Liebe Eisenbahnfreundinnen und -freunde, dies ist meine erste Beteiligung am Forum und möchte gleich mit einer Frage beginnen, von der ich hoffe, dass sie nicht zu blöd ist und auch noch nicht behandelt wurde. Elektrik ist bei mir ein Vakuum. In der zurückliegenden Zeit habe ich mit großem Interesse viele euerer Beiträge im Forum verfolgt und möchte meine Wertschätzung solch einer Einrichtung aussprechen. Vorbemerkung: Vor 5 Jahren habe ich zurückgefunden zur Spur 0-Blecheisenbahn und eine Uhrwerk-Schienen-Anlage zusammengetragen. Unisolierte Blechschienen! Von 10 Uhrwerkloks haben 5 nach kurzer Zeit den Geist aufgeben. Das war recht enttäuschend. Eine elektr. Fleischmann-Lok habe ich daraufhin mit 2 Stück 9 V-Block-Batterien, Trix-Widerstand zur Geschwindigkeitsregelung und Schalter ausgestattet und über Kabel mit der Lok verbunden. Schleifer natürlich abgebaut. Das ist abnehmbar geformt und kann während der Fahrt aufgelegt und abgenommen werden. Siehe Foto. Funktioniert einwandfrei! Nun die Frage: Funktioniert das auch mit einer Märklin-Lok. Siehe Grobskizze. Ich habe gehört, dass u. U. Wechselstrom-Motore mit Gleichstrom funktionieren. Wenn möglich, könnten die beiden Außenschienen über Schleifer am Wagen über die Räder der Lok einbezogen werden. Wenn nicht Verbindung über Kabel. Die Lok muss nur vorwärts fahren, das reicht zum spielen. Ich würde mich über Hinweise freuen.
die klassischen elektrischen Tinplate-Loks von Märklin, Bing, Bub etc. haben einen sogenannten Allstrommotor, der aus dem Rotor und einer Feldwicklung besteht. Diese Loks können problemlos mit einem Gleichstromtrafo oder auch ausreichenden Gleichstrom-Batterien gefahren werden.
Aufpassen musst Du nur mit der Spannung, also vorsichtig rantasten. Es gab Loks, die mit sehr niedrigen Spannungen betrieben wurden, aber die hatten sogar einen Permanentmagneten eingebaut. Die meisten Loks können mit ca. 20V gefahren werden, dafür reicht ein LGB-Trafo mit 20V und 1A.
Edit: Gleichstrom-Batterien ergänzt (zur Verdeutlichung, sie liefern grundsätzlich Gleichstrom)
Wie lange wird die Freude mit (Uhrwerk)-Handweichen anhalten? Meine ersten (Hand)-Weichen waren in der Nähe des Fahrpultes – dann kamen weitere hinzu. Wegen dem großen Radius (Spur 0, 8er, dann 12er Kreis) waren diese nur schwer erreichbar, d.h. jedesmal aufstehen, Weiche stellen, zurück zum Trafo – das macht auf Dauer kaum Freude. Mittlerweile funktioniert alles elektrisch. Auch das ein oder andere Signal macht ohne Handbetrieb Freude. Mein Tipp: weg von den Uhrwerk-Gleisen.
das funktioniert nicht so einfach. Du brauchst auch die richtigen Gleise, bei denen eine Schiene isoliert ist. Des weiteren musst Du bei der Lok die Räder einseitig isolieren. dieser Aufwand lohnt sich nicht. Besorge Dir elektrisches Gleismaterial und elektr. Lokomotiven das ist wesentlich einfacher. Die Uhrwerklokomotiven kannst Du ja dann auf den elektr. Schienen fahren lassen.
Ohne Schleifer mit Batterie (Akkus kämen auf die Dauer billiger) geht das doch problemlos. Die Schienen dienen nur der Spurführung, Strom gibt es da nicht.
Hallo Bernd, die äußeren Weichen auf der anderen Seite der Platte stelle ich mittels Bowdenzügen vom Fahrrad. Ich fahre inzwischen 3 Loks bzw. Triebwagen mit Batterie auf Uhrwerkgleisen. Glaub mir, das macht Spaß. Das der Spaß nicht ewig anhält ist mir klar. Für mich ist das "Spur 0 Projekt" wahrscheinlich eine Episode als Spielbahner im Sinne eines bekannten Fernsehmoderators. Ich habe die Platte allerdings so gebaut, dass man damit durchaus auf Ausstellungen gehen könnte. Gruß Udo
Hallo, ich habe vorhin bezüglich der Weichenstellung an Bernd geschrieben. Es müsste aber an Heizer gerichtet sein. Sorry! Ich muss mich mit der Handhabung noch zurechtfinden. Gruß Udo
Hallo Claudia, viel Dank für deine Zeilen. Zum Thema elektrischer Spur O Betrieb möchte ich antworten, dass mich eigentlich immer die Mittelleiter gestört haben, darum habe ich vor Jahrenden schon meine Trix Express bis auf die Herzensobjekte meiner Kindheit verkauft. Gruß Udo
Ja, Mittelleiter können störend wirken. Mich stören sie nicht, denn ich sammle und fahre historische und antike Spielbahnen, bei denen das reale Vorbild nur näherungsweise eine Rolle spielt. Und da halte ich mich weitestgehend an den Originalzustand des ganzen Ensembles. Diese alten Bahnen sind ja auch weder maßstäblich noch besonders detailliert und oft Phantasieprodukte.
