[quote="geopiri"|p102363]bitte ein Foto des Tenders posten, der fehlt auch noch
Hallo Georg, Überraschung: diesen Tender kann ich Dir überlassen, wenn Du noch keinen gefunden hast. Ideal, für Deine neue Bing-Baggeranlage, weil der Kohleeinsatz fehlt.
Habe gerade gelesen, dass wir uns zum Stammtisch sehen! SUPER!!! Bis morgen Wolfgang
Zitat von elaphos im Beitrag #21Nein, es gab beide gleichzeitig. Georgs Lok ist die einfachere Ausführung R 13041 mit Handumschaltung, Gunters die etwas teurere (damals 4.-RM teurer) R 65/13041 mit Fernschaltung 65. Beide in den Katalogen von 1926 bis 1932. Vor 1926 gab es die sonnst baugleichen Loks für Starkstrom mit den Nummern R 3041 btw. R 65/3041. Die baugleichen Starkstromloks hatte vor der vierstelligen Nummer keine 1 im Gegensatz zu den späteren für eine Spannung bis 20V. Grüße von elaphos
Moin elaphos, das ist so nicht ganz richtig.
Märklins Modellbezeichnungen sind codiert.
R= zweiachsige Dampfloks mit Rückwärtsgang, das sind beide hier in Rede stehende 10xx (9xx): Uhrwerk 20xx: meines Wissens nicht vergeben 30xx: "Starkstrom", eigentllich: "Hochspannung" 130xx (129xx): 20V, wobei die 65er Schaltung erst mit den 20V-Motoren eingeführt wurde, "65/30xx" gab es nicht, wohl aber "64/30xx". 31xx: "Schwachstrom", eigentlich "Niederspannung" (Ausnahmen: Nordamerika, das ist ein Extrakapitel) 40xx (492x): Dampf, also aus echtem Wasser, heißgemacht mit brennendem Spiritus 9xx: Mit Ausnahme der 92x-Typen billigere Triebfahrzeuge, zusätzliche Modelle 92x: Moderne modellmäßige, teue Uhrwerkfarzeuge 1292x: Moderne modellmäßige, teue 20V- Farzeuge, lösten die 1302x ab
xx0x: bei dampfbetriebenen Loks: einfache Technik, Bodenläufer ohne antrieb (1)xx2x: Beste Ware, beste und modernste Uhrwerkantriebe (und Dampftechnik), handlackiert (1)xx3x: einfachere Fahrzeuge, lithographiert oder auch nicht, einfachere Uhrwerke, (1)xx4x: einfache Modelle, immer lithographiert, einfache Uhrwerke. (x)xx5x: Ausweichnummer, Beispiel E 65/13050, die eigentlich eine "4" hätte haben müssen, aber die war schon vergenben (1)xx6x: elektrische Zahnradloks
An vorletzter Stelle gab es dann noch 5, 7 und 8: Billige Loks, kleinere Motoren (Triebwagen), Bezeichnungen, um Mißverständinsse zu vermeiden (950).
Die Bezeichnungen xx3x und xx4x blieben auch den elektrisch betriebenen Modellen erhalten, bspw der RS (65)/13031, die den gleichen 20V-Motoren hatte wie die 13021er , aber eben die einfacherere Karosserie als die RS (1)3021
xxx0: Spur 0 xxx1: Spur 1 xxx3: Spur 3
Mit Beginn der "Reichsbahnzeit" (auch "Modellbahnzeit"), wurde von der "10" auf "9" und von der "130" auf "129" gewechselt, aus 40xx wurde 49xx.
Georgs Lok ist die ERSTE(!) R 13041, Gunters Lok ist die ZWEITE Version (und komplizierend dann noch die mit 65er Fernschaltung), und beide wurden nicht gleichzeitig hergestellt, lagen aber vielleicht noch nebeneinander im Regal des einen oder anderen Spielwarenhändlers. Georgs Lok gab es als (x)xx21, handlackiert (wie mein Fräulein Hansen) und eben als xx41, in den Ausführungen 1041 (Uhrwerk, nur vorwärts), R4021 (Uhrwerk mit Rückwärtsgang), R3141 (Niederspannungsmotor) und offenbar noch als R 13021, 20V-Handschaltung. Handlackiert gab es die Loks als R1021 mit geschwindigkeitsregelbarem Uhrwerk und als R 64(1)3021 und R 65/13021 mit elektrischen Motoren mit Fernschaltung. Alle diese Fahrzeuge hatten keine größeren Schwestern aus dem Baukasten.
