3-Leiter, DC, Vitrinenbahn in 4 Etagen, jeweils in der Mitte eine Kreuzung bzw.Doppelweiche. Jede Etage ist einzeln zuschaltbar mit je 4 Anschlüssen die einzeln ausgeschaltet werden können. Lief alles einwandfrei. Jetzt kam ich auf die Idee, die Schienen sauberer zu verbinden indem ich teils dünne Blechstreifen um die Schienenstifte gelegt habe damit alles schön bündig ist. Die Unterbrechungen des Mittelleiters wurden mit Holzstäbchen aufgefüllt. Die erste Fahrprobe verlief gut, aber nach wenigen Minuten fallen die einzelnen Strecken nacheinander aus, bis alles stromlos ist. Der Trafo zeigt manchmal Kurzschluss an – dann wieder nicht. Nach einer längeren Pause ist wieder alles befahrbar für wenige Minuten.
– Gleise durchgesehen, ob ein verlorenes Blech oder so im Fahrbetrieb einen Kurzschluss verursacht – nichts. – Strecken einzeln abgeklemmt, dann einzeln befahren um die stromlose Stelle zu finden > kein Resultat. – Lötstellen im Gleisstellpult und an den Verbindungssteckern zum Gleisstellpult sind in Ordnung, keine Wackelkontakte. – Trafo gewechselt....das Phänomen bleibt. Begonnen hatte alles mit einer stromlosen Kreuzung in der obersten Etage – warum auch immer Und stromloses Gleis 9 in der mittleren Ebene. Da zeitweise die Stromzuführung funktioniert – wie soll man vorgehen? Alle Gleise abklemmen, Lötstellen checken.... was ist zu empfehlen?
Moin. Ich würde so in Fernentstörung einen gequetschten/eingeklemmten Draht vermuten. Je nach Erschütterung verursacht er dann zeitweise Kurzschluß oder auch nicht. Können natürlich auch 2 Drähte sein, die besonders gerne an Knickstellen, gequetscht wurden und durch beschädigte Isolierung einen "Kurzen" verursachen. Habe auch schon geringfügig verschobene Schienen erlebt, die dann ans Herzstück der Weiche trafen - mal mehr, mal weniger. Letzteres ist bei Stadtilmbahnern Spur S bei den Weichen der Pappschwellengleise "sehr beliebt" weil schlecht zu finden. Wenn Du ein TrixEMS-Steuergerät auftreiben/borgen kannst, dann schalte das dazwischen und dreh den Regler weit auf. An der Berührungsstelle fietscht es dann deutlich hörbar, wenn ein/e Kurzschluß/Berührung vorliegt.
Das kann eine Überbelastung sein, er gibt ein kleine widerstand von Mitteleiter nach null. Mit ein kurzschloss schaltet der Transformator normal gleich aus.
War das Holz stifte verschmutzt ?
Das Finden ist "step by step"
Die ganze -system wann möglich in zwei teilen. Test welche gibt die kurzschloss / Überlastung, und so weiter.
Es kann auch so sein das es mit zeit -temperatur etwas zu -tun hatte, das wird schwieriger.
#3 „Knickstelle" könnte der richtige Ansatz sein. Die Gleise liegen in Korkbetten, die Schwellen habe ich immer ausgespart, damit sich nichts verschieben kann. Bei meiner Revision wurden die Schienen angehoben und wieder in die Korkbetten gedrückt.... Der Strom fliest, aber zu langsam. Bei hoher Belastung ist er weg.
Das gibt eine nervige Sucherei. Mit dem Trix-Gerät wäre es zu schön. Eine Rauchfahne wäre mir jetzt auch angenehm....
#4 ...dachte auch schon an ein Magnetfeld
Danke für eure Tipps. Werde berichten, wenn es wieder funzt.
Moin. ... Rauchfahne wär angenehm ... klingt wie mein Elektroniklehrer. "Wenn sie Glück haben, sehen sie diesen erhabenen Moment, wenn sie das Bauteil mit einem kurzen Aufleuchten anblinkt und sich mit einem freundlichen Rauchzeichen von ihnen verabschiedet. Das erleichtert die Fehlersuche ungemein. Weniger Glückliche riechen es nur noch und haben damit vlt einen Anhaltspunkt. Pechvögel dürfen gründlich im ganzen Schaltschrank suchen." Also laß das mit den Rauchzeichen lieber.
Habe gemäß euren Ratschlägen alles abgeklemmt und Stück für Stück wieder zu aktivieren gesucht. Mit Birne den Stromverlauf geprüft.... hin und her. Kam dann drauf, dass es nicht am (roten) Stromkabel (Mittelleiter) liegt, sondern am bösen Braunen (Masse). Demnach habe ich die entsprechenden Bananenstecker teils neu positioniert. Entweder lag es an meinen Stoßgebeten oder Flüchen – jedenfalls läuft jetzt alles wieder wie gehabt.
Auffällig war vorher das Verhalten meiner Märklin Ellok mit Gleichrichter: Fahrt nach rechts unproblematisch, nach links stotternd. Dachte zuerst, dass es an der alten Dame liegt, aber jetzt läuft sie wieder flüssig.
Als Resümee: 8 Loks fahren in der Vitrine, davon 2 mit nur einem Schleiferlöffel. Bei diesen Loks ist das Fahrverhalten anders, d.h. die Stromübertragung nicht immer gewährleistet, insbesondere wenn ein Teil des Mittelleiters (wie im vorliegenden Fall) nicht einwandfrei leitet. (Befindet sich außerhalb des Sichtbereiches, hinter einem Bahnsteig). Dies hat bei der Fehlersuche vermutlich auch zu Irritationen geführt.