Anders ist das natürlich bei Finescale-Modellen. Das ist eine Welt für sich!
Aber das Hauptaugenmerk liegt bei unserem Hobby ja auf "Spielzeug"! Und wenn Du mit Batterien für Dich mehr Spielwert erreichen kannst, ist das prima. Ich würde Deine Anlage sehr gerne mal sehen. Gehst Du damit zu irgendeinem Treffen?
Das Argument mit dem Mittelleiter hört man oft. Aber so ist das nun mal mit den Kompromissen.
Aus Respekt vor der damaligen Erfindung kann man das aber tolerieren und außerdem unterscheiden sich unsere Bahnen damit ja wunderbar von den moderneren Systemen.
Die Echtdampfer (und Uhrwerkbahner) bauen mitunter Maschinen auf Batteriebetrieb um, damit auf Ausstellungen auch was zu sehen ist, wenn das Handgelenk weh tut oder der Echtdampf vorbereitet wird. Genial einfach wird es mit Kombination der Funkfernsteuerung. Das habe ich mir oft gewünscht, vor allem wenn man allein mit der Spur 1 Fußbodenanlage ist. Hoch, runter, hoch, runter, Sport ist Mord...
Moin. Habe gerade ein WE mit Uhrwerksbahnen hinter mir. Das mache ich so nie wieder. Ich hatte zwar auch einen Kreis mit Stromanschluß, wo ich zwischendurch mal ehem Uhrwerksloks elektrisch fahren konnte. Aber dazu weitere 3 Kreise wirklich nur mit Uhrwerk. Das wird mit t der Zeit echt anstrengend. Da finde ich die Idee mit Akku- / Batterieantrieb nicht schlecht. Solcherlei Antriebe finden sich übrigens oft bei japanischen und chinesischen Spielbahnen. Ob man das dann mit Fernsteuerung regeln muß, lasse ich mal offen. Wer etwas Geschick hat, kann Schalter bestimmt so platzieren, daß sie sich mit den alten Schaltgleisen betätigen lassen. Das käme dann dem Fahren mit Uhrwerk recht nahe, nur das andauernde Aufziehen entfiele.
Hallo Claudia, ein paar Bilder und ein Video von meiner Platte habe ich eingestellt. Nach dem Motto: Alles muss laufen - irgendwie - habe ich 10 verschiedene Fabrikate auf 5 verschiedenen Gleissystemen zusammengefummelt. Dabei war auch eine Menge Bastelschrott. Aber irgendwie ist alles zum Laufen gekommen. Wichtig war: Gleisschablone verwenden, Spurweiten der Wagen anpassen, Gewichte zur Beschwerung der Wagen, Kupplungen ergänzen und Adapterhaken biegen. Verwendet: Schnellhefterlaschen, Bilderhaken, Gewindestangen M2, Heißkleber, Sekundenkleber, Dächer aus Schleifpapier, Bowdenzüge, gute Zangen zum Richten. Von zehn Fahrten entgleisen zwei!!! Ist doch gut. Was ich nicht erwartet habe ist, dass die Uhrwerkloks so schnell den Geist aufgeben - machen knacks und bleiben einfach stehen. Uhrmacher hat versucht Märklinloks neu mit Federn auszustatten - Fehlanzeige, ging nicht. Daher meine Bastelwut elektrische Loks mit Batterie anzutreiben.
Die Sache mit Ausstellungen habe ich geknickt. Ich hatte an Börsen und Fahrtagen im Raum Braunschweig gedacht, aber die gibt es nicht mehr. Außerdem habe ich kein entsprechendes Fahrzeug mehr. Und was besonderes ist die Platte ja wohl nicht. Ist ja alles einfaches Zeug. Vielen Dank für Deine Nachfrage.
