Hallo Zusammen Diese 29,5 cm Märklin Wagen haben es mir einfach angetan. Sie sind bestens geeignet für die mittelgroße Heimanlage und auch zum Mitnehmen zu den Spielertreffen einsetzbar. Deshalb kann ich auch keinen im schlechten Zustand stehen lassen wenn die zum Verkauf stehen. Die sind aufgrund ihrer Form universell zu gebrauchen bzw. zum umlackieren. Letztes Jahr hatte ich mir einen kompletten FS Zug angefertigt, dieses Jahr soll es den Zug der Züge der ehemaligen Deutschen Reichsbahn-Gesellschaft werden.
Selbstverständlich werde ich keine guten Wagen opfern, nur diese die die eben schon deutlich verschlissen sind. Dieser wagen z. B. hat eine Aufarbeitung im neuen Lackkleid nötig.
Also, auf geht´s und zerlegen.
Am Ende waren es fünf dieser schlechten Wagen die nach dem Nitrobad auch noch sandgestrahlt wurden.
Dieser Unterboden mit seinen vielen Fremdbohrungen war reif für den Schrott.
Da mir die originalen Böden sowieso nicht gefallen fertige ich neue an. Dazu setze ich die Blechteile wieder zusammen und zeichne auf einem Blechstück die Maße an.
Hier innen.
Hier außen. Wie man sieht, ziehe ich zu den Türen hin das Bodenblech ein.
Mit dem Dremel fräse ich die angezeichneten Linien aus.
Die Feinarbeiten erledige ich mit der Feile. Dann löte ich senkrecht der Außenkante entlang einen Streifen Blech auf.
Die Pufferbohlen hatte ich mir einmal ätzen lassen.
Ebenso die Treppen die nach dem Vorbild der 40 cm Wagen anfertigt wurden. Der Drehpunkt für die Drehgestelle ist auch schon eingelötet und die Löcher zur Kupplungsaufnahme gebohrt.
So sehen die fertigen Treppen von der anderen Seite aus.
Einmal der Unterwagen von unten gesehen ...
... und einmal von oben.
Die Schlitze habe ich einfach von einem originalen Blech auf das neue übertragen und dann mit gebrauchten Trennscheiben und Dremel ausgeschnitten.
Insgesamt brauche ich für meinen Zug incl. des Packwagen fünf Stück.
Hier der für den Packwagen. Wie man sieht zwei Treppen auf jeder Seite, das heist der neue Packwagen soll hingegen zum originalen Märklin 1844 zwei Schiebetüren pro Seite haben. Platz genug ist vorhanden, ich habe dies bereits ausgemessen.
Alle Unterwagen sind lackiert und beschriftet. Als Vorlage habe ich mir die eines bekannten Herstellers genommen, ...
... einzig das Untersuchungsdatum habe ich auf 1928 ändern lassen.
Blöderweise läuft genau in der Türgriffhülse die Trennlinie zwischen zwei Farben, d. h. die Hülsen müssen raus.
Ab damit ins Nitrobad.
Einen Teil der Beschriftung habe ich noch aus alten Beständen, den Rest musste ich anfertigen lassen.
Das reichte für den ersten Teil der Beschriftungen, es fehlt der Reichsbahnadler und die Wagendaten neben den Fenstern sowie die Wagentypnummer.
Nachdem der Rest der Beschriftungen angekommen ist, wurde der erste Teil der Wagen komplett beschriftet und mit Klarlack überzogen.
Mit dem Zusammenbau des Gepäckwagen habe ich als erstes begonnen, hier ein Zwischenstadium.
Damit die Seitenwände beim öffen und Schließen der Schiebetüren nicht verkratzen habe ich innen oben u. unten kleine Blechstreifen aufgelötet. In den Schienen der Türen ist genügend Platz für diese Maßnahme und sie erfüllt ihren Zweck.
Die Schiebetüren sind montiert und das Dach ist aufgesetzt.
Jetzt kommen die restlichen Wagen dran, erst der 1. Klasse Küchenwagen, ...
... dann ein 1. Klasse Sitzwagen mit Toilettenabteil mit seinen weisen Fenstern.
Das Fensterglas schneide ich aus diesem Material, erhältlich beim Modellbauprofi in Darmstadt. Meines Wissens versenden die auch ihr Material.
Vorteil, es besitzt auf der Vorder u. Hinterseite eine abziehbare Folie, die ich erst nach der Bearbeitung entferne.
Jetzt ist der Streifen fertig zu Einsetzen in den Wagen.
Die passende Lok ist auch schon vorhanden.
Stilecht eine 18.5 wird den Rheingold über meine Anlage ziehn.
Es fehlen jetzt noch die beiden 2. Klasse Wagen, die mache ich nach meinem Urlaub fertig. Ziel wäre es den Zug zum nächsten Nordhessischen Spielertreffen mitnehmen zu können. Über den Bau von Inneneinrichtungen mache ich mir auch noch meine Gedanken.
das wird ein wunderschöner Zug, es müssen nicht immer die langen Wagen sein.
Eine kleine Anregung möchte ich allerdings noch geben, auch wenn die Dächer schon anthrazitgrau lackiert sind (vielleicht ist noch ein Tausch möglich):
Der Rheingold war damals der luxuriöste Zug der Deutschen Reichsbahn und ähnlich wie bei den Luxuszügen anderer renommierter Bahngesellschaften bekamen diese Reichsbahnwagen helle Dächer (entweder aluminiumgrau oder elfenbeinfarben). Der Zug wirkt dadurch noch feiner, obwohl das unter Dampfbetrieb extrem wartungs- aufwändig war.
Bild von Wikipedia Commons, bereitgestellt vom Bundesarchiv, Aktuelle-Bilder-Centrale, Georg Pahl (Bild 102) von September 1930
Hallo Dieter Das ist mir bekannt. Ich hatte das an einem Dach zur Probe einmal ausprobiert, aber es hat mir nicht gefallen. Also habe ich mich an den Darstaed Wagen orientiert. Wie Du bereits angemerkt hast, beim großen Vorbild sind die Wagen in Basel oder Hoek van Holland mit schönen sauberen Dächern losgefahren, spätestens in Mainz haben die dann so ausgesehen wie bei mir. Gruß Frank
Die Geschichte mit der Dachfarbe mag Geschmackssache sein.
Beim genaueren Hinsehen der Entstehung kann man erkennen, dass bei den Seitenwänden die unterschiedlichen Fensterteilungen berücksichtigt wurden. Das Küchenabteil hat zwei Doppelfenster bekommen, die Toilette ein Doppelfenster.
Hallo Zusammen An diesem Wochenende ist der Rheingold fertig geworden. Die letzten beiden Wagen durchliefen vergangene Woche die Endlackierung anschliesend erfolgte auch die Endmontage.
Hier zwei Stadien der genannten Arbeiten.
Hier noch der Rheingold komplett auf seiner Jungfernfahrt auf der Anlage.