Anders die jüngere R 1041, R 13041 und R 65/13041: Die gab es nur lithographiert, also nicht als xx2x ( "handlackiert"), dafür aber auch etwas länger als "E".
Hier zunächst die beiden "R", die ältere (Georg) und die jüngere (Gunther) direkt verglichen: Die ältere als R 64/13021, abgespielt und unvollständig, die jüngere als R 65/13041:
..und jetzt die gleichalten Schwestern R 65/13041 und E 13041:
Zitat von geopiri im Beitrag #23Wofür stehen die Buchstaben "A" und "B" auf dem Messingschild...?
mit GRüssen Georg
Die Buchstaben C, B, A und, weil vor "A" nix mehr ist, später noch Z und X (nur Spur 0) geben Leistungsklassen der von Märklin vertriebenen Transformatoren an, ein C-Trafo liefert eine Gesamtleistung von 70-75VA, B ca 30-35 VA, Z 18-20 VA (W).
Die Bezeichnungen an den Loks sind "Empfehlungen", so findet sich an 1-HRs und 1-CERs ein "C", an 1-Es aber "nur" ein "B": Die "Empfehlungen" beziehen sich auf die (von Märklin angenommene) Gesamtanlage, also Lok mit/ohne Wagen- und Anlagenbeleuchtung, m/o elektrische Signale/Weichen.
Ein großer Zug mit Gedöns brauchte also vermutet einen C-Trafo, eine R 12880 ohne was eben nur 15W.
danke für Deine interessante Aufschlüsselung der Modellbezeichnungen. Ich weiß nicht, ob wir so etwas schon im Forum haben. Eventuell kannst Du den Beitrag noch einmal separat einstellen, wo er auf Anhieb gefunden werden kann
Die Starkstromloks hast Du mit 30xx angegeben.
Was ist mit der 1030? Demnach müsste die Lok mit 3010 beschriftet sein. Oder?
danke für Deine interessante Aufschlüsselung der Modellbezeichnungen. Ich weiß nicht, ob wir so etwas schon im Forum haben. Eventuell kannst Du den Beitrag noch einmal separat einstellen, wo er auf Anhieb gefunden werden kann
Die Starkstromloks hast Du mit 30xx angegeben.
Was ist mit der 1030? Demnach müsste die Lok mit 3010 beschriftet sein. Oder?
Freundliche Grüße, Schorsch
Moin Schorsch, 1030 ist die Bezeichnung einer Spur-0-Lok mit etwas billigerem Uhrwerk, dazu lithographiert oder handlackiert. 1040 das selbe, aber sicher lithographiert. Die hier sieht aus wie handlackiert, der Tender ist offenbar lithographiert.
Es ist offenbar eine "Starkstrom"-Lok, die eigentlich als R 3030 bezeichnet sein müsste, aber vielleicht fehlt rechts ein Messingschild, das die "1030" verdecken müsste, oder Herr Märklin vergaß damals, ein solches anzubringen.
Zitat von Gotthard W. im Beitrag #58 Moin Schorsch, 1030 ist die Bezeichnung einer Spur-0-Lok mit etwas billigerem Uhrwerk, dazu lithographiert oder handlackiert. 1040 das selbe, aber sicher lithographiert. Die hier sieht aus wie handlackiert, der Tender ist offenbar lithographiert.
Es ist offenbar eine "Starkstrom"-Lok, die eigentlich als R 3030 bezeichnet sein müsste, aber vielleicht fehlt rechts ein Messingschild, das die "1030" verdecken müsste, oder Herr Märklin vergaß damals, ein solches anzubringen.
