ypsi- da Behrens im nahen Jugendstilzentrum Darmstadt tätig war, hat sich das mit Offenbach ergeben -rund 35 km. Offenbach hat da noch was: Senefelder und Litho -große Schau im Offenbacher Stadtmuseum. Und dann natürlich: Geburtsort von Botho! Schöne Grüße ins Nachbarland Botho
laut Auskunft des Stadtarchives der Stadt Leuna wurde der LEUNA-Schriftzug vom Bauhaus Dessau entwickelt, ein konkreter Name ist derzeit nicht bekannt.
Hallo Dieter, Danke. Das ist doch schon mal ein wesentlicher Hinweis. Nun wird es aber spannend. Was war eher da? Mifa-Sangerhausen oder Leuna? Nun ist meine Neugier endgültig geweckt. Kennt jemand noch andere Beispiele für diese typische Schrift? Gasolin ist bekannt, das war ein Ableger von Leuna.
@ Botho - Jugendstilcenter Darmstadt? Davon hat sich Beherns ja wohl recht schnell abgewandt, siehe auch die illustre Liste der späteren Bauhausarchitekten - als Assistenten um 1908!
Wenn das Thema zu weit abschweifen sollte - Stopzeichen setzen. Ich habe damit kein Problem, aber schade wärs dennoch!
Guten Morgen, das Bauhaus-Archiv hatte im letzen(!) Jahr eine Ausstellung zur "Bauhaus-Typografie" [grrrr - leider verpasst]. Ggf. wäre eine Recherche (=Anruf ...?) dort auch noch eine Möglichkeit, zusätzliche Infos zu erhalten.
Zurück auf Null: Eben kam vom Kurator des Bauhausarchives folgende Antwort. Ich hatte nachgefragt, ob die Schrift bzw. der Markenentwurf für Mifa, Leuna und Gasolin auf das Bauhaus zurückzuführen ist.: "...Für Ihre Anfrage besten Dank. Leider können wir Ihnen hier kaum weiterhelfen. Direkte Verbindungen zum Bauhaus gibt es aber nach unserer Kenntnisstand bei keinem der beiden Markenentwürfe. Dr. Klaus Weber, Kurator"
meine erneute Rückfrage beim Stadtarchiv Leuna ergab, dass für die Annahme, dass der LEUNA-Schriftzug vom Bauhaus Dessau entwickelt wurde, kein Beleg existiert. Man hatte dies vermutet.
Es bleibt aber weiterhin die Möglichkeit, dass jemand im Umfeld der Bauhaus-Aktivitäten der Schöpfer des LEUNA-Schriftzuges war.
Peter Behrens als Freischaffender ist auch noch im Rennen. Außerdem haben wir noch den bereits genannten Hans Poelzig.
großartig, da kann man gar nicht mehr viel meckern. Die Leisten noch farbig abgesetzt (schwarz oder braun) und schon ist wieder ein neues Stück für unser LEUNA-Werk fertig.
Guten Morgen, aus dem Eigenbaumodelle-Fundus hier nun ein als "Leuna" gekennzeichneter 4achsiger Kesselwagen. Der Kessel besteht aus dem üblichen Besenstil, die übrigen Zutaten sind aus Metall (außer den Kunststoff-Drehgestellblenden).
das Stück gefällt mir auch sehr gut. Wird Zeit, dass ich meinen hölzernen Kühlturm fertigbaue, immerhin habe ich nun die Blechstreifen für das Fachwerkgitter: Dank an Elaphos bei der Gelegenheit.
zurück zum ursprünglichen Thema Minol-Tankstelle, wenn auch diesmal nicht aus Holz und auch nicht besonders selten:
Diese Tankstelle in kombinierter Papp- und Plastikausführung von H. Auhagen KG, Marienberg, entstand nach dem Vorbild der Tankstellen-Entwürfe aus den 1930er Jahren. Leider fehlt hier auf dem Dach das gelbe T im roten Ring.
Bereits in reiner Plastikausführung wurde das Folgemodell, inzwischen unter der Firmierung Mamos (VEB Modellspielwaren Marienberg), produziert. Die Zapfsäulen sind nur noch einfarbig.
Auch hier fehlt das gelbe T im roten Ring. Wer kann helfen, welchen Außendurchmesser hat der Ring (um das T aus Draht nachlöten zu können) ?
