Gelegentlich taucht der Name PAYA hier im Forum auf, für einige ist es Freude, für andere ist es keine Freude weil die Gussrisse einige Modelle zerstörten, schwierig wird es dann wenn man Ersatzteile sucht, durchaus machbar kostet aber Nerven und Zeit, wieviel Zeit und Geduld ich an PAYAs verbraucht habe sehe ich daran wenn ich meine Zimmerdecke der Werkstatt betrachte, sie ist schwarz vom Fluchen, und so bin ich sehr froh den PAYA Papst kennengelernt zu haben....
Den Coche Cama konnte ich nicht mehr reparieren, alle meine Ersatzteile habe ich verschenkt denn mit PAYA wollte ich nichts mehr anfangen, ich habe den Wagen zum PAYA Papst geschickt und bekam ihn wieder, perfekt repariert, zusätzlich kam ein weiterer Wagen dazu, ein Geschenk, der blaue PW....
Fünf der 1372er Serie habe ich jetzt, noch immer fehlt mir der rote PW, diese Wagen sind wunderschön, aus den 50er Jahren, mit Beleuchtung einschaltbar...
Alle Räder wurden ausgetauscht gegen neue extra angefertigte Massivräder die erstklassigen Lauf haben, das Rot muss zusätzlich gepinselt werden, wer solche Räder also noch sucht kann sich melden....
Die Dachlandschaft gefällt mir sehr, auch wenn einige Beulen zu sehen sind, wichtig sind die Lüfter die oft verloren sind....
Die Unterseite der Wagen, Schleifer für die Beleuchtung sowie Schalter, muss leider genau eingestellt sein sonst gibt es gelegentlich einen Kurzschluss....
Die Stirnseiten sind aus Guss, empfindlich und sind des Öfteren verbogen und rissig, auch die Stufen und Geländer bröckeln ab, links die originalen Geländer mit Stufe, rechts mein Versuch die Stufen und Geländer zu ersetzen...
Wer also PAYA besitzt muss viel Geduld haben wenn es um eine Reparatur geht, ansonsten sind viele Modelle sehr schön und fahren, bei guter Einstellung, erstklassig über die Anlage...
Ich bin nicht sicher ob ich den PAYA Papst namentlich hier erwähnen darf, wenn ja dann wird er sich hier bestimmt äussern, dort sind auch die Räder zu beziehen....
Moin. Ja, die Pest ist ein großes Problem bei Paya. Habe etliche Sachen von denen, wo bestimmt auch ein kath. Oberhirte nicht mehr helfen kann. Wenn die Rahmen von Lok und Wagen bereits krum wie eine Banane sind, wird mit Retten nicht mehr viel. Aber nicht nur die Pest. Auch der verwendete Kunststoff ist zum Teil sehr bruchanfällig. Beim Fiat TAF595 Triebzug zerstört die Pest den Antrieb und dann zerbrechen die Drehgestelle bei zu starkem Hinschauen, weil der Kunststoff so spröde geworden ist. Auch bei den Schnellzugwagen scheinen sich die Drehgestelle gerne zu verabschieden, wenn man danach geht, wie oft die nackten Wagenkästen angeboten werde. Schade, Paya hat schöne Sachen gebaut.
Ich habe ja auch etliches von Paya, meine Ersatzteile bestelle ich in Spanien. Aber auch da gibt es Spreu und Weizen....Nachgüsse der Federpuffer z.B. sind zwar mit Gewinde ausgestattet, aber das Gewinde ist nicht geschnitten, sondern gegossen. Das gesamte Gebilde ist sehr bruchanfällig. Hab einen "Leuna" Wagen hier, dessen Drehgestell Wangen zerbrochen sind. Ersatz liegt hier bereits, ich muss es nur noch mal irgendwann schwarz lackieren. Zwei "Pacific" Loks und zwei "Schweizer E-Loks" stehen hier ebenfalls. Ich bin gerade dabei, mir einen Orient Express zusammen zu stellen: Packwagen 1359 , Pullmann Wagen 1396 und Schlafwagen 1399 in 35,5 cm Ausführung. Wirklich sehr schöne Teile. einen uralten "Butacas" Wagen habe ich auch, er hat leider die "alte" Original Paya Kupplung, die nicht zu dem Rest meiner (Märklin) Flotte passt. Bei einer meiner Loks lag ein Paya Katalog aus den 80ern in Form eines Faltblattes bei.