Grüße
Stimmt, die 1030 findet man als Uhrwerk-Lok aufgelistet. Der Herr Märklin muss das dann mehrmals vergessen haben. Ich habe die "1030" Beschriftung auf Starkstromloks schon mehrmals gesehen.
Mit Verlaub hab ich hier auch noch 2 Leidensgenossinnen dieser geschundenen Bauart. Als gerupfte Wracks bekommen und mit neuen Ätzteilen wieder ergänzt. Eine als fast original, die andere für Betrieb auf 2leiter Modell schienen und Nachbautender. Ich hielt beide für R13040. Stimmt das? Gruß Blechotto
Zitat von blechotto im Beitrag #60Mit Verlaub hab ich hier auch noch 2 Leidensgenossinnen dieser geschundenen Bauart. Als gerupfte Wracks bekommen und mit neuen Ätzteilen wieder ergänzt. Eine als fast original, die andere für Betrieb auf 2leiter Modell schienen und Nachbautender. Ich hielt beide für R13040. Stimmt das? Gruß Blechotto
Zitat von Gotthard W. im Beitrag #58 Moin Schorsch, 1030 ist die Bezeichnung einer Spur-0-Lok mit etwas billigerem Uhrwerk, dazu lithographiert oder handlackiert. 1040 das selbe, aber sicher lithographiert. Die hier sieht aus wie handlackiert, der Tender ist offenbar lithographiert.
Es ist offenbar eine "Starkstrom"-Lok, die eigentlich als R 3030 bezeichnet sein müsste, aber vielleicht fehlt rechts ein Messingschild, das die "1030" verdecken müsste, oder Herr Märklin vergaß damals, ein solches anzubringen.
Grüße
Stimmt, die 1030 findet man als Uhrwerk-Lok aufgelistet. Der Herr Märklin muss das dann mehrmals vergessen haben. Ich habe die "1030" Beschriftung auf Starkstromloks schon mehrmals gesehen.
Zitat[...] seitlich rechts steht "1030" und links auf dem Messingschild "110 220 Volt Lampenvorschaltung"
Bei meiner Lok wurde anscheinend das Decal neu angebracht, ich gehe aber davon aus, dass die Lok schon vorher so beschriftet war.
Herzliche Grüße, Schorsch
PS. die Beiträge werden übersichtlicher und sind leichter zu lesen, wenn man beim Zitieren nicht alle Fotos übernimmt
Die Sache ließ mir keine Ruhe. Die (R) 1030 und ihre elektrische(n) Schwestern R3030(E)B sind Lokomotiven im englischen Stil, aber - das sahen wir an den R65/13021 - vielleicht wurden Bezeichnungen auch mehrfach vergeben? Aber nein, ds ist hier nicht der Fall: Die Lok mit der rätselhaften "1030" ist eine besondere R 3040, mit besonderer Farbgebung und hoch angebrachter Laterne: Sie war für Amerika bestimmt, daher auch die vom Schema abweichende Nummer (1030).
Noch mal etwas genauer zu #23 Die Buchstaben stehen für die benötigte Leistungsstärke der Trafos oder bei Gleichstromnetz "Einanker-Umformer". Aus der Reihe "A" bis "C" war A der schwächste Trafo mit maximal 20 Watt (18 Watt bei Gleichstrom) für die kleineren Loks, z.B. für R12981 oder R13040, B war etwas stärker mit einer Leistung von bis zu 35 Watt (30 Watt bei Gleichstrom) für größere Loks, z.B. für E 13040, C war der stärkste mit bis zu 70 Watt (60 Watt bei Gleichstrom), z.B. für E 65/13041 und alle größeren Loks. Dazu gab es noch einen Trafo "Z" für die kleinsten einfacheren Loks mit einer Leistung bis etwa 15 Watt, z.B. für R 12970. In Stärke Z gab es keinen Einanker-Umformer für Gleichstromnetze. Natürlich konneten schwächere Loks auch mit stärkeren Trafos betrieben werden, aber nicht umgekehrt, jedenfalls nicht ohne Überlastung der schwächeren Geräte. Grüße von elaphos