Der Distler Triebwagen Spur 00/H0 war ein Fehlkauf, habe gedacht, ich kaufe Spur 0 - aufpassen! Habe dann daraus die Hochbahn gemacht und meine alte Trix-4,5 V-Lok auf 2-Leiter umgerüstet mit 2 Schleifern unter den nachfolgenden Waggons. Strom natürlich aus selbst gebautem Batteriekasten und nicht aus der Steckdose. Kaufe die Batterien super günstig im "Ein-€-Laden". Ich fahre ja nicht stundenlang.
Viele Grüße aus Wolfenbüttel Udo der bahnudo1
bahnudo1
hat folgende Bilder an diesen Beitrag angehängt
Hallo Claudia, der Bowdenzug funktioniert in beide Richtungen. Der Draht ist seif genug, um den Schub aufzunehmen und flexibel genug, um die Biegung mitzumachen. Funktioniert einwandfrei. Noch 2 Bilder zur Übersicht. Gruß Udo
Hallo Heinz, Die Sensibilität mit der Du das schöne alte Blechspielzeug betrachtest und erhalten möchtest, unterstütze ich vollkommen. Ehrlich gesagt, habe ich bisher im meinem Falle nicht sehr darüber nachgedacht, weil ich wirklich verbeulte, platt drückte, verrostete Objekte mit vielen fehlenden Teilen wieder einigermaßen hergerichtet und gängig gemacht habe. Auch beim Umbau auf Batterie kommen keine Schätze zum Einsatz. Zu Anfang habe ich an das Spielen mit den Kindern gedacht. Aber ich hätte wissen können, wie zickig die Blecheisenbahn sein kann, beim Schienenaufbau, Aufgleisen, Ankuppeln, Aufziehen usw. Daher ist das Interesse der Kinder leider relativ gering. Gruß Udo
Hallo Bahnudo. Ich finde es gut, altem abgeschriebenen Spielzeug wieder neues Leben einzuhauchen. Mir ist lieber, es ist etwas modifiziert und bewegt sich, als daß es original aber tot in einer Vitrine steht. Natürlich sollte man versuchen, die Modifikationen so gering und unauffällig wie möglich zu halten. Du hast mir jedenfalls ein paar neue Anregungen gegeben. Leider findet man zur Zeit kaum die klassischen Kramkisten auf den Flohmärkten, wo man billig Teile findet und auch mal riskieren kann, daß bei der Wiederbelebung etwas schief geht.
Ich finde die Idee, mit Batterien und gegebenenfalls Fernbedienungen zu fahren, gar nicht so schlecht. Gerade im Hinblick auf Gartenbahnen: man bräuchte sich nicht um das penible Sauberhalten der Gleise wegen einwandfreier Kontakte zu kümmern, die vielen Einspeisungspunkte fallen weg. Mit einer Fernbedienung könnte man in der Nähe der Lok sein und bei einer Gartenbahn nicht 20 m weg am Trafo. Es gäbe neue Spielmöglichkeiten, der Lokführer müsste am Haltsignal bewusst anhalten, ihm wird nicht am Gleis der Strom weggenommen wie bei der klassischen Modellbahn. Oder ein Zug fährt in einen Kopfbahnhof, eine andere Lok fährt ans Zugende und übernimmt den Zug. Hat jemand Erfahrung mit dem Piko Fernsteuerungssystem für Gartenbahnen? Siehe https://www.piko-shop.de/is.php?id=23147 Wie es im Prospekt aussieht, ist es nicht kompliziert, den kleinen Sender in der Größe eines modernen Autoschlüssels finde ich praktisch. Der Preis für Sender und Empfänger ist mit rund 80 Euro recht günstig und lädt geradezu zu einem Test ein.
Man muss im Netz keine 80 € bezahlen, aber die Verkaufsinformationen sind mager. Das Set sieht so aus und besteht grundsätzlich aus drei Teilen. Ein Umschalter, der eine Aus-Mittelstellung hat und je eine Endstellung für zwei verschiedene Stromeingänge. Damit kann m,an einfach von Schleiferbetrieb auf Batteriebetrieb umschalten, oder in unserem Fall von Mittelleiter auf Oberleitung oder bei Dreischienengleisen usw. Dann der Dekoder oder Regler. Und das Handteil.
Anfangs sah es nicht danach aus. Ich habe die Fernsteuerung im März bekommen. Als ich dann im Mai das Ding testen wollte, ging erst mal gar nichts. Dann beim Händler reklamiert und das Teil eingeschickt. Es ist bekannt, dass es bei Piko einen Reparaturstau gibt, ich habe etwas über 4 Monate auf die Ersatzlieferung gewartet.
Vorhin habe ich alles wieder zusammengebaut und siehe da, es funktioniert. Ich werde morgen bei Tageslicht ein paar Fotos machen.