Don Georg, Ein sehr schöner Zug hast du da :-) Danke für die Blumen… „Paya-Papst“… aber ich bin nur Hobby-Schrauber. Du bist der Meister, der Prachtstücke auf die Schienen stellt, z.B. wenn ich denk‘ wie du den Teak-Holz-Style Paya aus meiner Bastelkiste wieder flott gemacht hast: (Link) Also, wer ist hier der spanisch-blech-kath. Ordensträger…! Den blauen Pw hast du dir redlich verdient, du weisst warum, und in deinen Zug isser am richtigen Ort. Über Paya und die schwarze Zimmerdecke haben wir schon ausgiebig geklönt und hier wie auch im benachbarten Forum viel geschrieben, so wie der unlängst leider verstorbene Botho, der viele Jahre Verbindung zu Paya hatte und mit dem Import / Verkauf von einer Ladung Loks eine typische Paya-Geschichte erlebte… Kann man alles nachlesen. Die Probleme bei Paya sind (heute) bekannt. Es ist ja nicht nur der Guss, sei er Metall oder Kunststoff. Drehgestelle, die nicht ausschwenken können, eiernde Räder, sich lösende Schrauben… von den Herausforderungen bei den Loks fangen wir nicht an… Zu den Rädern: Diese Gusswangen-Drehgestelle haben Räder mit Lauffläche Dm. ca. 17,5 mm, Loch 2,5 mm. Passende Räder, mit Achse, gab (gibt es noch?) von WEZET / Horst Zwintzscher in sehr guter Qualität. Mein Ziel war ein Rad mit Baugrösse und Optik dem Paya-original entsprechend, bis hin zur Einstichtiefe auf der Vorderseite und der Rundung ums Achsloch, aber mit Lauffläche / Spurkranz Form vom Märklin, BUCO u.ä. Blechrad. Kompromiss aus fertigungstechnischem Grund: ohne die bei Paya angedeuteten Speichen. Die Paya Achse (auch die beidseitigen kleinen Distanzhülsen) wird weiterverwendet, weil sie meistens ok ist. Nur manchmal die Distanzhülse zwischen den Rädern anpassen / kürzen nötig: Paya hat ja eine leicht breitere Spur. Die original Paya Räder haben eine ziemlich flache / waagrechte Lauffläche und einen steilen, hohen (ca. 3 - 3,5 mm) Spurkranz. So hohe Spurkränze machen z.B. auf BUCO-Weichen Probleme; da sollte er nicht mehr als ca. 2,5 mm sein. Die genannten Blechräder sind „gerundeter“ und das habe ich auf das Neubaurad übertragen. Nach vielen Gesprächen mit und Unterstützung von Kennern und Könnern (Danke euch!!), mehreren Zeichnungen, drei Prototypen, einem fehlgeschlagenen Versuch bei einer mech. Werkstätte bei mir im Dorf, usw. usf. wurde ein Schwung Räder aus V2A rostfrei Stahl auf einem Automaten gedreht. Die Nachbearbeitung darf man nicht unterschätzen, Handarbeit, die Stunden frisst: beidseitig beim Achsloch entgraten, reinigen… Und last but not least schwarz oder rot lackieren. Ergebnis: ein grosser Aufwand, und meine Zimmerdecke ist mit der Zeit auch schwarz geworden…. aber der Georg ist happy… und ich bin es auch. Die Zimmerdecke male ich nicht frisch, lohnt sich nicht, denn ich bastle an meinen Paya weiter... Man(n) muss nicht verrückt sein dieses Hobby zu pflegen…aber es hilft! blecherne Grüße - spurnullo
Nach drei Jahren Wartezeit ist mein Lieblingswagen endlich aus Spanien eingetroffen, rot, und im erstaunlich guten Zustand, die Geländer sind alle vorhanden sowie die Tritte, die Federpuffer sind fest, kleines Anzeichen dass sich in den Stirnteilen aus Guss etwas bewegt, aber noch sehen die Teile gut aus, der Wagen ist komplett, nur ein Türgriff fehlt, und der Wagen wird zu oben genannter Adresse geschickt, dem Paya Papst, denn die Räder müssen ausgetauscht und der hiesigen Spurweite angepasst werden, und damit ist meine Sucherei beendet, denn sechs der Serie 1372 bekommt keine Lok gezogen, man nimmt dann eben zwei...
So einen wunderschönen PAYA-Zug habe ich noch nie gesehen.... Und die Restaurierung ist "spurnullo" erstklassig gelungen. Kompliment an Euch beide!
Ich sehe oft auf "todocoleccion" nach Bahnen von Paya, weil ich sie sehr schön finde und weil sie hierzulande wenig bekannt sind. Aber die Gußpest hat mich bisher davon abgehalten, Stücke von Paya zu erwerben.
Allerdings habe ich EINE Ausnahme gemacht: einige wunderschön lithographierte Blechtunnel haben Aufnahme in meine Sammlung gefunden!
Die Blechtunnel von PAYA kann ich jedem Bahner als Bereicherung für seine Anlage empfehlen.
Moin. Georg, mach von den noch ungerissenen Gußteilen unbedingt Zeichnungen und Fotos. Damit bestünde dann die Möglichkeit, die Teile mit 3d-Druck irgendwann mal nachzufertigen und zerbröselnde Teile zu ersetzen. Wenn die originalen Teile erstmal angefangen haben "zu wachsen", wird es viel schwieriger, Zeichnungen mit den richtigen Maßen zu erstellen. In der GHO hatte ich dafür genau die richtigen Kollegen im Zimmer. Habe einige Infos und Tipps dafür bekommen - genug Stoff für viele Winterabende. Damit muß ich dann versuchen, bei meinen Paya zu retten, was geht. Mal schauen, wie ich damit zurecht komme. Viel Erfolg bei der Erhaltung der Paya - sind schöne Modelle.
die gute Nachricht ist, dass in Spanien viele Ersatzteile wieder angeboten werden, vor allem bei Todocoleccion, meistens sind die Stirnseiten kaputt oder die Drehgestellwangen, beide Teile findet man, wenn du dort nicht einkaufen kannst, dann mache mal ein Foto von deinem Paya Wagen, ich bemühe mich dort...
mit GRüssen Georg
Edit.... aber du hast Recht, für die Winterabende versuche ich eine Zeichnung aufzustellen, diese bekommst du....