vor einiger Zeit fragte jemand nach Gleisreinigung von Tinplate Gleisen.
In der Spur 0 Szene (NEM) gibt es einen kleinen Hersteller von Wagen, Lokomotiven und Zurüstteilen. Von diesem Hersteller stammt auch das hier abgebildete "Gerät":
Die Funktion entspricht dem vergleichbarem System im H0 Bereich.
Praktische Erfahrungen liegen mir noch nicht vor. Ich suche mir jetzt mal Basisfahrzeuge für einen Umbau.
Schöne Grüße
Knolle
Spur 0 von DOLL und Fleischmann Einige Angebote findet Ihr auch bei Hood.de .
Freunde Diese Art von Schienenreinigung funktioniert gerade mal so lange bis der Filz mit Dreck zugeschmiert ist. Und das kann schon bei stark verschmutzen Gleisen nach einigen Metern der Fall sein. Es funktioniert nur bei ständigem Filzwechsel und das will wohl keiner. Die händische Gleisreinigung mit angefeuchtetem Lappen bleibt die einzig seriöse Methode. Wir hatten aktuell in Scheyern jetzt einen solchen Wagen ständig im Einsatz, der allerdings keinen Filz oder Tuch untergeklemmt hatte, sondern einen feinporigen Kunststoffschwamm. Reinigungs, bzw. Lösungsmittel war Brennspiritus. Damit konnte lediglich durch den feinen Spiritusauftrag der Dreck gelöst werden,der dann von den Schleifern mehr oder minder leicht beiseite geschoben wurde. Meine Meinung nach, sind die ganzen angebotenen Reinigungssyyteme ihr Geld nicht wert. Ausschließlich händische Lappenreinigung funktioniert seriös.
...ist aber lustiger, das durch einen speziellen Reinigungswagen machen zu lassen. Außerdem ist z.B. in einem Tunnel die händische Reinigung schwierig, wenn nicht unmöglich. Grüße, elaphos
Fotos vom Wunderwagen aus Scheyern sind doch besser als tausend Worte.
Der Wagen führt im Kessel Spiritus. Ein Nadelventil lässt unten in das Querrohr langsam den Spiritus trofen. Das ist fein regulierbar. Das Querrohr verteilt den Spiritus über die Länge. Verwendet wird ein Schleifpad aus dem Lackierbedarf, das ist das gleiche Material wie ein Glitzischwamm. Das Pad wird über ein Federbronzeblech an die Gleise gedrückt. Der Dreck versammelt sich im Pad. Geizige können den auswaschen, weniger geizige tauschen ihn aus. Das Teil sieht gut aus und funktioniert. Der Erbauer hat einen dichten Kessel bei Dammschneider in berlin bestellt. Die Grundplatte ist aus Holz, sehr praktisch für den eiligen Modellbauer. Allerdings hatte ich nicht das Gefühl, dass die Gleise tatsächlich gereinigt werden müssen, in Scheyern fährt so viel auf den Gleisen, dass nach einer Stunde ohnehin alles blank ist.... Der Dreck sammelt sich dann an den Rädern der Wagen.
Heinz Das funktioniert alles nicht!!!! Eine Möglichkeit wäre eine Rolle saugfähiges Reinigungspapier abzurollen,welches das Gleis reinigt und wieder aufzurollen. Das ist aber technisch wahrscheinlich unter der Spur 1 nicht möglich.
mfG Wolfgang PS: Auch die angebotenen Gleisstaubsager sind letztendlich nur bedingt fähig den Dreck zu entfernen. Loser Steub wird zwar eingesaugt, die ganze Fettschmiere bleibt.Es bleibt eben nur Handreinigung!
Fred Beachte bitte: Die Reinigungsplatten werden regelmäßig ausgetauscht Diese Anlage im Dauerbetrieb,wo ständig Reinigungswagen mittlaufen ist was ganz anders als unsere hin und wieder genutzen Heimanlagen. Wenn dort einmal täglich der Filz gewechselt wird,wird dieses System funktionieren. Auch ist zu bedenken, daß dort ohne Mittelleiter gefahren wird. Bei Blechschienen ist zudem noch anzumerken, daß der Mittelleiter wegen der Isolierpappe höher steht als die beiden Fahrgeleise.
