Vierachsige Kesselwagen von Konrad Dressler in Spur H0.
Hier zwei Kesselwagen SHELL, wie in #50 gezeigt, jedoch mit Galerien und Auslaufhähnen aus Kunststoff. Kessel Tinplate, alles andere Kunststoff. Märklin Kupplungen.
Zweiachsiger Güterwagen von Konrad Dressler in Spur H0.
Hier ein eher seltenes Modell eines "Werbewagens". Güterwagen der Firma EN PE KA Markendünger der GUANO-WERKE AG. Korpus Tinplate, alles andere Kunststoff. Keine Kupplungen. Besonderheiten sind das durchsichtige Dach und die Füllung mit originalem Guano Dünger.
Der Waggon ist durch die Füllung recht schwer und hätte daher sehr gute Laufeigenschaften.
Eine kleine Geschichte am Rande: Nachdem Alexander von Humboldt den Wert des Guanos als Düngemittel erkannt hatte, setzte bald ein Boom auf die südamerikanischen Lagerstätten dieses Gemisches aus Vogelkot und Kalk ein. Ab Mitte des 19. Jhd. wurde Guano in großen Mengen von Frachtseglern in meiner Heimatstadt Hamburg angelandet. Wichtigster Händler in Hamburg für Guano war Heinrich Ohlendorff. Er machte mit Guano ein riesiges Vermögen und wurde später geadelt. In dem Hamburger Stadtteil Volksdorf, in dem ich aufgewachsen bin, kaufte Ohlendorff große Ländereien, baute eine wunderschöne Residenz und legte einen englischen Garten an. Alles ist noch heute der Öffentlichkeit zugänglich und wird kulturell genutzt.
Vierachsige Reisezugwagen von Konrad Dressler in Spur H0.
Hier die Zuggarnitur "Nürnberg - Wien". Der Speisewagen ist ohne Zuglaufschild. Alle Wagen sind komplett aus Kunststoff mit Märklin Kupplungen. Die Dächer sind glatt und haben Lüfterstutzen.
Reisezugwagen mit diesen glatten Dächern gehören in die QUELLE-Zeit. Die Wagen mit geriffelten Dächern gehören zu den Schöpflin-Packungen. Diese werde ich noch zeigen.
da hat niemand gebastelt! Die sind so original. Ich habe sie auch, aber bisher hier nicht gezeigt... Es ist zu diesem Thema bei mir noch eine Menge Material in der "Pipeline" 😃
zu den Kupplungen bei den H0-Wagen von Dressler: die Wagen der elektrischen Bahnen haben automatische Kupplungen, die Wagen der H0-Uhrwerkbahnen, 2achsige und 4achsige, haben Hakenkupplungen. Gleiches gilt für die H0-Bahnen von Beckh, m.W. auch für Distler, Wimmer und Grötsch.
Danke sehr, Dieter! Das ist eine interessante Information.
Irgendwo habe ich auch gelesen, daß es im Bereich H0 eine Zusammenarbeit zwischen Beckh und Dressler gab. Ich glaube, das betraf Lokomotiven. Weißt Du etwas darüber?
Zitat von Dieter Beckh im Beitrag #60zu den Kupplungen bei den H0-Wagen von Dressler: die Wagen der elektrischen Bahnen haben automatische Kupplungen, die Wagen der H0-Uhrwerkbahnen, 2achsige und 4achsige, haben Hakenkupplungen.
Hallo Dieter,
das kann ich nicht nachvollziehen. In der mir vorliegenden Bildpreisliste von 1962 haben alle Fahrzeuge Hakenkupplungen, egal ob zu einer elektrischen oder einer Uhrwerksbahn gehörend. Meine These ist vielmehr die, dass mit Umstellung der Fahrwerke von Blech auf Kunststoff die automatische Kupplung eingeführt wurde. Das muss nach 1962 gewesen sein. Bei mir haben alle Wagen mit Blechfahrwerk eine Hakenkupplung und alle Wagen mit Kunststofffahrwerk eine automatische Kupplung.
Hier mal die Packung 405 E, die schon Claudia gezeigt hat:
Wie man sieht, eine elektrische Lok und Wagen mit Hakenkupplung. In dem Zusammenhang kann ich auch gleich mal den Betteriekasten aus der Nähe zeigen:
Ich finde das ist sehr schön gemacht, als Dieseltankstelle getarnt.
Als zweites der Zug Nr. 429, ebenfalls eine elektrische Bahn und Wagen mit Hakenkupplung (leider fehlt mir dazu die Packung - weiß jemand wie die aussehen sollte?):
Die Fahrzeuge sind teilweise noch etwas zuwendungsbedürftig. Hier mal im Einzelnen: E-Lok 400/28:
Kühlwagen - Der Wagen besteht nur aus zwei gebogenen Blechteilen und den Radsätzen.
Kesselwagen Shell Nr. 400/13
Muldenkippwagen Nr. 400/11
Gepäckwagen
Und noch ein zusätzlicher gedecktet Güterwagen:
Zum Schluss noch eine weitere Version der von Claudia bereits gezeigten Schotterwagen:
Die Fa. Konrad Dressler wurde (nach dem Tod von Konrad Dressler) von seinen Söhnen Rudolf und Robert geleitet. Rudolf Dressler war Kaufmann, Robert Dressler der Technische Leiter. 1962 schied Robert Dressler aus und gründete eine eigene Firma für Kunststoffverarbeitung, die insbesondere die Spielwarenindustrie mit Teilen belieferte. (Ob Robert Dressler im Einvernehmen mit seinem Bruder Rudolf ausschied oder im Streit, ist mr nicht bekannt.)
