das stimmt. Als ich die Lampe in Betrieb nahm, verbrannte ich mir die Finger. Bei 75 Grad zog ich schnell den Stecker. Ich habe dann ziemlich lange herum gemacht, bis sie einigermaßen "sicher" schien.
Heinz, Bauhausstil stimmt! Insbesondere die Lampenschirme weisen auf ein Vorbild aus Dessau hin.
Du weißt ja: form follows function - die Form folgt der Funktion! Das war der Design-Grundsatz von Gropius und seinen Adepten.
Zu den Kabeln: Es gibt neue, ungefährliche und funktionstüchtige Kabel, die umsponnen sind. Ich habe mir solche in verschiedenen Farben aus der Bucht geangelt und damit alte und gebrochene Kabel ersetzt, bei den Originaltrafos und Reglern zur Bing Tischbahn zum Beispiel. Sieht prima aus und fällt gar nicht auf...
Einen frohen "Arbeiter-Kampftag" heute wünscht Claudia 😋
das Funkenmariechen möchte ich lieber so lassen, wie es ist. In der Konstruktion eher unzureichend, gibt die Bogenlampe ein Licht, wie eine Tischlampe.
Sie soll möglichst original der Nachwelt erhalten bleiben.
Bis dahin betreibe ich sie sehr vorsichtig.
Zitat von cmnhorsebreeder im Beitrag #6Es gibt neue, ungefährliche und funktionstüchtige Kabel, die umsponnen sind. Ich habe mir solche in verschiedenen Farben aus der Bucht geangelt und damit alte und gebrochene Kabel ersetzt
Ich habe schon nach umsponnenen Litzen gesucht aber nicht gefunden.
Kannst Du mir vielleicht einen aktuellen Link schicken?
Das Problem dieser Lampe ist, dass sich durch den dünnen Mast parallel acht Kabel zwängen. Bei unserer Lampe sogar nur durch ein Loch. Das Hoch- und Runter-Kurbeln ist ein großer Spaß und gehört zum Spielen. Das mögen alle, nur die Kabel nicht.
bei dieser Bing-Lampe bietet es sich an, auf eine Besonderheit vom Potsdamer Platz hinzuweisen. Das folgende Bild hatte ich schon mal gezeigt, hier nun ein Ausschnitt mit roter Markierung.
Bild: Potsdamer Platz mit dem Columbushaus 1933, Ausschnitt (Quelle Wikipedia, Bild ist gemeinfrei)
Wir sehen in der roten Markierung eine der damals hochmodernen Hochleistungs-Dauerbrand-Kohlebogenlampen mit ebenfalls vier Brennern an einem rund 30 m hohen Mast. Diese riesigen Lampen stehen auch auf der Liste unseres Potsdamer Platz Projektes.
Das technische Problem bei diesen sehr hellen Lampen ist, dass sich mit dem Abbrennen der Kohlestäbe der Abstand der Kohlen = Elektroden und damit Stromstärke und Lichtausbeute verändern. Zu diesem Thema gab es intensive Forschungen mit Gleichstrom- und Wechselstrom und selbstregulierenden Vorschubsteuerungen.
Nachdem, wie ich meine, alle Modelle einen konkreten Hintergrund haben, könnte die Bing Bogenlampe auf dieser Hochleistungs-Dauerbrand-Kohlebogenlampe gründen.
Auch die Größenverhältnisse, für uns übertrieben erscheinend, stimmen. Die Strahlkraft dieser Licht-Bogen-Lampen muss enorm gewesen sein.
Zitat von Dieter Weißbach im Beitrag #11Das technische Problem bei diesen sehr hellen Lampen ist, dass sich mit dem Abbrennen der Abstand der Kohlen = Elektroden und damit Stromstärke und Lichtausbeute verändern.
Das ist für mich sehr interessant und ich habe mich schon damit beschäftigt. Insbesondere, da bei den historischen Modellen immer wieder die Bezeichnung Bogenlampe benutzt wird.
Heinz, wobei vielleicht 80 (mehr?) Prozent der Sammler den Begriff "Bogenlampe" falsch einsetzen -nämlich für eine oben gebogene Lampe, die aber eigentlich technisch gesehen gar keine Bogenlampe ist. Diese falsche Bezeichnung findet man sogar in Modellbahnkatalogen. Aber vielleicht hat sich das dann später mit anderer Lichttechnik tatsächlich in der Sprache erhalten -und nun geltend für die oft gebogenen Lampenkörper. Ich denke, dass das so ist. Ich habe mal darüber geschrieben und erntete nur Kopfschütteln... Schöne Zeit! Botho
Botho Hier gibt es eine Begriffsvermischung. Bogenlampe heißt wohl ursprünglich " Lichtbogenlampe" Das ist der Begriff für ein Leuchtmittel , welches sein Licht mittels zwei Kohlestäben erzeugt. Der entstehende "Große Funken" sendet Licht aus und ist folglich eigentlich eine Lichtbogenlampe. Diese alte Technolgie war dort notwendig , wo gewaltige Lichtmengen nötig waren. Glühbirnen, Halogen, Quecksilberdampf oder gar Leds standen für diese gewaltigen Lichtleistungen nicht zur Verfügung. Einsatzbereiche waren z.B. Flakscheinwerfer und noch bis in die 70iger Jahre Kinoprojektoren. Dann kam die Halogenlampe. Der andere Begriff der Bogenlampe hat sich dann eingeschlichen über die Bogenform der Lampenhalterung am Mast oben. Zu streiten gibts hier gar nichts. Beide Begriffe haben ihren Platz, nur das mit dem Lichtbogen weiß fast niemand mehr.
Schönen Tag noch Wolfgang
PS: Stoffkabel gibt es als Meterware bei " Ritter Restaurationen"
Ketzer wie ich nun mal bin, würde ich dann nur mit einem neuen Kabel bis hoch gehen und dann oben weiter verteilen. Das brächte dann auch die Möglichkeit, daß sich aus dem Innern der Lampe noch gut erhaltene und unbeschädigte Kabelstücke finden ließen, so daß im sichbaren Bereich die Optik erhalten bliebe. Solche dünnen stoffumwickelten Drähte kenne ich noch aus der Puppenstube meiner Schwester. Auch wenn die bunt waren, ein Folienstift wirkt da Wunder. Vielleicht mal in dieser Richtung in der Bucht nach Anschlußdrähten suchen?
Moin. Kupferlackdraht ist nicht schlecht, dann aber bitte sehr dünnen Spulendraht, mehrere Drähte miteinander verseilen, so daß es eine Litze wird. Wenn dann aber öfter hoch und runter gekurbelt wird, bricht der Lack vom Draht auch irgendwann. Und dann erst umwickeln. Klarlack hinterher geht nicht, dann wird das hart und bricht irgendwann.
das wäre toll, wenn du so eine Maschine aus einem Metallbaukasten nachbauen könntest. Und dann bitte die einzelnen Schritte dokumentieren, damit andere sich auch so ein Maschinchen bauen könnten. Ich wäre direkt dabei.