Meine Spur S Probeanlage wird häufig befahren und ist dennoch schnell verschmutzt. Bisher habe ich Handreinigung betrieben und dazu Dampföl benutzt. Die Schienen sind Zweileiter. Meine JeP Mignon und Bing Tischbahn Anlagen werden selten befahren. Sie sind Dreileiter Spur 00. Dort läuft dann ein Schienenreinigungswagen (Tankwagen) von Fleischmann mit. Das Ergebnis ist mittelmäßig... Handreinigung ist besser aber umständlich und ich kann per Hand nicht alle Schienen der Anlagen erreichen. So ein Reinigungswagen ist also eine gute Sache!
Jörg, glaubst Du, dein Teil könnte auf Spur S - 22,5 mm - umgebaut werden? Waggons als Träger habe ich genug. Und was benutzt Ihr als Reinigungsflüssigkeit?
In Scheyern war es Spiritus. Bei der Raumgröße hat sich die Menge vertan und man wurde nicht benebelt davon.
Claudia, warum reinigst Du die Gleise mit Dampföl? Wo stehe ich auf dem Schlauch? Dampföl ist doch zähflüssig und klebt im kalten Zustand massiv. Eine Reinigung von Gleisen kann ich mir damit gar nicht vorstellen.
die Reinigung mit Dampföl war nur so eine Idee, weil ich nix anderes hatte... Die Idee habe ich dann ausprobiert und festgestellt, daß der graue Belag auf den Schienen damit hervorragend abging und auch nicht so schnell wiederkam. Es war also learning by doing. Das heißt aber nicht, daß diese Methode optimal ist. Wenn es Besseres gibt, lasse ich mich sehr gerne belehren!
Moin. Ich nehme Waffenöl zum Schienen putzen, das löst Schmutz und Rost gut. Danach mit einem Lappen trocken gewischt, fertig. Da das Zeug keinerlei Schmierwirkung besitzt, schleudert da auch hinterher nichts unnötig. Einzig die Besitzer alter Liebmann-Schienen sollten sich das verkneifen, weil Waffenöl das Material angreift - sagen zumindest die Freunde der Stadtilmer Modellbahn aus der Spur 0 Fraktion. Bei groben Verschmutzungen kommt auch mal der Drehmel mit einer blauen Gummischeibe zum Einsatz. Aber das ist meist nur einmal nötig, wenn die Schienen frisch vom Flohmarkt sind. Ansonsten ist Putzen bei mir Handarbeit. Da sind die Stadtilmer Loks viel zu leicht, um einen Reinigungswagen zu bewegen. LG Steffen
das gute Waffenöl aus der DDR habe ich leider nicht! Meine Jagdwaffen reinige ich mit Ballistol. Danach setzt auch nichts mehr Rost an. Soll ich das auch mal auf den Schienen ausprobieren?
Ballistol ist ein Teufelszeug!!! Wir Jäger/Innen schwören darauf. Man vertreibt nicht nur Rost damit, sondern auch Husten, Schnupfen, Heiserkeit: ein Teelöffel Ballistol in einem Glas heißen Wassers gurgelt jede Kehle wieder frei! Und die hartnäckigen Otitiden der Hunde nehmen auch reißaus, wenn die Gehörgänge damit gefüllt werden...😀
Steffen Ich würde gern einen Versuch machen mit Waffenöl. Für alle anderen: Steffen spricht von den Magnesiumgleisen der Liebmann Produktion. Das muss man wissen. Magnesium und Eisen sind ein gewisser Unterschied.
Claudia, Du fährst Motorrad und schweißt in der Werkstatt. Wohnst in einem Bahnwärterhaus, schießt wilde Schweine und reitest Pferde. Nun wissen wir auch dass du mit Ballistol gurgelst. Willst du 200 Jahre alt werden?
Alt zu werden, ist schön, wenn wir einigermaßen gesund bleiben. Alt zu werden, hat aber einen riesengroßen Nachteil: so viele liebe Menschen gehen, sooo viele liebe Pferde, Hunde und Katzen gehen....und man bleibt allein zurück. Davor fürchte ich mich ein bischen - obwohl ich ganz und gar kein ängstlicher Mensch bin.
