn jemand an den Einzelteilen Interesse hat....?
Das Gehäuse und Fahrgestell werden vorsichtig entrostet, bleiben auch in diesem Zustand, Dach muss entlackt und neu lackiert werden....
Die Lampenfassungen bei der Grossen sind die üblichen, meine Eigenbaubirnen sind jetzt Gold wert...
Bei der Kleinen sieht es anders aus, hier steckt eine grosse Birne tief im Schacht, von aussen sieht es aber klasse aus, grosses Licht und flache Lampe, der Rest ist hinter dem Gehäuse....
Beide Loks werden jetzt weggelegt bis zu drei Monate, da freue ich mich darauf,
mit der großen E-Lok hast du aber einen Fang gemacht !
Sie ist sehr selten; sie wurde vor etwa vier Jahren auf dem Spielertreffen in Gaggenau gezeigt. Dürfte aus dem letzten BING-Jahr stammen.
Fortgeführt wurde das Modell von Kraus-Fandor von 1935 bis 1937 unter Verwendung der alten Werkzeuge mit der Nummer Kraus-Nr. 885/ 8 FU. Die gleichen Panthografen hat Kraus ab etwa 1933 für seine diversen E-Loks verwendet. Wenn du also etwa 20 Panthografen nachbauen willst, bedienst du damit auch etliche Kraus-Fandor-Sammler.
Und noch etwas, Georg. Bevor du die Teile lasern läßt, zeige ich dir an einem Beispiel, dass es bei den Einzelteilen der Panthografen zwei verschiedene vermeintlich gleiche Einzelteile gibt, nämlich die Erstausführung, die Schrott war, und die Zweitausführung, verbessert und funktionsfähig.
Mein Pantho ist original von Kraus-Fandor, aber der Gleiche wie von BING. Da müssen wir mal vergleichen, wer den Fehler gemacht hat. Ich denke, es lag an Kraus, weil da eventuell Bohrungen zu tief angesetzt worden sind und so die Funktionsfähigkeit gemindert wurde. Aber wir werden ja sehen, wenn wir alles vergleichen.
Georg, mein Tip. Lass die Finger von den Rädern. Sei eher froh dass noch niemand dran war. Das Einstellen ist eine elende Fummelarbeit. Denn die Achsen haben keinen Vierkant. Nur Gewinde. Man kontert die Mutter gegen das ovale Blech, in dem der Kurbelzapfen steckt. Das ist aber nur dünnes Blech in dem ein Gewindegang Platz hat. ich habe bei mir zwei Triebwerke, die ich aus Frust noch nicht wieder montiert habe. Es ist keine gute Konstruktion. Außerdem geht die Farbe ab. Eine Binglok mit geschraubten Rädern und Erstfarbe ist sehr selten.
Ypsilon, das ist auf alle Fälle richtig, die Muttern sollten nicht angepackt werden, die Walze muss ich aber saubermachen, wenn ich das obere Teil abnehme, was erwartet mich dann, Chaos...? Ich habe diesen Motor noch nie auseinandergenommen, wohl die anderen, da konnte man seitlich die Platinen abnehmen, da kommt man gut an die Walze, hier muss die Walze aber behandelt werden...
Nur den oberen Teil abziehen. Reicht völlig. Damit bleiben Stator und Räder unberührt. Die Schleiferplatte lass auch drin, wenn möglich. Dort verkleben sich gern Kabel und der Draht ist dünn.
Genau, so werde ich es ausführen, hoffe dass nichts innen verrostet ist, von aussen sieht es aber gut aus, Fallhaken habe ich nie geölt, wohl aber Gelenke, wenn ich das Oberteil abziehe, da graut es mir schon denn Bing Motoren sind eine kleine Wissenschaft, mache ich ein paar Bilder, in der Regel müssten diese Motoren ähnlich gebaut sein wie die der Pacific oder der Bing E- Lok Lampe oben, drei Motoren habe ich schon zerlegt aber diese, bei der Kleinen und bei der Grossen, sind Neuland für mich, ich denke es wird funktionieren....