Hallo, zur Typography vom Leuna Schild möchte ich den Namen Herbert Bayer in den Ring werfen. Er war neben der Leitung des Druck und Reklame Workshops in Dessau, auch freiberuflich, von 1927 in Berlin sogar hauptberuflich tätig. Und da hat er auch Sachen geschaffen die vom Bauhausstil sehr abweichen. Er ist vielleicht zu jung, aber ich sehe die angesprochene Verbindung mit Behrens rein gefuehlsmässig nicht. Behrens der das AEG Zeichen zu verantworten hat, hat zwar sehr gute Beziehungen zur Grossindustrie, und war wohl wirklich an den Zapfsäulen beteiligt. Das Leuna Symbol ist aber eher geometrischer als der allgemein, bei Bauhausstandards, eher verspielte Werkbund Behrens. Auch sämtliche hier genannten Associates, Gropius etc waren zu dem in Frage kommenden Zeitpunkt lange mit Behrens fertig und eher architektonisch interessiert. Der erste grosse Bauhaus Typograph zu Weimarer Zeit war dann wohl Nagy, aber ueber dessen kommerzielle Arbeiten ich nicht viel weiss. Sein Werk, soweit mir bekannt hat aber keine associativen Verbindungen mit dem Leuna Schriftzug, der ist weniger graphisch, eher architektonisch. Daher kann ich die Antwort des Bauhaus Kurators gut nachvollziehen. Der auch genannte Hans Poelzig, oder zumindest sein Buero, proppevoll mit später sehr bedeutenden Leuten, er war damals Leiter der TU in Berlin und Vorsitzender des BDA, ist fuer die Typen Tankstellen verantwortlich, nicht Behrens. Allerdings nicht nur die Gasolin Tankstellen, sondern auch andere Marken, und soweit ich mich erinnere und es leider gegensätzlich bei Wikipedia steht, nur im Raum Berlin. So ist es auch nicht auszuschliessen das die Vergabe des Markenzeichens an eine dritte Parti, zum Beispiel ein kommerzielles Werbebuero, erfolgte. Ich denke die Lösung liegt in der Geschichte der Marke Leuna, und dem genauen Zeitablauf. Gruss Fred
vielen Dank für die Maße des T im Ring der Minol-Tankstelle. Falls noch jemand ein Ersatzteil braucht: Der rote Ring hat einen Außendurchmesser von 21,3 mm und eine Materialstärke von knapp 2 mm. Das gelbe T ist aus rechteckigem Material und hat eine Stärke von 2,3 mm.
Hallo Fred, Danke für den Hinweis zu Herbert Bayer - der leider falsch war. Aber ich habe dieses gefunden: http://de.pinterest.com/pin/250090585530942267/ Und dort steht eindeutig: Martin Weinberg, Berlin. So, nun habe ich heute drei Stunden das Internet durchgewühlt. Es ist nicht ganz einfach, denn Martins gibt es Millionen und Weinberge leider auch. Es gibt Sexualkundler, Metallverkäufer, Atomexperten und und und. Die heißeste Spur fand ich in Berlin und da laufen einige Anfragen. Vielleicht führt uns das weiter oder jemand findet noch etwas Spannendes.
Weinberg könnte um 1880 geboren sein. Er könnte 1941 als Zwangsarbeiter bei Siemens in Berlin verunglückt sein. Ich suche Literatur: "60 Jahre Arbeit in Krieg und Frieden", Boll Berlin 1923, Weinberg soll illustriert haben. "Die Küsse des Johannes Sekundus", Berlin, Borngräber, 1913-1920, soll Weinberg übertragen haben. "Tucholsky, Seitz, Robert, Zucker: Um uns die Stadt", Berlin 1931, Umschlag von Weinberg.
So interessiert man sich als Sammler plötzlich für Bücher und Verlage - ein mühsames Vorhaben. Bisher sind das oben alles Brocken, die nicht einem Menschen zugeordnet werden können, sondern nur immer dem gleichen Namen - also keine Wahrheiten, sondern Vermutungen!
Im Berliner Adressbuch von 1930 unhd 32 steht ein Martin Weinberg, Kunstmaler, Zehlendorf, Heimat 47a drin. Das ist naheliegend, er könnte es sein. Es gibt zwar noch ein paar andere Martin Weinbergs, aber keiner kommt mit dem Beruf an einen Künstler heran.