Nachdenken, probieren, messen. Damit ist die Menschheit meist gut gefahren. Natürlich ist es immer gut, bei ersten Versuchen nicht allein zu Hause zu sein. Falls was passiert.
Ich habe manchmal den alten Rheostaten dazugestellt und das Labornetzgerät hinter der Platte verschwinden lassen. Dann sah es so aus, als ob.....
Dazu kommt, daß die fast 100 Jahre alten Kohlefadenbirnen empfindlich sind und nicht gerne reisen möchten.
Eine Idee von mir ist folgende: Ich habe einen leeren Rheostaten in meiner Sammlung. Den könnte ich umbauen und eine moderne französische Glühbirne einsetzen. Die Verkabelung mit modernen Stoff-Kabeln in altem Gewand und Schukostecker ist kein Problem! Dann kann die Birne leuchten! Natürlich darf der ganze Kram NICHT an die Gleise angeschlossen werden.
bestimmt gibt es diese Birnen nicht nur hier in D, sondern auch in F, das gute an diesen Birnen ist, dass sie dimmbar sind, und zusätzlich könntest du den Regler davor als Dimmer umbauen, dann stünde der Rheostat als Atrappe auf der Platte, und wenn die Birne schwach gedimmt ist, sieht das doch gut aus....?
Wenn man den schönen nostalgischen Schein der Kohlefadenlampen aufrechterhalten will und trotzdem kein Risiko eigehen mag, dann gibt es die folgende Möglichkeit:
Die Lampe bzw. der Lampenvorwiederstand wird stilecht wie damals über normales Netzkabel gespeist. Aber der Kontakt zu den Gleisen wird hinter der Lampe unterbrochen und durch eine möglichst unauffällige zweite Einspeisung vom LNG ersetzt. Die Lampe ist dadurch eine ganz normale Lampe wie jede andere auch.
Evtl. kann man sogar den alten Regler so umbauen, dass man mit ihm die Spannung vom LNG regeln kann. Im Originalzustand wird der Regler wahrscheinlich nicht wirklich gut funktionieren, weil ein Teil der Wirkung auch auf Induktivitäten beruht, die bei Betrieb mit Gleichspannung vom LNG wegfallen. Hier muss man wahrscheinlich einfach ausprobieren, wie gut es funktioniert. Wenn nötig kann man die Originalwiderstände des Reglers aus gewickeltem Widerstandsdraht durch anders dimensionierte moderne Leistungswiderstände ersetzen.
Prinzipiell sollte es dadurch aber möglich sein, dass es so ausschaut, als wurde man den Regler stilecht wie annudazumal betreiben. Und gleichzeitig läuft man nicht Gefahr, dass jemand aus Versehen mit Netzspannung in Berührung kommen kann. Wenn man an 40V langt, ist das aber auch nicht zu verachten. Da zuckt die Hand schon ordentlich. Aber prinzipiell sollte das funktionieren.
ich habe mal eine moderne (sie werden noch hergestellt) Kohlenfadenlampe hervorgekramt und versucht, ob sie bei 24 Volt schwach leuchtet. Nein. Das tut sie nicht. Erst bei 50 Volt wurde sie handwarm.
Jetzt wird es für mich interessant, die Kohlenfadenbirne mit Bajonettverschluss auf dem Regler hat 130 Volt, auch habe ich, wie Heinz schreibt, eine moderne Birne im Internet gefunden, sie geben tatsächlich ein schönes warmes schwaches Licht ab, ähnlich die der Retrobirnen, das heisst aber ich muss etwas zusätzlich einbauen damit nur 130 Volt zur Birne ankommen, klasse wäre es natürlich wenn es dimmbar wäre, dafür würde ich einen Regler opfern, das Teil lasse ich aber installieren, sicherheitshalber...
Hier mal ein Beispiel einer alten Kohlenfadenbirne, gebraucht.... und neu kosten sie ab 50 Euro...
machbar ist sicherlich allerlei. Nur - ist das sinnvoll???
Wenn es meine Anlage wäre, würde ich: 1. niemals einen kompletten alten JEP Rheostaten für Spur 00 opfern! Die sind so selten und viel zu schade zum Schlachten. Wenn schon, dann einen entsprechenden Rheostaten für Spur 0. Die gibt es öfter mal. 2. ist es sehr ungenau und hakelig, den Fahrstrom mittels Rheostat zu generieren. Die Schaltabstände sind viel zu groß, um einen sanften Fahrbetrieb zu bewerkstelligen. 3. ist das Material von Gleisen und Lok ALT. Es leitet längst nicht mehr so gut, wie vor 100 Jahren.