Der kaputte Pantho ist komplett zerlegt, die Teile werden jetzt aufgemessen und auf CAD gezeichnet, dauert noch denn mein CAD Computer ist in Reparatur, Netzteil Austausch, dauert eine Woche, schade, normalerweise dauert das 20 Minuten wenn man es selber machen kann...
So danke ich herzlich für Tipps, gerne gebe ich viele zurück...
Den Motor möchte ich nicht aufmachen, es funktioniert alles, die Walze ist sauber, der Fallhaken fällt wie er auch fallen muss und nimmt das Walzenrad mit, je viertel, auf keinen Fall ölen, stimmt natürlich, da wird nichts geölt....
Mit der manuellen Schaltung klappt es wunderbar, der Knopf oben lässt sich gut eindrücken, die Walze dreht und der Fallhaken fällt wieder, das Gleiche mit der Schaltstange...
... wenn der Motor auf dem Gleis steht schaltet der Stator zwar aber der Fallhaken bleibt eine Weile oben, nach zehn Sekunden etwa fällt er wieder, normalerweise muss er sofort fallen um die nächste Schaltung zu tätigen, in der oberen Stellung fährt der Motor natürlich in die gleiche Richtung, drehe ich am Trafo dreht sich die Walze minimal und erreicht einen toten Punkt wo nichts mehr passiert, dann muss ich die Schaltstange benutzen...
Es ist diffizil und nicht wirklich betriebssicher. Daran musst du dich gewöhnen. Ist halt altes Spielzeug. Im Betrieb kommen aber die Erschütterungen dazu, so dass sich manches ruckelt.
Damit finde ich mich gerne ab, ist, wie du sagtest, altes Spielzeug....
...aber es wird immer besser, aufgebockt erkennt und hört man ungewöhnliches, um es sauber hinzubekommen habe ich auch die Kuppelstangen abmontiert, nun ist es tatsächlich diffizil, ich habe es schon vergessen, beide Schilder müssen exakt eingestellt sein, wo der Anker dranhängt, je zwei Schrauben müssen justiert sein, Abstand der Ritzel zum Zahnrad, lotrechter Anker...
Da ich beide Schilder abnehmen musste, zwecks Reinigung, besonders das Hintere war komplett verrostet mit der Achse des Ankers, habe ich nicht daran gedacht dass diese wieder justiert werden müssen, es klackerte und der Motor lief erst bei hoher Spannung an, das alles kann man hören wenn der Motor aufgebockt ist....
Ich habe die Schilder genau justiert und der Motor läuft sanft an, wie ich es wollte, Abstand der Ritzel ist jetzt gut und klackert nicht mehr, nun kann ich die Kuppelstangen wieder anbringen, damit ist der Motor fertig und jetzt packe ich alles wirklich weg....
Hatte gehofft dass mein CAD Computer nachmittags fertig sei, ist aber nicht, ganz grosse Kacke, dieser Betrieb.... nie wieder, und so habe ich doch noch mal das Türchen aufgemacht...
Dach entlackt, gedremelt, geschliffen und poliert, übrig ist ein gutes Dach zur Weiterverarbeitung, aber... der Rostfrass hat Spuren hinterlassen...
Vorher....
und nachher....
Was tun, muss ich das kleine Dach abnehmen und neu basteln, wer hat mit Rost Erfahrungen gemacht, auf der anderen Seite am Pantho ist auch ein verdächtiges Rostexemplar zu sehen, Blech ist hauchdünn....
Wahrscheinlich bleibt mir nichts anderes übrig als das kleine Dach neu zu bauen, die Stelle am Pantho aber... da weiss ich noch nichts, soll aber an der Originalität nichts verlieren...
mit GRüssen Georg
...und jetzt endgültig ist der Schrank zu bis Weihnachten....
Das ist der Job den ich Weihnachten erledigen will...
sieht fürchterbar aus, ist es aber nicht so ganz, es ist die Seite, die einzige, die vom Rost befallen war, Dach und Rahmen sollten kein Problem sein, am Gehäuse ist einiges auszubessern, einige grössere Stellen haben die Struktur einer Orangenhaut, das ist etwas schwieriger, besonders an den Lamellen....
