frisch aus einem Keller. BR43 in Spur-0. 33cm lang und etwa 2 Kilo schwer. Kein Tender und kein Antrieb aber rollfähig. Ist das ein Eigenbau? Gab es dafür mal einen Bausatz oder einen Bauplan? Würde mich über sachdienliche Hinweise sehr freuen!
Hallo Frank, am Montag, 19.01. ist wieder unser Stammtisch in Witten. Kannst Du da mit Deiner Lok kommen? Ich würde siemir gerne mal anschauen unter der Vorgabe, sie wieder lauffähig zu bekommen. Das Fahrwerk scheint der 1 : 1 Lok nach emfunden, also modellig, zu sein. Die angedeuteten Federpakete deuten darauf hin. Auswaschen mit Benzin würde der Lok sicherlich gut tun. Wie die Lok motorisiert ist, kann ich auf den Bildern leider nicht erkennen. Vielleicht kannst Du sie auch Arne mitgeben. Über einen mittleren Zeitraum fände ich es gut, sie so fertig zu machen, dass sie beim Spielertreffen z. B. im April mitlaufen könnte. Herzliche Grüße Horst
die Frau ist mal kurz weg - die Küche gehört mir! Ein Vollbad mit Spüli reicht der alten Dame nicht. Nach dem Föhnen muss auch noch eine Bürstenmassage her. Ich habe mal ein paar Details fotografiert. Der Erbauer verstand sein Handwerk. An der Pufferbohle wurde später wohl mal von einer anderen Person eine Reparatur durchgeführt. Die Qualität der Lötnaht ist eine Katastrophe. Sind an der Lok evtl. zugekaufte Teile zu identifizieren die einem Hersteller zugeordnet werden können?
ja, vermutlich Tenderantrieb. Aber der fehlt leider... Aber mal eine ganz andere Frage: Die Lok ist als BR43 beschriftet. Stimmt das überhaupt? Könnte es nicht evtl. eine 44, 50 oder 52 sein? Ich kenne mich mit den Vorbildern nicht gut aus und habe sehr ähnliche Fotos dieser Baureihen gefunden.
Ursprünglich nicht. Die Lok hat Wittebleche und eine DB-Beschriftung. Sie dürfte damit zeitlich stark einzugrenzen sein. Das Netz sagt, dass es ölgefeuerte 43er bei der DB gab, aber das waren umgebaute 44er. Ich verstehe diese Maßnahme zwar nicht, aber das schließt im Umkehrschluss aus, dass es zweizylindrische DB-Loks gab, die ölgefeuert und zugleich eine Baureihe 43 war.
Nein, das wird gerne verwechselt. Die originalen 43er mit Zweizylinder-Triebwerk blieben alle in Ostdeutschland und behielten die Kohlefeuerung. Insgesamt wurden davon nur 35 Stück gebaut. Sie fuhren vor allem vor den schweren Braunkohlezügen aus der Lausitz zu den Kraftwerken und waren später im Thüringen stationiert.
Von den originalen 44ern mit Dreizylindertriebwerk hingegen wurden fast 2000 Stück gebaut, in Deutschland und auch in den besetzten Ländern. Diese Maschinen wurden ab ca. 1960 teilweise auf Ölfeuerung umgerüstet, in beiden Teilen Deutschlands. Nach der Umstellung auf EDV-gerechte Loknummer bei der Deutschen Bundesbahn 1968 wurden die Maschinen mit Kohlefeuerung als 044 bezeichnet, die mt Ölfeuerung als 043. Es blieben aber weiterhin Maschinen mit Dreizylindertriebwerk.
jep! Altona ist wohl Quatsch. Genauso wie Bundesbahn, wenn man von der Betriebsnummer 43 007 ausgeht. Die 43 007 blieb bis zur Verschrottung 1968 immer im Osten. Leider finde ich keine Vorbildfotos speziell von dieser Lok. Mich würde interessieren, ob die kleinen Windleitbleche speziell zu dieser Betriebsnummer passen und welcher Tender korrekt ist. Von anderen Loks z.B. 43 010 finde ich geeignete Fotos, die dem Modell optisch entsprechen.
Die meisten originalen 43er hatten keine Windleitbleche, die HG betrug nur 70 km/h. Bei den Tendern gab es einige Veränderungen, der Kurztender 2'2 T30 oder der Nietentender 2'2' T32 würden passen.
das Modell hat nun mal die kleinen Windleitbleche, die einige Vorbilder auch in den 50'er und 60'er Jahren hatten. Optisch könnte es sich an der 43 010 orientieren.
danke für die vielen Infos! Also ein kompletter Eigenbau. Sehr gut gebaut - aber in die Jahre gekommen und renovierungsbedürftig. Antrieb war vermutlich im fehlenden Tender. Die Beschriftung als DB 43 007 Altona entspringt der Fantasie. Dennoch wurde die Lok vorbildgerecht gebaut. Aber nach welcher Vorbildlok und zu welcher Zeit? Im Bereich des Möglichen sind z.B. 43 010 oder 43 015. Wegen der kleinen Windleitbleche nehme ich eine Lok Mitte der 50'er Jahre als Vorbild an. Evtl. findet sich ja auch noch ein Bauplan, der als Grundlage für diesen Eigenbau diente.
