Im Juni 1935 brachte Märklin dieses vierseitige DIN A4 Faltblatt heraus, also noch deutlich vor der Herbstmesse 1935, zuerst wohl nur für die Händler, daher ist es heute äußerst selten, außen noch ohne die Bezeichnung "00", diese erfolgte erst auf dem im Herbst 1935 herausgebrachten gelben Prospekt:
Inhalt ist derselbe wie der des später im Herbst 1935 herausgabrachten gelben Faltblattes, welches einzeln abgegeben oder im 1935er Katalog eingeklebt wurde.
Bestellblatt war beigefügt:
Demonstrationsdiorama für 20.-RM, wobei das rollende Material einzeln erworben werden musste:
Eisenbahnfahrzeuge, Schienen und die beiden Lampen sind alle original aus dem Jahr 1935, insbesondere auch die E-Lok RS 700:
Aufbau höher als bei späterer Version, Handumschalthebel vernietet, nicht angeschraubt, Treppen nicht verstärkt, vorderes Fahrgestell unten gerade, nicht bogemförmig, Kupplungen der ersten Serie ohne Verbreiterung an der Schraube, Kabel von der Feldspule zur Schalterbuchse nicht in Nuten geführt, sondern unter dem Quersteg.
Fernschaltlok für Gleichstrom war anders beschriftet:
Das Originaldiorama ("Schaustück" Bestellnummer 500 für 20.-RM) hatte ich zur Zeit der Einstellung dieses Beitrags noch nie gesehen, das hier gezeigte stammt aus Anselms Werkstatt, ist aber m.E. ein sehr gelungener Nachbau nach dem Bild auf dem Faltblatt. Obwohl wir das Falbalatt vor Anselms Bau noch nicht kannten (nur ein Bild der Vorderseite aus dem Internet), stimmen Anselms nach den Fahrzeugen abgenommenen Maße mit den im Faltblatt angegebenen auf den Millimeter überein. Auch das inzwischen aufgetauchte Originaldiorama stimmt mit Anselms Bau bis auf Kleinigkeiten überein.
Sehr schön, danke. Wobei vielen noch nicht klar ist, dass Märklin schon im Juni 1935 und nicht erst zur Herbstmesse mit der 00-Spur herauskam. Trix hatte übrigens 1935 in seinem ersten Katalog im Gegensatz zu Märklin die Spur noch nicht 00 genannt, aber noch 1952 im Katalog die Bezeichnung 00 geführt, während Märklin schon 1950 von 00 auf H0 umgestellt hat. Ab 1953er Trix Katalog wurde dann auch bei Trix die Bezeichnung H0 eingeführt.
Letztere von Dir im Link gezeifte RS 700 ist bis auf den Handumschalter eine der ersten Ausführungen mit frei stehenden Treppen. Leider fehlen die originalen alten Kupplungen. Grüße von elaphos
Zitat von elaphos im Beitrag #3Wobei vielen noch nicht klar ist, dass Märklin schon im Juni 1935 und nicht erst zur Herbstmesse mit der 00-Spur herauskam.
im aktuellen Märklin Magazin wird auf 6 Seiten 90 Jahre Märklin 00/H0 gefeiert.
Ausführlicher als sonst üblich wird die zeitliche Abfolge der Ereignisse des Jahres 1935 dargestellt.
Viele Grüße,
Bodo
(Der Beitrag im Märklin Magazin erwähnt einige Punkte aus: Bodo Schenck, Zur Geschichte der Märklin 00/H0 Eisenbahn, Vortrag am 34. Tinplate Forum 2020)
Ja genau, damit man mal alle Prototypen der Vorserie besser sieht. Ich meine so zu erkennen 440 Signal mit Fuss meiner seltenen 447 Lampen zu sehen usw.. Habe Stefan gefragt (er kommt Mittwoch zu Besuch zu mir), ob er auch so etwas hat.
Ja, sehr schön. Erst hier ist mir aufgefallen, dass der offene Güterwagen 365 auf dem Dioramafoto nicht der Prototyp ist (dieser hatte kleine Türgriffe). Ich hatte ihn im Vergleich zum späteren hier (3.Bild) gezeigt:
Auch die RS ist mit dem Stab hinter den Seitenteilen bemerkenswert. Dieser fehlte bei der ersten Serie, kam erst bei der späteren Serie mit niedrigerem Dach.
