An einem Waggon (4-achsiger Gepäckwagen Kraus Fandor) sind auf einer Längs- und Stirnseite Reste von Kleber, teilweise auch mit (Zeitungs-)Papier. Mit Essig habe ich schon vorsichtig probiert den Kleber zu entfernen - ohne Erfolg. Da ich den Wagen aus Dresden bekommen habe, vermute ich, das als Kleber "Duosan Rapid" verwendet wurden. Es kann aber etwas anderes sein. Dousan Rapid soll ein Kleber mit Aceton sein und soll auch mit Aceton entfernbar sein. Das dürfte aber den Lack angreifen. Was wäre geeignet?
Hallo Peter, ich kenne Deinen Wagen nicht, vielleicht kannst Du uns ein Foto des Objektes zeigen. Ich vermute eine lithographierte Farbe, deshalb ist es besonders problematisch. Nur wenn es ein wasserlöslicher Kleber wäre, hättest Du gute Chance auf Erhalt des vorhandenen Lackes. Lösungsmittelhaltige Kleber haben aber bereits eine Verbindung mit der Farbe aufgenommen und deshalb hilft nur eine Methode: Papier mit Wasser aufweichen und manuell abrubbeln. Mach dann bitte noch ein Bild, weil danach alle weiteren Schritte den Verlust der Farbe bedeuten. Dann lieber nix weiter machen. Viele Grüße Wolfgang
Kraus-Fandor hat bei fast allen Güterwaggons mit Drehgestellen lithografierte Bleche verwendet. Das, was du als "Kleber" bezeichnest, ist tatsächlich ein Klarlack. Wurde der Waggon in Zeitungspapier eingewickelt und unglücklicherweise auf dem Dachboden abgestellt, hat sich durch Wärmeentwicklung ein Teil des Lacks angelöst und ist eine Verbindung mit dem Papier eingegangen. Da hilft nur, wie Wolfgang schon schrieb, das "kalte" Abrubbeln mit dem Finger. Mehr kann man nicht machen, denn der Farbauftrag der Lithografie ist h a u c h d ü n n .
Bis jetzt ist nicht geklärt, ob der Klarlack von Seiten des Herstellers aufgetragen wurde oder ob das ein Sammler gemacht hat, weil es solche Wagen und Loks auch von anderen Herstellern gibt.
den Klebstoff Duosan Rapid bekommt man in der Regel nur sehr schlecht wieder ab. Wenn der Klebstoff alt ist, dann wird er manchmal spröde und kann dann durch "Hinterfassen" abgelöst werden. Oft ist aber die Oberfläche im Kontaktbereich vom Klebstoff angegriffen oder verfärbt.
Ich vermute aber, dass es nicht Duosan Rapid ist, sondern - wie Udo in #3 schreibt - es sich um einen Klarlack handelt. Stell mal ein Bild ein, dann kann man die Situation besser einschätzen.
Zitat von Sund0 im Beitrag #5Ich könnte es auch so lassen
Es ist alles eine Sache der persönlichen Einstellung. Da man es eh' nicht lesen kann sobald der Wagen auf den Gleisen steht, würde ich es abrubbeln. Der Wagen ist ansonsten noch sehr schön erhalten. Du hast es im Bild festgehalten und somit auch für die Nachwelt dokumentiert. Das dürfte genügen. Viele Grüße Wolfgang
das ist nicht Duosan Rapid. Das ist eindeutig der Lack. Ich habe auch so klebrige Wagen von Kraus Fandor. Ich kenne keinen Weg und kein Mittel, wie man das heilen kann. Die klebrigen Wagen stehen bei mir unverpackt frei in Schachteln. Da trocknet auch nichts nach vielen Jahren. Du kannst versuchen, das Papier behutsam abzurubbeln. Rückstandsfrei wird es aber nicht werden.
Ein Rat - auch wenn er bitter ist: Suche dir von diesen Wagen bessere Exemplare ohne diese Lackprobleme. Ggf. kann ich dir bei Interesse behilflich sein.
Ließe sich da mit Wärme, z.Bsp. sehr vorsichtig mit einem Fön samt aufgesetzter Düse, etwas machen? Wobei nach dem Hinweis auf die "Partei" vlt auch eine -Luftdusche- funktionieren könnte. *grins*.
was du aber an deinen Wagen außer "Abrubbeln" noch machen kannst, um sie schöner aussehen zu lassen, ist eine Reinigung, beispielsweise der Räder, vermutlich auch der Achsen, die Drehgestelle insgesamt als auch alle Flächen, die staubig sind. Dann fallen die Papierreste weniger auf.
Danke für die Tipps. Der Besitzer hat mir die Wagen zur Schranke (da hatte ich hier kürzlich nach dem Hersteller gefragt - ist Cabo) dazu gegeben. Wenn ich die mir alle genauer anschaue, dann sind an allen Zeitungs- / Papierreste.
Klebt nur das Zeitungspapier bei Hitze an oder prinzipiell alle Papiersorten? Ich kann mich bei älteren Wagen etc. an "Seidenpapier" als Verpackungsmaterial erinnern und verwende auch das Verpackungspapier von Schuhen. Dann müßte ich das schleunigst ändern. Gruß Peter
Ein nicht isolierter Dachboden im Sommer. Ich erinnere mich an eine Bullenhitze dort oben. Darunter leidet alles was irgendwie aus organischem Material ist. Lacke, Holz. Im Winter richtig kalt, im Sommer heiß, wechselnde Luftfeuchtigkeit. M. E. kann Ölpapier etwas mildern, aber dessen scharfe Kanten bohren sich auch in den Lack. Holzwolle habe ich auch schon aus Lack gepopelt.
Wenn wir von Zeitungspapier reden, dann wohl meistens deswegen, weil es das damals noch reichlich gab und zum Einwickeln in der Regel verwendet wurde. Heute ist das leider nicht mehr selbstverständlich.
Es ist wie es ist. Heute gibt es diese Probleme weniger, dafür andere - entweichende Weichmacher.
Mit Ölpapier habe ich beste Erfahrungen gemacht. Wenn man die Stücke einzeln darin einwickelt, gibt es keine Kanten, die sich in den Lack bohren. Grüße von elaphos