Hallo Zusammen, zunächst Dieter, der mutmaßliche Kessel, rot, liegt bei mir im Keller und wartet auf sein Fahrwerk. Die Konstruktion dafür liegt zwar vor und ist ja auch als "fast" fertige Lok, lauffähiges Modell mit Knickrahmen nur ohne Lack vorhanden. Wenn man aber seine Firma abgemeldet hat, ist die Beschaffung von Basismaterial schwierig. Für die Fahrwerkplatinen bräuchte ich 1,5mm dickes Messingblech und weil ich nicht nur ein Fahrwerk, sondern 10 verschiedene Typen mit 2 - 5 Achsen und 4 verschiedenen Raddurchmessern schneiden lassen will, brauche ich eine Platte, Standardgröße 1 X 2 m. Die gibt es nur im Großhandel und wenn man da als Kleinabnehmer nachfragt kriegt man ne Schnute gezogen. Trotzdem, ich bleibe dran und nun zur vermeintlichen 43-er. Alle vorstehenden Angaben sind zielführend, aber das hilft nur, wenn man ein Modell bauen will aus dem bestehenden "Torso". Mein Ansatz ist aber "Tin- Plate" und da ist es schnuppe, ob die Lok eine BR43 oder BR44 ist. Hauptsache sie hat einen Antrieb sieht "sauber" lackiert aus und zieht, zumindest auf Mä- Modellgleis einen langen Güterzug mit Leichtigkeit weg. Um das zu erreichenwäre es meines erachtens sinnig, die Lok Schritt, Foto, Schritt2,.... zu zerlegen, den Flugrost und sonstiges zu entfernen, die Einzelteile zu vernickeln und dann das wieder aufgebaute Fahrwerk darauf zu prüfen, wie es motorisiert werden kann. Für eine Tin-plate-Version würde auch ein Tender von der HR reichen. Für diesen Weg würde ich mit Rat und beim Motor auch mit ein bisschen Tat zur Verfügung stehen. Mehr geht kaum noch, weil ichgehe stramm auf die 80 zu und hab noch viel zu viele andere Ideen. Bis dahin Euch eine gute Disskussion und herzliche Grüße, Horst
Detlef gab (im FAM) den entscheidenden Tipp! Vielen Dank dafür! Ich besitze tatsächlich einen einzigen Rehse Katalog. Es handelt sich um Ausgabe 16 aus 1939. Dort ist die Lok bzw. der Teilesatz beschrieben. Ich habe die Räder nachgemessen. Die Angaben stimmen überein. Ich habe im Netz einige wenige Fotos von anderen Rehse Loks gefunden, aber keine Abbildung von der BR43 (die bei Rehse auch schon mal als BR44 bezeichnet wird). Das Fahrwerk mit den Achslagern ist wohl sehr charakteristisch für Rehse Loks.
Für mich ist der Fall somit gelöst - es handelt sich um eine Rehse Lok. Ob sie schon in der Vorkriegszeit hergestellt wurde ist wegen der kleinen Windleitbleche fraglich. Es wäre noch schön, wenn ein versierter Rehse Kenner diese Hypothese bestätigen könnte.
Ich ergänze jetzt die Überschrift und bedanke mich nochmals für alle Unterstützung und Hilfe.
die "1E Güterzuglokomotive" (wird auch genauso im Rehse Katalog bezeichnet) konnte wohl in verschiedenen Versionen gebaut werden. Elektromotoren, Triebgestelle, Zahnrädersätze - alles konnte einzeln gekauft werden. Nach meiner Recherche im Netz konnten einige Modelle auch mit Dampf betrieben werden. Ob das bei dieser Lok auch möglich war, kann ich leider nicht sagen, da ich zu wenige Informationen habe. Im Netz bin ich auch über andere antriebslose Rehse Loks gestolpert. Offensichtlich wurden sie als reines Regalmodell gebaut. Für den Tender waren dann wieder extra Baupläne und Teilesätze erhältlich.
Heinrich Rehse scheint ja ein spannendes Thema zu sein. Ich hätte nicht gedacht, dass es so viele Eisenbahnmodelle von Rehse gab. Na, ja - nicht mein Gebiet... Für meine deutsche ROKAL Sammlung ist die Lok leider zu groß und für meine amerikanische LIONEL Sammlung leider zu deutsch...