Hat schon jemand versucht die Benzinfässer selbst herzustellen...?
Noch bin ich nicht fündig geworden und so habe ich in einer Pause erste Versuche gestartet...
Probleme habe ich mit den Rillen in den Blechstücken, erste Versuche zeigten, dass die Rillen zu schwach waren. Da habe ich nicht genug Kraft ausüben können, dann nahm ich den Schraubstock und damit ging es besser. Vorarbeiten in Form von H- Profilen waren nötig, diese Profile wurden in ein Holzstück genagelt, mittig ebenfalls ein Loch um das Blech zu fixieren, da kommt später der Verschluss hin....
Wenn das Blech fixiert ist lege ich das Paket in den Schraubstock, anschliessend darauf das Blech, obenauf lege ich einen dicken Draht auf das Blech, drücke nur an und justiere jetzt den dicken Draht über das H- Profil, und drücke den Schraubstock an...
Das Ergebnis ist jetzt eine tiefe Rille im Blech, und das wiederhole ich viermal, je wieviele Rillen man haben möchte, es ist etwas umständlich, die Geräte zur Vereinfachung habe ich nicht, denn sonst könnte ich viele Fässer wickeln...
Habe ich vier Rillen im Blech wird das Blech gebogen, Kopfplatten ausgeschnitten und eingelegt, verlötet von aussen....
Mit dem blauen Fass fing ich an, es ist noch krumm, etwas später gelang es besser....
Jetzt kann ich eine eigene Mineralölfirma gründen....
Das linke Fass wurde weiter bearbeitet, einen Deckel kann ich schon von innen anlöten, auch die Wandung wurde gelötet, bevor der zweite Deckel verlötet wird, muss noch ein Halteblech hinein, sozusagen ein verlorenes Blech, der Deckel wird aufgelegt und von aussen sauber verlötet, beide Deckel sind jetzt auch von aussen verlötet, alles wird nun sauber gedremelt, poliert und ist jetzt bereit für einen Anstrich...
Ein Fass zu basteln ist also nicht schwer, wenn die Bleche vorbereitet sind, wie auch die Deckel, dann nimmt zeitmässig das Rundbiegen etwa 20 Minuten, das Verlöten 20 Minuten und das Polieren, Saubermachen weitere 20 Minuten, also etwa eine Stunde. Mit Sicherheit ginge es auch schneller, wenn die Routine da ist, aber insgesamt ein Miniprojekt, welches Spass machen kann...
Um das verlorene Blech einzusparen, könnte man den Deckel nicht mit einem Magneten festhalten? Von oben mit der sogenannten dritten Hand. Nur so eine Idee. Die Fässer sind natürlich sehr gut gemacht, sehen wirklich toll aus. Viele Grüße Ralf
ich setze die kleinen Helferlein sehr gerne ein. Beim Löten sind sie jedoch nicht immer hilfreich, da der Lötkolben von den Magneten angezogen wird. Dadurch ist es sehr schwer, eine saubere Naht zu löten. Außerdem werden die zu verlötenden Teile gerne verschoben.
das "verlorene Blech" ist ein Abfallblech, davon habe ich sehr viele die aber immer wieder zu gebrauchen sind, Magnete sind, so wie Heinz schreibt, nicht unbedingt sicher in dieser Situation, sie verrutschen leicht und wenn dann gelötet ist ist alles schief....
Wunderschön, Georg. Ich bin ganz hin und weg und immer wieder begeistert über Deinen Einfallsreichtum und Dein Bastelgeschick. Benzinfässer gefallen mir schon mal grundsätzlich und Deine gebastelten ganz besonders.
#7 Georg, das jedenfalls schreit nach einer Massenherstellung. Protest! Protest! Ohne Benzinpumpe läuft hier gar nichts! Jedenfalls kein Benzin. Ein Fass mit Benzinpumpe wäre ein echter Hingucker und für Georg bestimmt kein Problem.
Mich würden die Maße interessieren, da kein Märklin-Fass vorhanden ist. Hatte schon überlegt, zwei Revell Döschen aufeinanderzulöten, aber das wird zu schlank.
Zum verlorenen Blech: Vorschlag: Materialersparnis? Blechstreifen u-förmig biegen, die Enden als Füsschen nach außen zum verklemmen. Ins Fass einsetzen, dann den Deckel drauf...
Die Gründung dieser Firma reicht in das Jahr 1913 zurück, als man Cöln noch mit "C" schrieb, nach einer Verfügung von Kaiser Wilhelm II. Diese Schreibweise wurde hier in der Firmenbezeichnung bis heute beibehalten.
Ich habe mir selbst auch einen vierachsigen Kesselwagen mit dem alten CBR Logo, bei dem ursprünglich die roten Buchstaben untereinander standen, hergestellt. Ich werde mir auch noch einen vierachsigen Kesselwagen in Blech mit diesem alten Logo bauen.
Die Herstellung dieses Wagens ist schon mehr als 10 Jahre her.