Die Gehäuse der H0-Lokomotiven von Beckh waren aus Kunststoff, sie wurden bei Lieferanten in Auftrag gegeben (die Werkzeuge waren Eigentum von Beckh). In Erinnerung ist mir die Fa. Krafft in Wolkersdorf, daneben gab es einen Lieferanten in Erlangen.
Es ist möglich, daß Beckh Gehäuse für die H0-Loks auch bei Robert Dressler in Auftrag gab. Das war dann eine normale Beziehung zu einem Lieferanten und keine Zusammenarbeit mit der Konkurrenten Konrad Dressler.
Lieber Dieter, liebe Sammlerkollegen, vielen Dank für Eure Informationen!
Leider kann ich nicht mehr wiederfinden, wo ich über einen Zusammenhang von Dressler und Beckh gelesen habe. Mein Gedächtnis altert, wie der Rest des Knochensackes auch.....
Die kleine Chronik von Robert Dressler kenne ich. Da ich keine Rechte an den Bildern habe, gibt es sie nur in meinem Archiv und nicht hier eingestellt!
Zu den Kupplungen vermute ich, daß Jürgen recht hat - es gab elektrische Lokomotiven mit Waggons mit Hakenkupplungen als Zuggarnituren. Ich besitze zwei elektrische Dieselloks, die für Hakenkupplungen ausgelegt sind.
Die Jahre von 1962 bis 1967 bezeichnen einen großen Umbruch in der Herstellung bei der Firma Konrad Dreßler. Das ist darin begründet, daß Schöpflin von Quelle sukzessive übernommen wurde und damit auch Dreßlers H0-Bahnen ein neues Dach über den Kopf bekamen.
QUELLE Firmeninhaber Schickedanz wollte modernere Eisenbahnen listen! Daher wandte Dreßler sich zunehmend dem Kunststoff zu und verwendete nun Märklin kompatible Kupplungen. Dieser Umbruch begann 1962 und war 1967 beendet. Auch die Kartons und Inlays wurden geändert. Das Deckelbild blieb erhalten, bekam jetzt aber den Aufdruck UNIROPA. Ebenso wurden die Inlays aus Tiefziehfolie mit UNIROPA markiert.
Wie die sehr selten zu findenden Inlays aus Styropor zeitlich einzuordnen sind, habe ich noch nicht herausgefunden.
Sicher ist auch, daß in der Zeit zwischen 1962 und 1967 viele Mischformen von Kartons und Befüllungen auf den Markt kamen. Man wollte wohl die bereits produzierten Komponenten nicht vernichten.
Ab 1970 wurde Dressler bei QUELLE nicht mehr gelistet, sondern durch den billigeren Anbieter LIMA ersetzt. Das führte zum Zusammenbruch der Firma Konrad Dressler.
Insgesamt besteht hier noch viel Forschungsbedarf! Rainer Haugs Seite www.spur00.de bietet einen sehr guten Einstieg in die Materie, kann aber natürlich auch nicht vollständig sein.
Ich stelle mal zur Diskussion, ob wir hier in diesem Forum ein Archiv KONRAD DRESSLER Spur H0 einrichten wollen? Es würde durchaus Sinn machen, alle Erkenntnisse zu bündeln und zu systematisieren.
Hallo an alle an Dressler H0 interessierten Sammler,
JA, ich begrüße den Vrschlag von Claudia, ein ARCHIV DRESSLER H0 einzurichten. Die Gliederung sollte sich nach den bestehenden Archiven richten.
Vorteil: Die Bahnen von Dressler können systematisch dargesetllt werden (der bestehende tread ist unübersichtlich geworden). Auch ich habe einiges Interessante zu Dressler H0, möchte das aber nicht in einem allgemeinen thread einstellen. (Ihr kennt meinen Grundsatz: Fotos, von Ausnahmen abgesehen, nur ins Archiv, worauf nur die Mitglieder Zugriff haben (und nicht die Datenklauer und die Suchmaschinen).
Vierachsige Kesselwagen von Konrad Dressler in Spur H0.
Ich fahre hier mal fort mit Detail-Aufnahmen von den SHELL -Kesselwagen, die Frank schon gezeigt hat. Kessel Tinplate. Wagenboden Kunststoff mit integrierten Puffern. Drehgestelle Blech mit integrierten Blechkupplungen.
Vierachsige Autotransporter von Konrad Dressler in Spur H0.
Zweistöckiger Korpus aus Tinplate. Wagenboden Kunststoff mit integrierten Puffern. Drehgestelle Blech mit integrierten Blechkupplungen. Autos von Artur Hammer von mir ergänzt.
Vierachsige Güterwagen von Konrad Dressler in Spur H0.
Hochbordwagen mit geprägten Türen. Korpus Tinplate. Wagenboden Kunststoff mit integrierten Puffern. Drehgestelle Blech mit integrierten Blechkupplungen.
Vierachsige Güterwagen von Konrad Dressler in Spur H0.
Kühlwagen. Version mit glattem Dach. Korpus Tinplate. Wagenboden Blech mit eingesetzten silberfarbenen Kunststoff-Puffern. Drehgestelle Blech mit integrierten Blechkupplungen.
Vierachsige Güterwagen von Konrad Dressler in Spur H0.
Geschlossener Güterwagen. Korpus Tinplate. Dach mit Lüftern. Wagenboden Kunststoff mit integrierten Puffern. Drehgestelle Blech mit integrierten Blechkupplungen.