da ja die Anlage im Beitrag hier: Spur 0 Nachtaufnahmen von Anlagen (5) einige Zustimmung gefunden hat, möchte ich jetzt die Entstehung und den Bau mal zeigen.
Am Anfang die Idee
Eine Anlage von Lutz und dann von Märklin weiter gefertigt.
Abwägen der Möglichkeiten, ein Bau aus Blech, erschien mir, mit den mir zur Verfügung stehenden Möglichkeiten und Kenntnisse unmöglich. Also was tun? Ganz einfach: 1. Was will ich? 2. Wie solls aussehen? 3. Was habe ich für Möglichkeiten Lange Überlegungen und Versuche mit kleinen Teststücken führten zu einer Mischbauweise aus Holz, Pappmaschee und Teilen aus Blech, sowie Kartonmodellbau.
Ganz wichtig: man muß sich trauen es zu versuchen!!!
Mit einem 6er Schienenkreis wurden die Abmessungen ermittelt und ein Rohbau war schnell zusammengebaut:
Mit dünnem Sperrholz wurde "der Bogen gespannt"
Mit Pappmaschee der Berg modelliert
die Treppe aus einer Keksdose geschnitten und gekantet
aus Hammerschlagblech der Mauerteil eingefügt und das Geländer mit Draht geformt und auf Nägel gelötet.
Soviel für heute, demnächst mehr und viel Spaß beim Nach- oder Ähnlchbauen -:)
Bald schon entsprachen die modellierten Felsen, Mauern, die Schienentrassen und Mauern meinen Vorstellungen. Verschiedene Stellen wurden gespachtelt um Unebenheiten, Schraubenköpfe und Löcher im Felsbereich zu schließen. Anschließend wurde der komplette Rohbau weiß grundiert - es sah aus wie Zuckerguß und die Anlage bekam den Spitznamen "Torte"
So schneeweiß will eine Torte ja auch verziert werden und der Pavillion entstand aus Keksdosenblech, Draht und etwas Streckgitter
ich habe eine Frage zum verarbeiten der Pappmaschee was hast du für Kleber genommen und hast du eine Unterkonstruktion gebaut ( Alugitter oder Jutegewebe ).
das mit dem Pappmaschee ist eine leidige Sache.... es gibt viele Möglichkeiten mit mehr oder weniger gutem Ergebnis...
Erinnerungen an die Kindheit sagen, dass wir früher Eierkartons verwendet für Fingerpuppenköpfe verwendet hatten.... Also warum nicht auch nier? Also Eierkartons in kleine Stückchen gerupft und einige Tage in Wasser eingeweicht bis alles schön weich ist, überschüssiges Wasser ausgedrückt, dann den Teig mehrmals mit Tapetenkleisterpulver bestreut, lieber mehr als zu wenig und gut durchgeknetet. Die Flocken der Eierkartons haebn sich bei mir nie ganz aufgelöst, was aber bei der Berggestaltung kein Problem ist. Als dann eine einigermaßen gleichmäßige Masse entanden war ging los.
Alternativ kann man fertiges Pappmascheepulver kaufen, Zellusefasern mit Kleber zum anfeuchten und dann mdellieren, das lässt aber nur dünne Schichten bis ca. 5mm zu wegen der Schrumpfung und Trocknung.
Einen besonderen Untergrund habe ich hier nicht verwendet, hier sind es recht kleine Flächen, das spannen von Jute, Leintuch oder Gittern wäre sehr mühsam gewesen. Ich habe einige Sperrholzstücke als Stützen eingebaut und dann diese mit Weißleim bestrichen und auf den noch feuchten Leim das Pappmaschee aufgedrückt. Eine erste Schicht max. ca. 1-2cm dick grob modelliert und dann trockenen gelassen, dann wieder mit Weißleim bestrichen und die feine Modellierung in einer 2. und wo nötig auch in einer 3. Schicht aufgebracht und eine möglichst glatte Oberfläche hergetellt. Die schicht nicht zu dick auftragen sonst trocknen die sehr lange nicht und es kommt zu schrumpfungen und Verformungen des Holzunterbaus.
Ich habe im Sommer gearbeitet und in einem Gewächshaus getrocknet, da ging das recht schnell und gut.
Ich bin also mal gespannt wann der erste hier sein eigenes Projekt zeigt?
Super so ähnlich habe ich mir das gedacht ich wollte auch Tapetenkleister nehmen aber vorher anrühren und dann gut quwellen lassen und eventuel noch mit Latexbindemittel dazu mischen, so haben wir früher Tapeten verarbeitet damit diese auf alten Putz besser halten, ich weiß gar nicht ob es überhaupt noch Latexbindenmittel zu kaufen gibt da muss ich mal schauen.
Meine Erfahrungen: Ja, bereits angerührter Kleister geht auch, bringt aber wieder mehr Feuchtichkeit in die Masse, der Kleister quillt ja auch mit dem Wasser, das im Papier ist, einkneten, warten dann nochmal kneten, zusätzlich kann auch Weißleim noch zu besserer Festigkeit und "Bodenhaftung" beitragen. Weniger Wasser begünstigt schnellere Trocknung und weniger Volumenverlust / Schrumpfung.
Es gibt ja durchaus verschiedene Methoden und natürlich auch Vorlieben desjenigen der damit hantieren möchte... Vor Beginn eines größeren Projekts würde ich immer erst kleine Probestücke bauen um die beste Methode zu finden....