Wenn es Deine Anlage ist, lieber Georg, kannst Du natürlich machen, was Du willst. Ich rate aber von einem Umbau ab. Du wirst am Fahrbetrieb keine Freude haben! Immerhin ist es eine alte Starkstrom-Anlage...und es ist kontraproduktiv, wenn die alten Loks von Schaltpunkt zu Schaltpunkt hüpfen.
Übrigens: Den Starkstrom merkt man, wenn man auf die 3-Leiter-Gleise faßt oder die Oberleitung und das Uhrwerkgleis zusammen berührt. Bei Ausstellungen muß man also sicherstellen, daß besonders Kinder, aber auch Menschen mit Herzschrittmacher, die Anlage nicht berühren können. Das ist auch versicherungsrelevant!!!! Ich habe daher immer ein Warnschild auf die Anlage gestellt. Ob das juristisch ausreicht, Haftungsansprüche auszuschließen??? Ich bin nicht sicher.
In den Mitgliederalben hier im Forum habe ich vor vielen Jahren mal etliche Bilder und auch alte Katalogseiten etc. zu meiner damals begonnenen JEP Mignon Sammlung eingestellt. Wer Infos sehen möchte, sollte da mal reingucken.
Mittlerweile habe ich meine Sammlung abgeschlossen. Sie enthält alles, was zu dieser Bahn gehört, in vielen OVP. Einschließlich aller Raritäten, wie der Dampflok mit Uhrwerksantrieb und der weltweit einzigen bekannten OVP mit Gleisergänzungen. Diese OVP enthält Weichen und Kreuzungen. Auch alle Farbvarianten von Wagen, Bahnhöfen und Wassertürmen sind vorhanden. John Hopkinson hat mir einige offene Hochbordwagen dazu gemacht. Die gehören natürlich nicht zum Originalbestand, erhöhen aber den Spielwert erheblich! Was grundsätzlich fehlt, ist ein Prellbock - den hat JEP aber nie für Mignon hergestellt! Da muß ich zu einem selbstgebauten Ersatz greifen.
Unser Freund Udo Schade hat auch einen kleinen YouTube Film meiner Anlage auf der Ausstellung in der Zinkhütte gedreht. Den finde ich leider gerade nicht wieder.
Clive Lamming hat mir freundlicherweise SÄMTLICHE Kataloge aller Zeiten von JEP geschickt! Natürlich nicht in Papierform, sondern als Scans. Es sind über 2.000 Seiten, die ich noch längst nicht alle gesichtet habe. Sicherlich gibt es da noch einiges zur Mignon Bahn, das ich noch finden muß.
Wer hat denn etwas von dauerhaftem Fahrbetrieb auf Ausstellungen mit Kindern erzählt? Es kommt immer auf den Anwendungszweck an. Es ging hier um die möglichst nostalgische Betriebsweise einer Starkstrombahn wie von Georg angefragt. Dazu kann man einen Rheostaten, der im Originalzustand sowieso nicht einfach so einsetzbar ist, umbauen. Das würde ich nicht opfern nennen - einen Umbau einer Lok auf Gleichstrom würde ich schließlich auch nicht so bezeichnen. Wenn das Äußere erhalten werden kann und das Innere für den Gebrauch ertüchtigt werden kann, so dass es dem Originalbetrieb wieder nahe kommt, so finde ich, dass das ein Fortschritt ist. Dass beim Originalbetrieb die Rastungen einen Hüpfer bewirken ist klar. Wenn man es möglichst originalgetreu zeigen will, dann gehört auch das schon irgendwie mit dazu. Ob man das will, das kann jeder für sich selber entscheiden. Wer originalgetreu fahren will, muss Kompromisse machen. Wer den Rheostaten lieber in die Vitrine stellen will, der kann das auch. Und wer einfach nur fahren will, der nimmt das LNG.
Wieder zurück zu Georgs Frage: Die 130V kann man mit einem 220V auf 110V Konverter erzeugen, wie sie auch für den Betrieb von US Geräten am 220V Stromnetz benutzt werden. Ob 130 oder 110 V macht keinen großen Unterschied. Solche Konverter benutze ich z.B., um meine amerikanischen Lionel Standard Gauge Loks mit den Lionel Originaltrafos zu betreiben. Funktioniert bestens. Ich empfehle die grauen Trafos von Tramag/Fürth. Diese gab es zur Garnisionszeit in rauhen Mengen und die tauchen immer mal wieder für 20-30 Eur auf. Sind übrigens vollkommen VDE konform mit Schuko-Stecker.
Danke herzlich für das aufgenommene Thema sowie Antwort, es steht also in meiner "to do" Liste, mittlerweile habe ich mehrere Rheostaten bekommen, leider ohne Birne, aber ich habe ja eine gute Birne, und es reicht auch ein Exemplar zur Demo an der Seite einer kleinen Anlage....