Bei Kompressol habe ich heute angerufen wegen eines alten Logos, man versprach Rückruf, doch nichts kam und bei CBR habe ich kein schönes Logo gefunden, es muss oben auf das Fass, rund und etwa 24mm sein mehr nicht, dann nehme ich ein anderes Logo, alt muss es sein....
Das Schwierigste ist das Biegen, dafür habe ich ein extra gebogenes U- Profil herausgekramt, stammt noch aus der Zeit Eigenbau Drehscheibe, das half mir sehr, denn durch die Rillen ist das Blech statisch stabil, und ein Knicken des Bleches lässt sich zwar wieder begradigen, ist aber wiederum mehr Arbeit...
Sieben Fässer sind in ein paar Tagen fertig, für meine Anlage reichen sie vollkommen aus wenn sie lackiert sind, zum Vergleich oben ein Märklin Fass und daneben ein Bub Fass...
Es ist witzig wie mit einfachen Werkzeuge schöne Anlagenausstattungen geschaffen werden, sieben Märklin Fässer kosten fast 300 Euro und sieben Bub Fässer fast 400 Euro, man kann also sparen als Bastler und ist hinterher sogar noch stolz darauf...
Meine kleine Mission geht hier zu Ende und ich freue mich wenn es euch gefällt, Teil der Mission war eigentlich zu zeigen dass Kleinigkeiten nicht schwer zu basteln sind, man muss einfach nur anfangen...
Danke für eure Beiträge wieder einmal, der Spass beim Basteln kommt mit Willen und Phantasie... und das hat jeder, nur muss man die Türchen im Kopf aufmachen....
Von den Abmessungen her müsste solch ein Fass so hoch sein, dass es liegend in einen Niederbordwagen passt. Also die Breite der Ladefläche entspricht der Höhe des Fasses.
Noch eine Möglichkeit und sogar eine bessere, denn Bier wird überall hin transportiert, von Berlin nach Köln und von Stuttgart nach Hamburg und umgekehrt....
Man nehme einfach die Kronverschlüsse der Bierflaschen, sie sind magnetisch und passen genau auf diese Fässer, jetzt sammele ich mal Kronverschlüsse aus Deutschland, je schöner desto besser.....
zu dem kommt, dass es diese Stahlfässer für Bier schon seit den 20-er Jahren gibt, ich meine 1927. Ich hatte mal eine Werbung aus dieser Zeit für solche Edelstahlfässer (bis sie meine Frau entsorgt hat
....dachte eher an einen Handpumpenaufsatz oder ähnliches für ein Fass, nicht für alle.
Viele Grüße Heizer
Die gezeigte Pumpe ist allerdings eine neumodische Fass-Pumpe. Toll wäre eine Hand-Flügelpumpe, wie sie bereits um 1900 als Fasspumpen und ab den 20er Jahren in den Tanksäulen eingesetzt wurden. Marktührer war damals die Fa. Allweiler.
Allweiler Fasspumpen im Katalog von 1935, mit verschiedenen Aufsätzen. Die Saugrohre gab es in unterschiedlichen Längen.
Allweiler Fasspumpe aus den 20er Jahren für Benzinfässer
So eine Pumpe hat z.B. auch Doll in ihren Zapfsäulen verbaut. Mit der Pumpe lässt sich richtig pumpen und eine Flüssigkeit, wie Wasser, in die Glasbehälter pumpen. Allerdings ist sie nur rein optisch einer Flügelpumpe nachempfunden.
#18 Fig. 24, Ausführung VI mit Messglas ist Klasse. Das Messglas ließe sich aus einem gekürzten Weihnachtsbeleuchtungs-Birnchen simulieren oder eine Glas-Sicherung. Auf einem stehenden Fass lässt sich die Vorrichtung auch aufsetzen....
Da Georg z. Zt. wohl keine Elloks fährt, bleibt es beim Bier. Prösterchen!
Mir gefällt auch sehr, dass die Fässer nicht alle gleich geworden sind. Die kleinen Nuancen und Dellen machen die Fässer lebendig. Die Fässer haben schon einiges erlebt und wurden mal nachlackiert. Im Laden kaufen kann jeder, aber dass ist wieder mal ein super Projekt.
Die Fässer wurden zum Schluss klarlackiert, damit sehen die Fässer etwas schöner aus. Ausserdem bekamen die Fässer eine Auflage, damit sie nicht hin und her wackeln, insgesamt macht der Ölwagen jetzt eine gute Erscheinung, passt super zu einigen 4- Achs-Güterwagen...
Jetzt bin ich endgültig fertig, es war ein schönes Projekt, und ich bedanke mich herzlich für alle Beiträge. Witzigerweise bin ich auf dieses kleine Projekt sogar sehr stolz, wie bereits schon gesagt wurde.... hat nicht jeder...
Bis zum nächsten kleinen Projekt, denn grosse kann ich nicht mehr, der Omnibus wird noch fertiggestellt, (liegt aber momentan noch bei Udo) aber immerhin, kleine Teile sind auch spannend....