Was man erkennt, das sind die Schienen noch für das 2 Leitersystem . Man erkennt es an den 4 Laschen, die sich auf der Schiene befinden, um die 2 Messingrail Profiele zu halten. Sie haben nicht die braune Farbe des Mittelstegs. Sehr schön, man sieht viel Prototyp/Vorserie auf diesem Foto.
Stimmt ! Ist mir bisher gar nicht aufgefallen. Die Gleise haben nur zwei Schienen, ohne Mittelleiter. Dann hat die Lok auch keinen Mittelleiterschleifer, oder ?
Ja sieht so aus, aber? Ist das Teil auch für Mittelleiter gedacht, was wir sehen? Wo ist der Mittelleiter ? Ich kann nur von echten Teilen ausgehen, die wir haben. Das ist 1 FOTO vom 2 Leitersystem 1 mal 462 1 mal 467 1 mal 3600 ar Und jetzt die gefundenen 3600D Schienen. Hoffe nicht, dass ich jetzt probleme bekomme wegen foto 1.
So was siehst du die 2 Messingprofile sind mit Laschen befestigt (diese sind isoliert) und die Laschen am Gleis gelötet. Die Laschen sind weiss, hell braun oder so?
Foto 2,3 und 4 siehst du, dass die laschen braun sind. Also alles spricht dafür, dass hier im Modell die 2 Leiter zu sehen sind. Siehe Foto 2, prellbock, Befestigung für Mittelleiter, aber der 462 hat keinen Mittelleiter, also stimme ich dir zu 0% zu, dass hier schon 3 Leiter gezeigt werden.
die Gleisanlage auf dem Damm endet rechts vor der R 700 mit einer halben Gleislänge (3600 D 1/2). Dieses Teilstück hat schon mehr Entwicklungsschritte hinter sich als die hier verwendeten normalen ganzen Gleislängen. Die aufwändigen isolierten Befestigungen der Schienen kann man an diesem Stück nicht mehr ausmachen.
Die Abbildung ist ein Druckklischee. Wer weiß, was auf dem unretuschierten Originalfoto zu erkennen war.
Am 22. Mai 1935 verschickte Märklin die Neuheitenliste 1935, die Sonderliste 1935, die Modelliste M 551 und die (Modell-) Sonderliste M 552 an den Handel. Bei dieser Gelegenheit hätte Märklin auch das "illustrierte Angebot" über die angekündigte "Miniatur-Tischbahn" mitschicken können. Hat Märklin aber nicht. Es wurde im Anschreiben zu dieser umfangreichen Sendung lediglich angekündigt, dass dieses Angebot "separat zugehen" wird. Das tat es erst im Juni.
Das kann man so deuten, dass zwischen Mitte/Ende Mai und Juni noch wesentliche Änderungen im Angebot vorgenommen worden sind. Nach meiner Einschätzung war dies der Mittelleiter.
Ich denke auch eher, Bodo hat Recht, der Mittelleiter wurde evtl wegretuschiert. Die Schienen auf Deinem Foto 1 von der Frühjahrsmesse zeigen 2 Leiterschienen die mutmasslich ohne diese Zungen in der uns bekannten Art auskommen. Man erkennt hier keine nach oben durchgeführte Befestigung zwischen der ersten und der zweiten Schwelle.
Zitat von www.spur00.de im Beitrag #17Mittelleiter wurde evtl weg retuschiert.
Hallo,
in #16 bezog ich mich auf das Katalogklischee des Schaustückes in #8.
Zwischen den Rädern erkennt man (wie auch an anderen Stellen) die aufwändige Befestigung der Schiene (heller Punkt). Schwach ist unter dem vorderen Rad der Stoß zwischen den Gleisstücken zu erahnen (der Stoß zuvor (nicht im Bildausschnitt) ist deutlich auch ohne Vergrößerung zu sehen). Bei dem halben Gleis rechts davor sind die hellen Punkte deutlich kleiner bzw. fehlen, hier ist die Schiene deutlich anders und wohl schon mit Masseschluss befestigt.
Die Frage, ob hier ganz rechts schon eine Mittelleiter- Zunge auszumachen ist oder ob dies nur ein Schatten ist, möchte ich im Raum stehen lassen.
Kaffeesatz hat mehr Pixel zum Lesen als das Katalogklischee...