Hier ein Bild von einem Tramag Konverter. Es hängt ein Lionel Z Transformator mit 250W für 115V dran. Der Tramag hat 750W. Soviel braucht man eigentlich nicht, aber ein bisschen Reserve schadet auch nicht. Es gibt sie prinzipiell mit 300 500 750 1k 1.5k und 2k Watt. Die letzten 3 Größen sind aber schon sehr schwer zu schleppen.
Danke für den guten Tipp, das werde ich weiter bearbeiten...
Hallo Domenik,
mittlerweile weiss ich wozu der linke Knopf ist, aber wie es funktioniert weiss ich nicht, mein Anschluss Gleis ist nicht in Ordnung, das Kabel, aus der Mitte kommend, soll den besagten Knopf verbinden, er ist getrennt, (worden?) dann würde aber kein Strom fliessen, wenn ich nun das Kabel wieder anlöte, kann die Bahn wieder fahren, jetzt aber folgendes, drücke ich nun auf den besagten Knopf verbindet eine Feder den Mittelleiter zur Aussenschiene, es gibt also einen Kurzschluss, dann bleibt der Zug stehen, in der Anleitung steht "Knopf nicht länger als zwei Sekunden drücken", liege ich da richtig...? Hält der Rheostat das aus, warum dieser Knopf überhaupt, den Zug kann man auch mit dem Regler stoppen... das verstehe ich jetzt nicht ganz...
Hatte ich gedacht dass Claudia etwas dazu sagen könnte...?
ja, nach meinem Verständnis kann mit dem roten Knopf der Zug gestoppt werden. Dies geschieht wohl durch Kurzschluss, die ganze Spannung liegt dann über den Lampen. Es wird geschrieben, dass man das nur einige Sekunden machen solle.
Man sollte sich an den französischen Text halten, die Übersetzung ins Englische ist nicht sehr inspirierend.
Das mit der zeitlichen Begrenzung verstehe ich nicht. Es wird doch einfach die Lok kurz geschlossen. Dann leuchtet eben die Glühlampe mit voller Stärke. Ja und? Dann wird es nur hell im Zimmer!
Ein Kollektor hat eine Brennstelle, das Kupfer sah aus wie angekokelt, genau so gross wie die Kohle, rund, passiert das durch den erzeugten Kurzschluss wenn man länger auf dem Knopf drückt...?
Ansonsten verstehe ich jetzt, dass die Birne heller leuchtet, prima, für dich logisch, für mich erlernbar...
Nein, kann nicht sein, denn der Kurzschluss wird ja vor dem Stromkreis der Lok erzeugt. Damit wird die Lok ja spannungslos. Die Brennstelle kann nur eine andere Ursache haben, z.B. langes Stehen unter Spannung und dann Übergangswiderstände, die zu Wärme führen. Der Anker ohne Bewegung hat ja nur den ohmschen Widerstand, nur den Draht. Der ist geringer als der ohmsche plus induktive Widerstand wenn der Anker sich dreht. Also kann im Stand auch höherer Strom über den Anker der Lok fließen.
Ja, das ist die Stop-Taste. Ich habe sie nie benutzt, weil ich den Zug mit einem fein regelbaren LNG fahre. Die alte Technik ist wegen der Materialalterung unberechenbar und ich wollte nirgendwo einen Kurzschluss oder ein Durchschmoren riskieren!
Liebe Grüße von Claudia
P.S. Diese Deckel-Innenseite hatte ich irgendwo schon mal gezeigt. Weiß nur nicht mehr, wo.
Das Englisch aller JEP Kataloge, Betriebsanleitungen etc. ist urkomisch! Da hat wohl ein Schreibtischtäter mit einem Diktionär in der Hand gewerkelt. Ich lache mich immer schlapp, wenn ich das lese...
JeP Rheostate waren für alle Eisenbahnen von JeP gedacht, leider habe ich nur eine Birne, umbauen wie Dominik und Stefan vorschlugen könnte ich den roten, davon habe ich noch einen, der Kleine hat Stop und Go eingebaut, der Hebel vorne lässt sich verstellen, alles sehr schöne Museumsstücke die allesamt verbeult, verstaubt und beschlagen waren, die Kabel sind Original samt den Stecker, für die Vitrine bestens geeignet...
....hast DU nicht Stolberg Zinkhütterhof vergessen ? Du bist eine echte JEP-MIGNON-FREUNDIN !! Deine Teilnahme an so vielen MODELLBAHN-TREFFEN ist bewundernswert ! CHAPEAU !!
Am besten finde ich die kleine STRASSENBAHN mit Oberleitungsbetrieb !