... die drei anderen Seiten sehen jetzt klasse aus...
Wenn man 0,4mm Weissblech in dünnen Streifen, 2,7mm, mit der Blechschere schneidet, dann werden sie "lockig", werden diese dann geplättet sind sie krumm wie eine Sichel, die kurze Seite dengel ich auf einer Stahlplatte mit dem Fliesenhammer, man kann zuschauen wie der Streifen gerade wird...
...und so habe ich mit Augenmass die Arme geschnitten, Löcher gebohrt und auf die Fussplatte montiert, das Ergebnis ist der selbstgebaute Pantho, exakt nachgebaut, das ist jetzt nur ein Prototyp weil ungenau wegen Augenmass, lasse ich das ganze Zeug lasern sieht das schon anders aus, aber ich weiss jetzt was auf mich zukommt, die Arme müssen einzeln bearbeitet werden damit die Symetrie stimmt, federn sollen sie ja auch....
...gerade fertig geworden, meine Arbeit habe ich bis 22 Uhr geleistet und so habe ich den Pantho in drei Tagen nachts gebaut, je drei Stunden, das gelaserte Zeugs wird wesentlich schneller verarbeitet, wenn sie gut sind ersetze ich alle Panthos....
Georg, letzte Nacht habe ich nur bis 0.30 Uhr gearbeitet - du hast eine Stunde länger durchgehalten. Ich habe 6 Außen-Stromabnehmer mit Rollenschleifer für die S-Bahn gebaut, zwei eingebaut und auf dem Küchentisch schon einige Zentimeter fahren lassen. Strom wird gut abgenommen, und die Rollen drehen sich dank der eingebauten Federung auch schön.
Deine Stromabnehmer sind gut gelungen. Überhaupt habe ich den Eindruck, dass über einen Teil deiner beiden Loks Mäuse ein Nest gebaut haben. Durch Ausscheidungen hat das dann massiv gerostet. Ohne Mäuse wäre die Sache bei eBay viel teurer geworden.
Das Problem mit dem Rundbiegen von schmalen Blechstreifen hatte ich gestern auch, denn ich musste kleine Röllchen in einer Länge von 5 mm und einem Innendurchmesser von 2,5 mm herstellen (Halterung für die Federung der Schraube, die auf die Röllchen drückt): Da hatte ich auch das Problem mit dem Rundbiegen beim Schneiden. Etwas kann man das zuerst verhindern, dass man mehrfach beim Schneiden den Streifen mit der Hand oder einer Zange wieder gerade biegt. Und dann eben, wie von dir beschrieben, auf dem Amboß mit dem Hammer gerade klopfen.
Kurios ist, dass die schmalen Bleche einmal außen anliegen und auf der anderen Seite innen. Das ist auch bei den Panthografen von Kraus so. Zuerst dachte ich bei Kraus an einen Montagefehler, aber dann habe ich gesehen, dass das bei BING auch so montiert wurde. Wahrscheinlich entsteht dadurch eine gewisse Reibung, die den Panthografen in seiner Bewegung etwas behindert, so dass das Öffnen etwas langsamer vonstatten geht.
Die Laserbude hat geliefert, Teile für 12 Panthos haben 76 Euro gekostet, die Teile sind exakt, einige Enden zeigen Brennspuren die aber weggedremelt wurden, behandelt müssen alle Teile mit feiner Nagelfeile...
Das Zusammenbauen ist wahnsinnig, ich weiss jetzt warum Panthos teuer sind, man sitzt wirklich stundenlang um ein Ergebnis zu sehen, aber es sieht gut aus...
Im Gegensatz zum Original musste ich Messingröhrchen als Abstandshalter nehmen, auf Messingstangen aufgeschoben und aussen gequetscht, die Zange hat mir Udo mitgebracht, um die Feder mittig festzusetzen habe ich zwei Messing- Hohlnieten je Seite eingeschoben, meiner Meinung sieht der Pantho gut aus, auch wenn die Messingteile etwas hervorstechen aber momentan bekomme ich keine Röhrchen in Weissblech...
ich werde zwei Panthos einbauen wenn das Dach schwarz lackiert ist...