Ich habe keine Weißblechschienen, sondern Neusilberschienen. Aber meine Schienen (Spur 1, Null und S) sind im Garten und werden schmutzig, da sie draußen sind und ich manchmal Echtdampfzüge fahre. Zum Reinigen meiner Schienen (wenn ich elektrische Züge fahre) verwende ich nur einen LGB-Block von Hand (umd sogenanntes "Ellenbogenfett"). Überhaupt keine Flüssigkeit!
Zitat von SWfreund im Beitrag #9Es bleibt eben nur Handreinigung!
Übrigens, wenn ich mit Uhrwerkzügen fahre, putze ich das Gleis nicht. Ein weiterer Vorteil dieser Antriebsart. Gruss Fred
Moin. In wie weit das DDR-Waffenöl mit Ballistol vergleichbar ist, kann ich nicht sagen. Bei mir blieben halt zur Wende ein paar Flaschen altes Waffenöl übrig. Das mit den alten magnesiumhaltigen Gleisen von Liebmann habe ich auch nicht selbst probiert. Aber wir hatten die Diskussion darüber schon in Stadtilm, und die Moba-Freunde von dort haben das schon getestet und damit schlechte Erfahrungen gemacht. Da wollte ich die Warnung gern weiter geben. Ich nehme Waffenöl auch so gerne zum putzen, weil es Schmutz und Rost gut löst und sehr gut kriecht. Da lassen sich dann auch festgerostete Verschraubungen wieder lösen, ohne daß man mit Flamme oder Mutternsprenger oder roher Gewalt ran gehen muß. Manchmal kriecht es leider zu gut. Mir ist es schon passiert, daß Klebstellen sich wieder lösten, weil das Öl den Klebstoff unterwandert hat. Ich werde jedenfalls nicht damit gurgeln, dafür gibt es Sachen, die einfach besser schmecken. Und ob man mehr als 100 Jahre alt werden will, wenn man sieht, was derzeit auf der Welt im Großen und hier im Land im Kleinen alles so ab geht, daß ist ein ganz anderes Thema. Das will ich hier lieber nicht vertiefen, sondern mich am Hobby erfreuen und dabei die unerfreulichen Dinge dieser Welt für eine Weile verdrängen. LG Steffen
ich werde den Reiniger mit nach Berlin nehmen. Wer dann möchte darf sich das Ding dann gerne ansehen.
Zum reinigen verwende ich gerne das SR 24 Reinigungsfluid oder Spiritus. SR 24 hat m.E. den Vorteil das es einen leicht öligen Film auf den Gleisen zurück lässt. Das konserviert ein klein wenig. Ob ich den Reinigungswagen bis dahin fertig habe hängt von ein paar Faktoren ab die ich noch nicht überblicken kann. Fest steht aber das es ein Eigenbau wird und das in eine Richtung die wohl nicht jeder erwartet.
Schöne Grüße
Jörg
Spur 0 von DOLL und Fleischmann Einige Angebote findet Ihr auch bei Hood.de .
Jörg - "...lässt einen leicht öligen Film auf dem Gleis zurück..." Ja, wie? Geht das bei Steigungen(!) und Kontakten, Stromaufnahme? "Konservieren" mag ja stimmen -aber der Fahrbetrieb? Sage bitte mal was dazu? Ich putze nach wie vor manuell in altväterlicher Art. Und immer erfolgreich. Schöne Zeit! Botho
Leute -Thema Waffenöl Ballistol: wie das jetzt bei Schienen wirkt, ist mir nicht bekannt. Bei lackierten oder lithografierten Blechgehäusen aber wohl -leider: Wie es seine Auftrag ist, unterwandert es bei Waffen den "Schmauch" und löst ihn. Folglich unterwandert es bei Blechgehäusen die Lackierung oder die Litho -und zwar langsam aber stetig. In # 20 schreibt es ja Jürgen: "...weil es gut kriecht" -ja es hinterkriecht zwar Rost -prima- aber ebenso auch die Lack- und Lithoschichten, deren Ablösung vom Blech braucht seine Zeit -aber es passiert! Das "Hinterkriechen" ist ja einfach -Roststellen oder Kratzer gibts an fast jedem Blechgebäude. Mir sind da böse Dinge bekannt, die ein (sehr bekannter) Sammler mit seinen Kibri-Gebäuden erleben musste. Danach habe ich in meinen Büchern oft vor Waffenöl als Allheilmittel gewarnt. Also bitte Vorsicht! Schöne Zeit wünscht Botho